Depressionen und Gedankenstrudel gehören zusammen, wie die Butter zum Brot. Gedankenstrudel vereinnahmen mich und nehmen meinem Tag sein Licht.

Meine Gedankenstrudel

Gedankenstrudel drehen sich im Kreis.

Sie wirbeln Gedanken aus der Vergangenheit in mein Jetzt.

Bei allem was ich tue, sind sie bei mir.

Ich wache am Morgen auf und sie sind schon da.

Ich gehe schlafen, doch sie sind nicht müde.

Gedankenstrudel machen mich müde, so müde vom denken.

So müde vom Tag, so müde vom Leben.

Gedankenstrudel

Die Gedanken wirbeln in meinem Kopf.

Sie verfolgen mich in meine Träume.

Ich träume, immer wieder, einen dieser Träume.

Mein Traum, in dem ich umher irre oder auf der Suche bin.

Ich weiß es nicht.

Was bleibt, ist das Gefühl nie anzukommen.

Nie, zu finden was ich suche.

Was bleibt, ist das Müde sein, schon am Morgen und am Abend immer noch.

Gedankenstrudel

 

Gedankenstrudel begleiten mich über den Tag.

Ich gönne mir einen Kaffee, doch sie dringen in mich ein.

Ich surfe im Internet, doch sie sind schon da.

Ich schreibe sie auf, doch sie lassen sich nicht beirren.

Gedankenstrudel, die die Vergangenheit in mein Jetzt bringen.

Sie nehmen mir die Kraft, durch den Tag zu gehen.

Sie nehmen mir den Antrieb, für die alltäglichen Dinge.

Sie nehmen mir die Farbe, das Licht im Leben.

Die Zeit, der Tag verrinnt schneller als ich zugreifen kann.

Gedankenstrudel

 

Gedankenstrudel, machen mir das Leben schwer.

Sie sind einfach überall und rauben mir die Nerven.

Ich stelle ihnen Kopfflickflack entgegen.

Affe, Esel, Luchs … Gedankenstrudel – wo war ich gerade ... Schwein, Natter...

Die Gedankenstrudel lassen mich nicht los.

Mein Kopf denkt und denkt, sogar in der Blutbahn surren die Gedanken.

Sie drängen mich immerwährend in die Vergangenheit.

Sie holen all die alten Wunden hervor, die ich nicht sehen will.

Zweifel, Schuldgefühle, hätte, wenn, würde … drehen sich im Strudel.

Gedankenstrudel

 

Gedankenstrudel sagen mir, schau hin und hör mir zu.

Ich bin dein inneres Kind, das hier schreit und weint.

Es kommt der Tag, wo ich genau hinschauen, hinhören werde.

Um zu verstehen, zu sprechen, zu beruhigen, zu trösten.

Das innere Kind wird immer bei mir sein.

Eines Tages wird es fröhlich lachen und seine Traurigkeit vergessen.

Es wird mich begleiten, auf meinem Weg im JETZT.

12.02.2017

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