Traumatherapie - Mein innerer Kritiker - Sicherheit finden - Mein Leben unter Hochspannung und ohne Sicherheit

Traumatherapie - Mein innerer Kritiker

Es ist wie mit der Pusteblume, die ich so liebe. Immer wenn sie, für mich, am Schönsten ist und ihre Schirmchenpracht zeigt, kommt der Wind oder ein Mensch, der ihre Schirmchen in alle Winde verteilt und die Schirmchenblüte damit beendet. Dann steht sie da, auf ihrem Stengel, ganz ohne Schirmchen und niemand beachtet sie mehr.  


Einen sicheren Ort gibt es nicht, für mich. Mein innerer Kritiker hat die Macht.

Natürlich, das ist der Lauf der Natur, es ist für sie wichtig, dass ihre Schirmchen fliegen und an irgendeiner Stelle landen, um im nächsten Jahr, wieder neu zu blühen und Schirmchen zu bilden. Darüber hinaus bringt sie Kindern und Erwachsenen mit ihren Schirmchen auch Freude. Es ist ihr Leben.

 

Aber es ist nicht mein Leben. Natürlich habe ich auch vielen Menschen Freude gemacht. Den einem Freude über meine Empathie und Unterstützung und dem anderen die Freude mich zu demütigen und zu verletzen. Diese ständige Zerstörung hat mich kaputt gemacht und mir die Depression gebracht. Hat mir den Glauben an mich selbst zerstört. Hat meinen Glauben an das Gute im Menschen zerstört.

Auf der Suche nach Sicherheit

Als Kind versuchte ich alles richtig zu machen. um Häme und Ohrfeigen zu vermeiden.

 

Als Jugendliche dachte ich die richtige Ausbildung zum machen. 

 

 

 

Ich heiratete einen Mann, der immer lieb zu mir war. 

 

 

 

 

Ich bekam mein erstes Kind. Mein ganzes Glück und mein Halt im Leben. 

 

Ich bekam noch ein Kind von ihm, einen Jungen. Ich glaubte nun würde alles gut, jetzt hatte er seinen Stammhalter. 

 

Ich kam heraus aus dieser Hölle und ging eine neue Beziehung ein. Ein liebevoller Mann, der zwei Jahre auf mich gewartet hatte, mir zur Seite stand und mir half. Ich bekam ein Kind von ihm. 

 

Ich heiratete einen weichen lieben Mann. 15 Jahre Ehe, in der ich für ihn und meine Kinder alles trug. Ich hatte ein Leben mit zwei Kindern und einem erwachsenem Kind. Doch es war gut für mich. 

 

Ich hatte für mich einen wundervollen Job, in dem ich mit Menschen arbeiten, sie begleiten, fördern oder unterstützen konnte, ich versuchte alles perfekt zu machen und gab mein ganzes Herz.

 

Ich glaubte mein Bestes für meine Kinder zu geben, glaubte daran vieles richtig gemacht zu haben. 

 

 

Ich habe einen liebevollen Umgang mit meinem Sohn. Wir sind ehrlich miteinander und er erzählt mir heute, wie er sein Leben empfunden hat, zeigt mir damit meine Fehler, ohne Vorwurf.

 

Ich ging eine neue Beziehung ein, mit einem wundervollen Menschen. 

 

 

Nun bin ich mit dem wundervollsten Menschen verheitet. Er hat es geschafft, gesund zu werden und mich in sein Leben einzubinden, mit seiner ganzen Liebe und Wertschätzung. 

 

Ich dachte, ich würde nun gut genug sein, auch für seine 3 Kinder. Gut genug, um respektiert zu werden. 

 

 

Ich habe mein Leben lang versucht perfekt zu sein, gut genug zu sein für meine Eltern. Ich habe ein Leben lang auf Zuneigung, Liebe und Verständnis gehofft. 

 

Sicherheit ist zerstört

Es funktionierte nicht, es gab immer einen Anlass mir Fehler aufzulisten ...

 

Die Ausbildung war richtig, doch der Ort/das System waren falsch – ich war dort nicht richtig, nicht gut genug, nur das Kind aus einer kinderreichen armen Familie.

 

Nach der Hochzeit, weit weg von den Eltern, fiel die Maske. Er missbrauchte mich psychisch wie körperlich, nichts konnte ich richtig machen, ich war nicht gut genug.

 

Es starb mit 2 Jahren. Ihr Herz war zu krank und meine Hölle wurde noch schlimmer.

 

Nein, meine Hölle wurde noch schlimmer.

 

 

 

Da fiel die Maske. Ich war nicht mehr gut genug und meinen Sohn konnte er nicht mehr akzeptieren. Ich verließ ihn, bevor er mich schlug.

 

 

Eines Morgens ging er zur Arbeit und kam nicht wieder nach Hause. Keine Adresse, kein Zettel. Nur das Minus auf dem Konto lies er zurück.

 

 

Es war nicht richtig, ich war nicht gut genug und hielt jahrelanges Bossing aus und später noch Mobbing dazu.

 

 

Doch meine Tochter brach den Kontakt vollständig ab.  

 

 

Es tut mir sehr weh, aber ich habe mein Bestes geben, ich wusste es nicht anders. Er ist ebenfalls sehr depressiv und das macht mir Angst ihn zu verlieren

 

Er liebte mich, doch er schaffte es nicht, mich in sein Leben einzubinden. Ich war hilflos und allein mit meiner Liebe zu ihm.

 

Ich aber habe Angst, dass er stirbt, weil er 7 Jahre älter als ich bin. Ich habe Angst ihn zu verlieren, weil er es mit mir nicht mehr aushält.

 

 

Seine Tochter ignoriert mich bei Problemen. Sie spricht nicht mit mir darüber und findet auch keinen Weg die Situation zu beenden. Ich habe den Kontakt auf ein Minimum eingeschränkt.

 

Ich habe es nicht geschafft. Ich war für sie nie gut genug. Ich konnte es, für sie, einfach nicht richtig machen. Mein Vater starb vor mehreren Jahren. Zu meiner Mutter brach ich den Kontakt im vergangenem Jahr vollständig ab. Sie starb in diesem Jahr und niemand teilte mir den Termin ihrer Beerdigung mit. Es kam nur ein Brief vom Notar, der mir bestätigte, dass ich nicht zu dieser Familie gehörte. 


Dänemark war für mich immer ein sicherer Ort. Weit weg aus meiner Welt. Weit weg von Funk und Fernsehen. Weit weg von den Menschen, die mich jagten. Dort war die Welt immer in Ordnung. Dort gab es fast nie Streit und ich konnte meine Sorgen vergessen, für eine begrenzte Zeit. Es war immer, wie ein Ausstieg aus der wirklichen Welt für mich. Doch ich musste zurück in meine Welt, irgendwann war jeder Urlaub zu Ende.

Einen sicheren Ort? Einen sicheren Ort gab und gibt es für mich nicht. Jeder Zeit kann meine Welt zusammenbrechen und ich bin allein. Ich muss jeden Tag kämpfen, kämpfen für eine Stück Normalität in meinem Leben. Ich gebe alles und noch mehr dafür endlich wieder gesund zu werden. Für mich und Michael. Wenn es ihn nicht geben würde, in meinem Leben, würde ich nicht mehr kämpfen. Mein Leben wäre sinnlos.

 

Ich kann also gar nicht entspannen. Immer wenn ich mir sicher war, endlich Halt im Leben zu haben, endlich auf dem richtigen Weg zu sein und entspannter durch das Leben ging, endete es mit einem Knall. Ich denke deshalb ist der innere Kritiker so stark und hat so viel Macht über mich. Er verhindert meine Entspannung. Deshalb geht es mir zu Zeit so schlecht. Er will nicht, dass ich in den Urlaub fahre. Mein sicheres Zuhause verlasse, um meine Seele baumeln zu lassen, in Dänemark. Dänemark ist eine Gefahr für ihn.

 

 

Ich hoffe sehr ich kann ihn zu Hause vergessen. Ich hoffe sehr, ich schaffe es, ohne ihn in den Urlaub zu fahren. Dann ganz sicher, ich werde nach Dänemark fahren.