01.04.2018-Reisebericht - Ostertage in Mainz

Ostertage in Mainz

Mainz – 4 Tage bei den Kindern, in Mainz-Laubenheim.

Ein guter Ausgangsort für Touren in die schöne Umgebung. Zugegeben eine Tour war nicht in unmittelbarer Nähe, aber trotzdem schön.

 

Wir sind unterwegs in Wiesbaden, Andernach und Rüdesheim - im Niederwald, in der Fasanerie, auf dem historischen Ostermarkt und auf dem Flughafen.

 

Karfreitag, vor dem Aufstehen, in den Osterurlaub zu starten, war eine gute Wahl. Die Autobahnen waren recht ruhig und so kamen wir am späten Mittag in Mainz an. Wir hatte also noch Zeit die Sonne, dieses Tages, zu genießen.  

Tier & Pflanzenpark Fasanerie

Tier- & Pflanzenpark Fasanerie, in Wiesbaden war unser Ziel. „Einst ein Gehege für fürstliche Jagden, ist das 25 Hektar große Areal, heute ein beliebter Erholungsort. 40 einheimische Haus-und Waldtiere, vom Hausschwein, Huhn bis Wolf und Bär haben hier ihre naturnahen Gehege. Landschaftlich gibt es hier Wiesen, Wald, Gewässer sowie exotische und heimische Pflanzen und auch Mammutbäume. Für Kinder gibt es eine Wasserspielplatz und Spielgeräte.“  

Das Gelände ist zu unserer Verwunderung kostenfrei zu betreten. Auf Grund es Wetters waren die Anlage sehr gut besucht. Dem „Rundgang“ entsprechend bummelten wir durch den Park. Der gesamte Park sowie die Gehege sind sehr naturbelassen. Das heißt manchmal hatten wir den Eindruck von ungepflegt und wüßt – ein Urwald eben. Es ging „Berg“ auf und „Berg“ ab und von verschiedenen Standorten aus, hatten wir einen guten Ausblick über große Gehege, Wald und Wiesen. Die Gehege sind so groß, dass wir es schwer hatten, auch die Tiere zu sehen. So manches Tier war nicht zu entdecken. Besonders traurig war unsere Enkeltochter, das die Wölfe, keine Lust auf Zuschauer hatten und irgendwo im Unterholz versteckt lagen und uns sicher beobachteten. Ein Bär lag müde unter einem Baum, Hirsche hatten erste Frühlingsgefühle, Wildschweine hatten schon Junge und die Füchse lagen in der Sonne. Landschaftlich war es noch trist, da das wundervolle Grün der Natur noch fehlte. Es war ein empfehlenswerter Sonnen- Nachmittags-Spaziergang im Wald mit der Beobachtung von dem einen oder anderen Tier.   

Andernach - Kaltwasser-Geysir

Auch am Ostersamstag zeigte sich das Wetter von seiner sonnigen Seite. Heute war unser Ziel Andernach – der höchste Kaltwasser-Geysir der Welt. Eine kurze Schifffahrt auf dem Rhein zum Naturschutzgebiet „Namedyer Werth“ und ein kurzer Weg, an einer kleinen Kapelle vorbei, brachte uns zum Zielpunkt. Eine unscheinbare Insel, mit einem unscheinbaren Platz an dessen Rand ein Haufen Steine aufgeschichtet lag, die das Ausgangsrohr des Geysirs verbargen. Die Leute verteilten sich auf dem Gelände und so mancher ging mit dem Parkführer bis direkt zum Geysir. Ich blieb in sicherer Entfernung und guter Fotoperspektive. „Etwa alle zwei Stunden steigt eine beeindruckende Wasserfontäne bis zu 60 Meter hoch in den Himmel, angetrieben durch vulkanisches Kohlenstoffdioxid.“ Mit einer kleinen unscheinbaren Wassserfontäne begann der Ausbruch. Schnell begann die Fontäne an Höhe zu gewinnen und so mancher Neurgierige wurde naß. Nach ca. 10 min war das beeindruckende Spektakel vorbei. Eine Kerze in der Kapelle anzünden und schon mussten wir zurück auf den Dampfer, der nicht auf Bummelanten wartet. Wieder an Land besichtigten wir noch die Ausstellung im Geysir-Zentrum, welches sich gegenüber der Dampferanlegestelle befindet. Vom Steinbruch aus führte eine Fahrstuhlfahrt, „4000 m“ hinab zum Ausgangspunkt des Geysirs (laut Anzeige), in die obere Etage zur Ausstellung. Hier gab es Wissenswertes rund um den Geysir. Im Anschluss bummelten wir eine kurze Runde durch die Altstadt. Hier gibt neben engen Gassen einen schönen Marktplatz. Doch die Stadt macht auf uns einen verlassenen Eindruck. Das Bollwerk, die Schlossruine, das Rheintor und das Koblenzer Tor, die Stadtmauer und das Läufkreuz sind herrliche alte Zeitzeugen, der über 2000jährigen Stadt, die mich begeistern. Ein wunderbarer Ausflug bei herrlichem Sonnenschein-Wetter. Sehr empfehlenswert.

Flughafen und Ostermarkt

Der Ostersonntag kam mit kaltem und nassen Wetter daher. Die Männer und unsere Enkelkind entschieden sich daher, zum Flughafen Frankfurt a.M. Zu fahren. Flugzeuge anschauen war angesagt. 45-Minuten-Rundfahrt, dahin wo die Flugzeuge starten und landen.

Am Nachmittag fuhren wir alle gemeinsam nach Wiesbaden, in den Ortsteil Mainz-Kastell, auf den „Historischen Ostermarkt“. Dieser findet alljährlich in den Innenhöfen der „Reduit“(hist. Kaserne) statt. Die historischen Gemäuer waren ein ansprechender Rahmen für die vielen unterschiedlichen mittelalterlichen Marktstände, Bühnen und Gelage. Auch das Heimatmuseum im Reduit konnte kostenfrei besucht werden. An Kartoffelkringeln und Fladenbrot kamen wir nicht vorbei. Lecker.

Kurz entschlossen, erweiterten wir unseren Ausflug. Wir entschlossen uns auch den Mainzer Jahrmarkt, am anderen Rheinufer zu besuchen. Dazu mussten wir nur über die Theodor-Heus-Brücke laufen. Witzig. Auf halber Strecke kommen wir am Ortsausgangsschild Mainz-Kastell und dem Ortseingangsschild Mainz vorbei. So einfach ist es also von Wiesbaden nach Mainz, von der Landeshauptstadt Hessen hinüber zur Landeshauptstadt Rheinland Pfalz, zu laufen. Mir war der Jahrmarkt zu laut und zu wuselig. Ich drehte um und ging zurück zum Reduit und genoss eine ruhige Zeit, am Ufer des Rhein, auf einer Bank. Alle anderen vergnügten sich eine Stunde auf dem Jahrmarkt. Schön wars.

Niederwald-Wanderung

Am Ostermontag machte der Frühling seinem Namen alle Ehre. Er kam mit Sonne und Wärme. Wir fuhren nach Rüdesheim. Heute wollten wir ein kleines Stück UNESCO-Weltkulturerbe Rheingau erwandern. In Rüdesheim, raubte uns die Parkplatzsuche (sehr begrenzt) die Zeit. Auf den letzten Drücker bestiegen wir den Dampfer, der uns nach Assmannshausen brachte. Mit dem Sessellift (für mich gar nicht lustig) ging es hinauf zum Jagdschloss Niederwald. Von dort aus führte ein guter und ebener Wanderweg zum Niederwald-Denkmal. Aus dem Wald heraus öffnet sich ein großer offener Platz. Dessen Mittelpunkt ist das monumentale Gedenkbauwerk – 38,18 Meter hoch und 75 Tonnen schwer - aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs. Von hier aus haben wir einen wunderbaren Blick über die Weinberge hinunter nach Rüdesheim und hinüber auf Bingen, sowie den Rhein der munter durch das Tal fließt. Mit der Kabinenseilbahn geht es, über die Weinberge hinunter, zurück nach Rüdesheim. Jetzt war Kaffeezeit – Belohnungszeit angesagt. Lecker heiße Waffeln, mit Erdbeeren, Eis und Sahne waren unsere Wahl. Durch die Drosselgasse ging es zurück zum Auto. Ein wundervoller Tag, im wundervollen Rheingau.

Und schon war unser Osterurlaub vorbei. Schön wars. Familienzeit ist immer eine Reise wert.

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