Meer, Meer - ich möchte Meer. Erinnerungen an unseren Ostseeurlaub 2016. Einen Tag waren wir in der UNESCO - Welterbe- und  Hansestadt Wismar unterwegs.

In der alten Hansestadt Wismar unterwegs

Die UNESCO Welterbe- und Hansestadt Wismar ist die zweitgrößte Hafenstadt Mecklenburg-Vorpommerns.

Sie bezaubert durch ihre historische Altstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten sowie ihre Einbettung in eine malerische Landschaft direkt an der Ostsee.

Kurz vor 1200 wurde um die Nikolaikirche eine Kaufmanns- und Handwerkssiedlung gegründet, aus ihr ging Wismar hervor. Ein zweiter Stadtteil entstand um die Marienkirche, danach ein dritter um die Georgenkirche. Aus dem Jahre 1229 stammt die erste urkundliche Erwähnung, wenig später herrscht lübisches Stadtrecht in Wismar.

Die Schönheit der Stadt zeigt sich vor allem am Alten Hafen und auf dem beeindruckenden Marktplatz mit prachtvoll restaurierten Bürgerhäusern und der sehenswerten Wasserkunst.

Manche Namensgebung und Ortsbezeichnung erinnert daran, dass die Stadt von 1648 bis 1803 in schwedischem Besitz war.

Quelle: http://www.wismar.m-vp.de/

Ich schlendre ja so gerne ... im Alten Hafen

Bereits Anfang des 13. Jahrhunderts, noch vor der Stadtgründung im Jahre 1226, wurde der Alte Hafen Wismar erstmalig urkundlich erwähnt. Während der Hanse-Mitgliedschaft Wismars diente er als Umschlagplatz für die verschiedensten Seegüter. Intensive Geschäftsbeziehungen im Export und Import wurden unterhalten und führten zu einem stetigen Wachstum des Hafens.

Jedoch während der schwedischen Besetzungszeit diente der Hafen fast ausschließlich als Standort der Kriegsflotte. Mit Ende der Schwedenzeit im Jahre 1803 wurde Wismar wieder dem Land Mecklenburg zugehörig. 

Heute dient der Alte Hafen insbesonder als Liegeplatz für den Nachbau der Poeler Kogge "Wissemara" aus dem 14. Jahrhundert. Aber auch Boote, Yachten, Schiffe oder Großsegler legen hier an. Ausflugs- bzw. Hafenrundfahrten mit einem Fahrgastschiff werden angeboten. Frischen Fisch und Fischbrötchen kann man direkt an einem der Kutter kaufen. 

Quelle: http://www.wismar.m-vp.de/

In den vielen Altstadtstraßen unterwegs

Sankt Nikolaikirche

Imposant ragt die St.-Nikolai-Kirche mit ihrem 37 Meter hohen Mittelschiff empor. Es ist übrigens das vierthöchste in Deutschland.

Als markantes Wahrzeichen Wismars war St. Nikolai einst die Kirche der Fischer und Fahrensleute, die hier sogar einen eigenen Altar besaßen. Mit dem Bau der spätgotischen Backsteinkirche wurde um 1380 begonnen. Die Basilika mit dem siebenjochigen Langhaus bekam einen Chorumgang und einen Kapellenkranz, am vierten und fünften Joch erfolgten querschiffartige Erweiterungen der Seitenkapellen. 1403 wird der Chor geweiht und für Gottesdienste und das Gemeindeleben genutzt, 1469 ist das imposante Langschiff errichtet.

Quelle: https://www.ostsee.de/wismar/

Sankt Marienkirche

Von der einst mächtigen St.-Marien-Kirche, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts nach Plänen des Baumeisters Johann Grote errichtet wurde, ist nur noch der 80 Meter hohe Kirchturm als weithin sichtbares Wahr- und Seezeichen erhalten geblieben.

Bei einem Luftangriff 1945 schwer beschädigt, wurde das Kirchenschiff 1960 gesprengt.

Quelle: https://www.ostsee.de/wismar/

Dauerausstellung: Wege zur Backsteingotik

Einen Einblick in mittelalterliche Bautechniken und die gesellschaftsgeschichtliche Bedeutung der Nordeuropäischen Backsteinbaukunst erfährt der Besucher in der Ausstellung "Wege zur Backsteingotik" im Kirchturm von St. Marien. Dort wird auch ein Jung und Alt begeisternder Trickfilm in 3D-Technik über den Bau der St.-Marien-Kirche gezeigt. 

Quelle: https://www.ostsee.de/wismar/

Ausstellung "Dialog des Geistes"

Bereits seit neun Jahren erweist sich die sehr anspruchsvolle Ausstellung "Dialog des Geistes", die im Marienkirchturm gezeigt wird, als ein besonderer Publikumsmagnet. Ihr ungebrochener Dauererfolg scheint damit zusammenzuhängen, dass sie auf Fragen nach dem Sinn des Lebens und den Möglichkeiten des friedlichen Zusammenlebens eingeht. Der Konstellation der sechs im Halbkreis angeordneten lebensgroßen Backsteinfiguren, historische Größen der Geistesgeschichte, Vertreter unterschiedlicher Kulturen und Religionen, werden Originalzitate – gesprochen von dem Schauspieler Bruno Ganz - aus ihren Werken gegenübergestellt.

 

In allen Kulturepochen gab es einen „Dialog des Geistes“ auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und den Möglichkeiten des friedlichen Zusammenlebens der Menschen. Die sechs Backsteinfiguren, die hier in einem Dialog vereint sind, sollen ein Symbol für die Bereitschaft zum Gespräch sein. Als Vertreter unterschiedlicher Kulturen und Religionen treten sie mit Originalzitaten aus ihren Schriften in einen Dialog über Gott und seine Schöpfung.

 

Es sprechen ein Pilger, der streitbare Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux, der Philosoph und Theologe Abaelard, der persische Dichter Hafis, der Rabbi, Arzt und Philosoph Moses ben Maimon, der auch Maimonides genannt wurde, und Parzival, der Held aus Wolfram von Eschenbachs berühmten Ritter-Epos.

 

Quelle: http://www.jb-arte.de/pan/K_HWI_MarienK_Skulp_08082014/pan.html