Ergotherapie - Nach 3 Wochen die erste Stunde. Es ist wie ein Neubeginn. Sehr schwierig und Dissoziationen bleiben nicht aus.

Ergotherapie-Stunde nach dem Urlaub

Das beste an der Ergotherapie-Stunde heute war, dass mein Aschenbecher fertig war. Er ist toll geworden und ich bin sehr zufrieden damit. Ja, auch stolz darauf. Als Aschenbecher eigentlich zu schade. Lach.

Die Ergotherapiestunde heute war grauselig. Schon die fünf Minuten vor Beginn der Stunde, im Warteraum, brachten mich an meine Grenzen. Wir sind nur 4 Personen, aber eine von uns war heute, oder ist immer so drauf, in Bestform. Sie erzählte und erzählte und erzählte. Ich hatte Mühe zuzuhören, ihren Gedankengängen zu folgen und einfach nur diese Unruhe auszuhalten. Es lag sicher auch an der Art und Weise wie sie erzählt. Sie ist so glücklich, dass sie ihre Neuigkeiten jemandem erzählen kann. Ich war aber schnell sehr genervt, blieb aber still nach außen. Innerlich surrten meine Nervenstränge zum verrückt werden.

 

In der Stunde war sie dann beschäftigt. Aber nun waren wir vier hier zusammen und am liebsten wäre ich nach Hause gegangen. Natürlich blieb die erste Dissoziation nicht aus und es folgten im Verlauf der Stunde noch zwei. Dann kamen die Geräusche hinzu. Das sägen von Holz und das unangekündigte schlagen vom Ton. Jedes Mal fuhr ich vor Schreck fast aus der Haut.

 

Ich konzentrierte mich heute auf das bemalen meiner Enten, die ihren ersten Brand hinter sich haben und alle heil geblieben sind. Ich stand innerlich total unter Hochspannung und meine Beine wackelten dermaßen, dass ich die Bemalung an diese Bewegungen anglich. Das heißt ich vermied gerade und genaue Linien. Sie waren heute absolut unmöglich. Ich denke, dass es nicht schlimm ist und die Enten trotzdem lustig werden. Ich war sehr froh als die Stunde um war. Ich war als erste fertig mit aufräumen, wünschte ein schönes Wochenende und war weg.

 

Danach gehe ich immer in der Seidnitz-Galerie, beim Fleischer, Mittag essen. Heute machte ich gar nicht erst den Versuch. Ich war einfach nur froh nach Hause gehen zu können, weit weg von dem Gewusel und dem Krach. 

 

Ich habe es geschafft! Ich war dort, habe kreativ gearbeitet und das Gewusel ausgehalten! Das habe ich gut gemacht!