Absturz ins Nichts. Von Heute auf Morgen. Die Depression zeigt ihre Stärke. Ich bin im Irgendwo.

Absturz ins Nichts. Die Depression zeigt ihre Stärke.

Da ist es unerwartet und heftig.

Ich schlafe eine ganze Nacht und einen ganzen Tag.

Nichts geht, ich bin nur totmüde.

Am Abend weckt mich Michael.

Es wird ihm unheimlich. Mir auch.

Mein Körper und mein Kopf streiken.

Ich bin so unheimlich tot-müde.

In mir summseln die Nerven. Die kleinen Käferlein fahren fröhlich Achterbahn in meinem Kopf.

Ich bin zu wirklich nichts in der Lage.

Ich sitze da – ich bin so müüüde.

Worte dringen aus weiter Ferne an mein Ohr.

Sie kommen nicht an. Sie sind wie ein Hall.

Ich kann mich kaum artikulieren. Ich habe vergessen wie es geht.

Einzelne Wort verlassen ihrgendwie meinen Mund.

Ich kann mich kaum artikulieren. Ich habe vergessen wie es geht.

Einzelne Wort verlassen irgendwie meinen Mund.

Ich versinke immer wieder im völligen Nichts.

Ich starre in die Gegend und sehe nichts.

Ich bin in der Dunkelheit gefangen, kein Licht ist da.

Es ist wie eine langanhaltende Dissoziation.

Ich sehe, ich höre, aber ich kann kaum reagieren und wirklich verstehen.

In meinen Beinen ist keine Kraft und ich habe kein Vertrauen zu ihnen.

Jeder Schritt ist schwer und unsicher.

Ich bin eine kraftlose Gummipuppe.

Nichts ist mehr da. Keine Kraft, kein Gefühl, keine Emotion, kein Antrieb.

Ich sitze da, einfach da. Aber ich bin nicht in dieser Welt.

 

 

Michael hat Angst. Ich habe Angst. - Notruf am späten Abend.

Hallo …. Fragen, Fragen.... ich kann nicht.

Alles wie aus weiter Fernen, Michael übernimmt.

Notarzt. Hallo …. Fragen, Fragen... ich versuche zu antworten, Michael übernimmt.

Wir können nichts feststellen. Wir nehmen an, es ist psychisch.

Wir bringen sie in ein Krankenhaus um es diagnostisch zu klären.

Ich sitze, im Schlafanzug, angeschnallt im Auto und fahre endlos durch die Nacht.

Wohin, ist mir egal. Ich kann nicht. Ich bin nicht wirklich anwesend.

Klinik. Fragen, Diagnostik, Psychiater. Ich bin so müde, doch es wird besser.

 

Nach ein paar Stunden.

Ich kann wieder antworten, doch ich bin so müde und kraftlos.

Ich darf wieder nach Hause.

 

Endlich darf ich wieder schlafen. Nur schlafen.

 

 

Heute stehe ich auf. Allein.

Es ist noch da. Ich bin so müde und so kraftlos.

In mir summseln die Nerven, mein Kopf ist im „ ich weiß nicht wo“.

Es ist wie im Glashaus, ohne Tür und Fenster.

Ich höre, ich sehe und doch ist es nur ein fast lautloser Film.

Nichts kommt an, in mir. Es ist so leer in mir. Ich bin so teilnahmslos.

Jeder Schritt ist schwer. Jedes sprechen ist schwer.

Nur die Gedanken fließen und ich schreibe mit.

Mein Kaffee schmeckt nicht. Die Zigarette qualmt vor sich hin.

Ich zwinge mich zu essen, wenigsten nen Keks.

Ich zwinge mich zu trinken, wenigstens 3 Schluck Wasser, immer wieder.

Ich bin nur ein Irgendwas.

Ohne Kraft, ohne Gefühl, unheimlich müde und leer.

Gähnende Leere und ich weiß nicht warum.

 

Ich hab nur ein Ziel, am 18. will ich nach Dänemark.

Ich bin keine Gefahr für mich selbst.

Ich will leben und deshalb passe ich auf mich auf.