Die Angst der Entscheidung

Die Angst der Entscheidung

Die Angst in meinem Körper pulsiert.

Sie kriecht durch die Adern und lähmt das Blut.

Die Nerven sie surren und sind gespannt wie Drahtseile.

Der Magen klatscht in die Hände und brüllt.

Da ist sie diese Angst, in meinem Körper, in meiner Seele.

Sie will mich besiegen.

Sie will meinen Rückzug.

Doch ein Nein wäre zu leicht und nicht das was ich will.

Die Angst bestimmt mein Denken.

 

 

 

Soll ich nein sagen? Soll ich mich zurückziehen?

Ich sitze auf dem Balkon in der Nacht.

Ein Vöglein singt einsam, leise sein Lied.

Ein Zug rasselt durch die Nacht.

Die Straßenbahn zieht ihre Spur durch die Straße.

Die Angst hält mich gefangen.

 

Sie greift nach mir, ungefragt und ungewollt.

Ich will ihr widerstehen. Ich will sie besiegen.

Ich möchte ein paar schöne Tage mit meiner besten Freundin erleben.

Besinnliche Stunden im Kreise der Familie erfahren.

Die leuchtenden Augen, der Enkelkinder sehen.

Es soll Weihnachten sein, auch für mich.

Die Angst surrt durch den Körper.

 

Die Angst sagt, du musst …. , verlasse dein Schneckenhaus nicht.

Ich muss mich nicht verstellen.

Ich muss nichts tun, nur da sein.

Ich kann lachen und mich freuen.

Ich kann sein wie ich eben bin.

 

Und doch da ist die Angst.

Du bist nicht gut genug, surrt sie.

Du sitzt nur nutzlos rum, summt sie.

Du musst funktionieren, gurrt sie.

Du musst dich verändern, trällert sie.

Du bist nichts Wert singt sie, die Angst.

 

Doch ich gebe nicht auf.

Ja, ich bin wie ich bin und das ist gut so.

Ja, ich verändere mich, geh raus aus dem Schneckenhaus.

Ja und auch für mich wird Weihnachten sein.

Und doch da ist die Angst.

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