Altenberg, da wo Winter ist. Ein grauer nebelverhangener Sonntag-Nachmittag, mit Überraschung.

Altenberg/Erzgebirge

Sonntag-Morgen, es ist Schnee gefallen, in Dresden. Wir entschließen uns nach Altenberg zu fahren. Dort hin, wo sicher genug Schnee liegt, um einen Ausflug in den Winter zu erleben. Altenberg ist über die Autobahn, in 45min zu erreichen. Der Tag bleibt grau und Nebelverhangen. Immer wieder senken sich dicke Nebelschwaden über den Ort. Trotzdem verbringen wir einen wunderschönen Nachmittag im winterlichen Altenberg.


Geschichtliches

Nachdem Bergleute mit dem Abbau von Zinnseifen begonnen hatten, entdeckten sie zuerst die Vorkommen um Zinnwald (1378 urkundlich erwähnt), bevor sie um 1440 in Altenberg fündig wurden. Die Lagerstätte, der sogenannte Zwitterstock, erwies sich im Laufe der Jahrhunderte als bedeutendste Zinnlagerstätte Mitteleuropas. Im unmittelbaren Umfeld der zahllosen kleinen Zechen, in denen die Förderung begann, entstand Altenberg als Streusiedlung der Bergleute.

Als Stadt wurde Altenberg 1489 als „uf dem Aldenberge“ und 1534 als „zum Aldenbergk“ erwähnt. 

Seit dem 18./19. Jahrhundert ergänzten verschiedene Heimarbeiten (Holzspielzeug- und Strohblumenproduktion) die Erwerbsmöglichkeiten im Bergbau. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Altenberg aufgrund der schneesicheren Lage und der guten Erreichbarkeit zum Wintersportzentrum im Osterzgebirge. Vom 9. bis 14. Februar 1937 fanden in Altenberg die Deutschen Ski-Meisterschaften statt.

In den letzten Kriegstagen etwa drei Viertel des historischen Stadtzentrums zerstört. Unter den vernichteten Bürgerhäusern waren zahlreiche charakteristische Bauten des 17. und 18. Jahrhunderts.

Nachdem der Bergbau 1991 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt worden war, konzentrierte sich der Ort verstärkt auf den Fremdenverkehr und das Erholungs- und Kurwesen. Im Jahr 2004 wurde der Stadt das Prädikat Kneippkurort verliehen. Altenberg hat sich zu einem bedeutenden Wintersportzentrum im Osterzgebirge entwickelt, seit 1982 existiert eine Rennschlitten- und Bobbahn. (Quelle: Wikipedia)

Ski und Rodel gut

Konditorei "Buntes Häusel"

Das kunterbunte und märchenhafte Café kann man nicht übersehen. Es liegt an der Hauptverkehrsstraße und unweit der Ski- und Rodelhänge. Wie die deutlichen Hinweise schon sagen, sollte man bei einem Besuch Zeit mitbringen. Das Cafe´ist auch innen wirklich toll. Wir haben Eis und Kaffee bestellt. Bis zur Bestellung 20 min, bis zum Eis 20 min, Kaffee dann 10 min später. Eis, Kaffee aber auch Kuchen ist sehr zu empfehlen, wenn man genug Ruhe hat, um die Wartezeiten zu überbrücken.

Pension und Gaststätte "Zum Erzgebirge"

Noch ein kunterbuntes Haus, verziert mit typischen Spielzeug- und Trachten-Figuren des Erzgebirges. Der Willkommensspruch hat mir gut gefallen. Andere Sprüche dagegen haben mich unsicher gemacht. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Sie waren mir zu "deutsch". 

Das Bergbaumuseum Altenberg

Auf unserem Bummel durch die Straßen, entdeckten wir das Hinweisschild zum Bergbaumuseum. Leider waren wir für eine Führung bzw. die Stollen-Besichtigung 5min zu spät. Das Außengelände hat uns sehr beeindruckt. Wir werden sicher noch einmal wieder kommen, dann aber bevor das Museum schließt. 

Glück Auf !

Unser Museum bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über die 550-jährige Geschichte des Altenberger Zinnerzbergbaus, deren Ursprung in der Zeit um 1440 liegt und die erst im Jahr 1991 mit der Stillegung des Bergbaus endete. In unseren Besichtigungsbereichen Neubeschert-Glück-Stollen, Historische Zinnwäsche, Freiflächenausstellung, Pingenbesichtigung und Bergbaulehrpfad erleben Sie ein breites Spektrum der bergmännischen Tätigkeit von der jahrhundertealten Erzgewinnung unter Tage bis hin zur neuzeitlichen Erzaufbereitung. Lassen Sie sich in die harte und gefahrvolle, doch aber faszinierende Arbeitswelt der Altenberger Bergleute entführen...

Die Auffahrung des Stollens wurde ursprünglich im Jahre 1802 begonnen zur Erkundung eines tieferen Niveaus der Zinnerzgruben im Bergbaugebiet am "Neufang" östlich der Altenberger Pinge.

1849 wurde der Bergbau im "Neubeschert-Glück-Stollen" eingestellt.

Heute kann der fast waagerecht in den Berg hineinführende Grubenbau über eine Länge von 200 Metern als Schaustollen besichtigt werden.

Sage vom Fündigwerden

Die Sage berichtet, daß ein Köhler beim Beräumen seines Meilers "berglauteres" Zinn fand. Er hatte seinen Meiler unvermutet auf einem mächtigen flachen Erzgang errichtet. Durch die Hitze des Meilers sei aus den Steinen, die er als Unterlage verwendete, Zinn ausgeschmolzen. Die Kunde vom Erzfund verbreitete sich schnell und lockte viele in- und ausländische Bergleute an diesen Ort, die den Bergbau zu einer schnellen Blüte brachten. 

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag

Samstag, Sonntag und Feiertag 10 - 16 Uhr

Freitag geschlossen

Die letzte Führung im Schaustollen beginnt 15.30 Uhr.

 

Hinweise

  • Wir empfehlen warme Kleidung und festes Schuhwerk, da die Temperatur im Sommer und im Winter im Stollen 8°C - 10°C beträgt.
  • Die Führung im Schaustollen dauert etwa 45 Minuten,
  • die Führung in der Zinnwäsche ca. 30 Minuten.
  • Parkplatz für PKW und Busse in direkter Museumsnähe.
  • Bergbauliteratur, Ansichtskarten und Souvenirs an der Museumskasse

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