FotoSpaz - Heute war ich in der Altstadt unterwegs, auf den Spuren der Erinnerung und des Gedenkens an die Toten der Kriege von damals und heute.

Auf den Spuren der Erinnerung und des Gedenkens

Gedenktafel an der Dresdner Kreuzkirche
Gedenktafel an der Dresdner Kreuzkirche

Heute war ein wunderschöner, sonniger Tag. Ein Tag, an dem die Stadt ihr schönstes Gesicht gezeigt hat. Ich wollte heute schauen, nach Spuren der Erinnerung und des Gedenkens. Ich habe viele Spuren in der Altstadt gefunden. Mag sein, dass es Menschen gibt, diese Stadt verdammen, weil sie genau in diesen Tagen, zwei Kunstobjekte eingeweiht hat, die an Opfer von Kriegen erinnern und zum nachdenken anregen. Ich denke diese Kunstobjekte passen in die Stadt und ja, auch in diesen Tagen, gerade in diesen Tagen, des Gedenkens an die Sinnlosigkeit von Krieg und Zerstörung und die immer und überall sinnlose menschliche Opfer bedeuten.

Es war schön, im Gedenken an die Toten, nicht allein zu sein. Es gibt viele Menschen wie mich, auch in Dresden. Ich liebe diese Stadt, sie ist kunterbunt, offen und wunderschön.

Am Rathaus

Hinter der Kreuzkirche entdeckt

Vor dem zumeist geschlossenen Seiteneingang der Kreuzkirche gegenüber vom Haus der Kirche steht ein Denkmal. Die beiden aufeinandergesetzten Quader stammen von 1897, sie bildeten das Fundament für den Baldachin des ehemaligen Hochzeitsportals, das 1945 zerstört wurde. Gefertigt vom Dresdner Bildhauer Lothar Beck, erinnert das Memorial seit 2010 an die hier in den 1980ern beheimatete Bewegung „Schwerter zu Pflugscharen“.

„In dem konziliaren Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung entwickelte sich in der Kreuzkirche ein Bewusstsein der Verantwortung für Frieden und Freiheit“, blickt Holger Milkau, Pfarrer der Kreuzkirchgemeinde, zurück. „Das Ökumenische Friedensgebet an den Montagen und das Symbol ,Schwerter zu Pflugscharen‘ sind nunmehr historische Momente aus der Geschichte der ehemaligen DDR.“ 1989 wurde die Kreuzkirche zum Zentrum der Friedlichen Revolution in Dresden. An diesen Aufbruch erinnert auch die Tafel links vom genannten Eingang.

Die „Steine des Anstoßes für eine Bewegung, die das Land veränderte“ wurden kürzlich ergänzt mit der Aufschrift „Würdig ist es allen Menschen, ein Leben in Freiheit zu leben“. 

Quelle: https://dawo-dresden.de/2

In der Kreuzkirche

Auf dem Altmarkt

In die Pflastersteindecke des Altmarkts wurde im Jahr 2005 eine filigrane, doch vollflächig begehbare, kleine Gedenkstätte zur Erinnerung an die Luftangriffe vom 13. und 14. Februar 1945 eingelassen. Im Metallguss in den Pflasterfugen findet sich vertieft die zweizeilige Inschrift: „Nach den Luftangriffen vom 13. bis 14. Februar 1945 auf Dresden wurden an diesem Ort die Leichen von 6865 Menschen verbrannt.“

Das Mahnmal wurde im Zuge der Umgestaltung des Altmarkts um 2008 wieder hergestellt.

In der katholischen Hofkirche

Während der Luftangriffe auf Dresden vom 13. bis 15. Februar 1945 wurde die Kirche mehrfach von Sprengbomben getroffen.  

Am 5. Februar 2011 wurden in feierlicher Prozession die Urnen der im Nationalsozialismus ermordeten Priester Alois Andritzki, Bernhard Wensch und Aloys Scholze vom Alten Katholischen Friedhof in die Kathedrale übertragen. Am 13. Juni 2011 wurde Andritzki in einem Pontifikalamt vor der Kathedrale seliggesprochen. Alois Andritzki ist nicht nur der erste seliggesprochene Sorbe, sondern auch der erste aus Sachsen stammende Selige.

Die Johann Nepomuk Kapelle trägt auch die Bezeichnung Gedächtniskapelle, da in ihr 1973 eine Gedächtnisstätte für die Opfer des 13. Februar 1945 eingerichtet wurde. Für diese schuf Friedrich Press eine moderne Pietà aus Meißner Porzellan.

An der Fassade und auf den Balustraden befinden sich 78 Heiligenstatuen, die der italienische Bildhauer Lorenzo Mattielli und die Dresdner Bildhauer Paul und Jakob Mayer gestaltet hatten. Auf die Gestaltung übte auch der Hofbeichtvater Ignaz Guarini Einfluss aus.

"361" steht für namenlose Gräber

Die Fotoausstellung "Lampedusa 361", die am Freitag vor der Semperoper eröffnet wurde, zeigt Bilder von Gräbern ertrunkener Bootsflüchtlinge auf sizilianischen Friedhöfen. Mit 90 Fotomatten soll so auf dem Theaterplatz ein imaginärer Friedhof installiert werden. Viele der Opfer konnten nicht identifiziert werden und wurden deshalb in anonymen Nummerngräber begraben. Aber es gibt auch Namen und Fotos der Verstorbenen auf Grabsteinen.

"Lampedusa 361" will aber auch die große Leistung der italienischen Gesellschaft dokumentieren, den Opfern nach dem Tod ein Stück Würde zurückzugeben.Das Kunstprojekt ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt und des Vereins Friends of Dresden Deutschland.

Quelle: http://www.mdr.de/sachsen/dresden

Drei hochkant aufgestellte Busse erinnern noch bis Anfang April auf dem Neumarkt in Dresden an den Krieg in Syrien.

„Indem Manaf Halbouni sein Kunstwerk MONUMENT auf dem Dresdner Neumarkt unweit der Frauenkirche platziert, rücken scheinbar getrennte Welten näher aneinander: Aleppo und Dresden, Syrien und Deutschland, Krieg und Frieden. Mit ihrer kraftvollen Stille mahnt uns die Installation in der Sprache der Kunst eindringlich, über das Leid der Menschen, deren Leben und Existenz bedroht sind, nicht hinwegzusehen“, erklärt Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt.

Quelle: https://www.sonntag-sachsen.de

Frauenkirche Dresden

Dresden, 15. Februar 1945 - gegen 10:15 Uhr –

Ein großes Getöse geht durch das noch immer brennende Ruinenfeld der Innenstadt. Die ausgeglühten Mauern der Frauenkirche, ...., brechen unter der Last der Kuppel zusammen....  (Text und Foto: #ilovedresden #dresden #stadtgeschichtedresden )

 

Die Frauenkirche, ist für mich, das Denkmal der Erinnerung und des Gedenkens in sich selbst. 1945 zerstört, lag sie viele Jahre als zerstörte Kirche - als Mahnung - da. Nun ist sie wieder aufgebaut und strahlt in neuem alten Glanz. Ja, es gibt Stimmen, die sagen man hätte die Ruine stehen lassen sollen. Für mich ist sie wieder aufgebaut ein würdiges Mahnmal! Sie steht da und erinnert uns an den 2. Weltkrieg der sie zerstörte und daran, dass wir ihr in Friedenszeiten, ihren Glanz wieder geben konnten.

Die neue Synagoge

In der sogenannten Kristallnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge von Angehörigen der SA niedergebrannt; die herbeieilende Feuerwehr verhinderte lediglich das Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude. Die ausgebrannte Ruine wurde noch im selben Jahr gesprengt, die Kosten der Trümmerbeseitigung wurden der jüdischen Gemeinde auferlegt. Erhalten geblieben ist einer der beiden Davidsterne von den Türmen der Synagoge, der vom Dresdner Feuerwehrmann Alfred Neugebauergerettet und versteckt worden war. Der Davidstern wurde restauriert und schließlich in den Eingangsbereich der Neuen Synagoge integriert.

Seit 1975 erinnert unweit des alten Standorts der Synagoge eine Gedenkstele von Friedemann Döhner in Form einer sechs- statt wie üblich siebenarmigen Menora an die Zerstörung der Synagoge und an die Ermordung der Juden zur Zeit des Nationalsozialismus.

Die Inschrift lautet:

„Hier stand die 1838–1840 von Gottfried Semper erbaute, durch Oberrabbiner Dr. Zacharias Frankel geweihte und am 9. November 1938 von den Faschisten zerstörte Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden.“

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Synagoge_(Dresden)

Und das gab es auch noch

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