Die Klosterkirche Neuzelle ist eine Kirche in der ich ankomme. Dort spreche ich mit meinem Sternenkind. Kerzen anzünden für alle meine Lieben.

Klosterkirche Neuzelle

Zu den überraschenden Eindrücken in Neuzelle gehört die prächtige barocke Ausstattung der Stiftskirche St. Marien. Der erste Kirchenbau in Neuzelle entstand am Anfang des 14. Jahrhunderts. In einer zweiten Bauphase von ca. 1380 bis 1400 wurde die bestehende gotische Kirche erweitert und vergrößert. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die dreischiffige gotische Kirche durch den Chorbereich, die Eingangshalle, den Kirchturm sowie die Josephskapelle ergänzt und umfangreich barockisiert. 1741 konnte sie nach ihrer barocken Umgestaltung eingeweiht werden. Seit der Auflösung des Klosters 1817 wird die Stiftskirche als Katholische Pfarrkirche genutzt. Seit 1946 ist die Stiftskirche Wallfahrtskirche für das Bistum Görlitz.

Das Kloster Neuzelle wurde am 12. Oktober 1268 von Markgraf Heinrich dem Erlauchten aus dem Haus Wettin im Gedenken an seine zwei Tage zuvor verstorbene Ehefrau Agnes gestiftet.

Der Klosterkomplex Neuzelle wurde zwischen 1300 und 1330 auf einem in die Oderniederung ragenden Bergsporn errichtet, auf dem vorher ein Plateau geschaffen wurde. Die dreischiffige Hallenkirche der Abtei wurde im Stil der Backsteingotik in der für die Gegend typischen Backsteinbauweise ausgeführt.

Als einziges Kloster in der Niederlausitz überstand Neuzelle die Reformationszeit als eine katholische Insel in rein protestantisch gewordener Umgebung.

Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde die Klosteranlage schwer beschädigt. Abt Bernardus ließ zwischen 1655 und 1658 die wiederaufgebauten Gebäude von italienischen Künstlern mit Fresken und Stuckaturen versehen. Sein Nachfolger ließ die Klosteranlage im Stil des süddeutschen Barocks umgestalten. Die prächtige Barockisierung des Gebäudes ließ die Raumstruktur der dreischiffigen Hallenkirche mit ihren eng gesetzten Pfeilern und den schmalen Seitenschiffen jedoch unverändert. Fast alle heute noch bestehenden Gebäude der Anlage stammen überwiegend aus der Zeit des Barock.

Die Neuzeller Klosterkirche ist der bedeutendste Sakralbau der Niederlausitz.

Seit 1993 wird die in großen Teilen erhaltene barocke Klosteranlage saniert. 2004 wurden der barocke Klostergarten und die Orangerienach aufwendiger Rekonstruktion wiedereröffnet. Mitte November 2016 beschloss der Konvent der Zisterzienser der Abtei Stift Heiligenkreuz in Österreich, einer Einladung des Bischofs von Görlitz, Wolfgang Ipolt, zu folgen und das Kloster Neuzelle bis zum 750-jährigen Jubiläum des Klosters 2018 wieder zu besiedeln. Dabei sollen dem Gründungskonvent zunächst acht Mönche angehören

 

Quelle: Wikipedia