Dänemark-Djursland-Ebeltoft-Fregatte Jylland - 100 Jahre alt und wundervoll restauriert liegt sie im Hafen von Ebeltoft und begrüßt alle Besucher der Stadt

Fregatte Jylland von 1860

Mit ihren 102 Metern Länge von der Bugspitze bis Achtern, 44 Kanonen an Bord und 57 m Masthöhe ist Fregatten Jylland ein Erlebnis, das sowohl Platz wie auch Unterhaltung für die ganze Familie bietet. Die Ausstellungshalle bietet die Möglichkeit, sich in die spannende Geschichte zu vertiefen, und an Bord wird die Geschichte dann lebendig, wenn die Museumsführer erzählen, welche dramatischen Ereignisse sich auf dem Schiff, das später sowohl Königsschiff wie auch Sommerferienquartier für Schulkinder aus der Provinz wurde, abgespielt haben. Heute ist das Segelschiff sorgfältig restauriert und wartet darauf, in Ebeltoft Besucher zu empfangen. In genauso prächtigem und guten Zustand, wie an jenem Tag im Maj 1864, als die Fregatte bei Helgoland auf ihre Feinde traf.Es gibt jede Möglichkeiten, aktiv zu werden und das Leben zu See vor über 100 Jahren auszuprobieren. Gehen Sie auf große Fahrt mit Europas Schwiegervater, König Christian dem IX und seiner zahlreichen Familie. Die Ausstellung öffnet im Sommer 2016.

Textquelle: http://www.fregatten-jylland.dk/

Praktische Infos

Öffnungszeiten:23/6 - 2/9 - 10:00 - 18:00 und 03/9 - 28/10 - 10:00 - 16:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene: 125 DKK 

Parkplätze: kostenlos - in der Nähe des Eingangs zur Fregatte Jütland.

Homepage: http://www.fregatten-jylland.dk/

Sonstiges: Der Eintrittspreis beträgt 20% Rabatt auf den Eintritt in Glasmuseet Ebeltoft und Ree Park Safari innerhalb einer Woche. Eine Woche lang kann man die Jylland jeden Tag besuchen.

Herzlich Willkommen auf dem längsten Holzschiff der Welt.

1997 war ich schon einmal in Ebeltoft und auf der Jylland, meine Spannung war hoch. Es hat sich viel verändert, rund um die Altstadt und den Liegeplatz der „Jylland“ – Museums-3 Master-Segler. Aus dem einfachen Liegeplatz ist ein riesiger Museumshafen geworden. Museumsgebäude, Kinderspielplatz, Museumshafen und Restaurationswerkstatt ergänzen heute das Museumsschiff. Auch auf dem Schiff an sich hat sich viel verändert. Über vier Etagen können wir das Schiff erkunden. Wir kommen aus dem staunen nicht heraus. Matrosen-Puppen machen vieles eindringlich sichtbar. Ob es der Koch ist, oder die Matrosen die Kanonen laden oder die „Operation“ von verletzten Matrosen bis hin zu laut schnarchenden schlafenden Matrosen, alle haben ein anderes Gesicht. Jede Figur hat hier eine Seele, so scheint es mir. Ich bin begeistert. Gigantisch ist auch, zu sehen wie viel schweres Holz so ein Schiffsrumpf hat, wie riesig die Eisenkettenglieder der Ankerketten sind oder wie dick und schwer die Taue waren. Wie viel Kraft, wie viele Matrosen es wohl brauchte, um so einen Anker zu lichten? Sie hatten hier einen Knochenjob und ein Hundeleben. Daneben schauten wir in kleine Einzelkajüten ohne Fenster, in „herrschaftliche“ Kajüten und sahen die großen Hängematten-Mannschaftsunterkunft. Die spartanische große Mannschaftsmesse und die herrschaftliche Messe. Das Schiffsmuseum ist rundherum einfach fantastisch.  

Es gibt täglich verschieden Vorführungen und in den Schulferien auch Aktionen auf und um das Schiff. Auch das Hafengelände ist toll und lädt zum verweilen ein. Ein Besuch ist unbedingt empfehlenswert.

Die Fregatte wurde 1856 bis 1860 in Kopenhagen auf der Marinebasis Holmen gebaut. Am 9. Mai 1864 nahm sie im Rahmen des Deutsch-Dänischen Krieges an dem Seegefecht bei Helgoland auf dänischer Seite teil. Nach Ende des Krieges 1866 wurde sie mehrfach wechselnd als Exerzierschiff und für zahlreiche Fahrten eingesetzt. Zusätzlich diente sie repräsentativen Zwecken; so wurde sie 1874 und 1886 als Schiff des dänischen Königs Christian IX. genutzt und eskortierte diesen 1880 auf der Yacht Dannebrog. 1887 schied die Fregatte aus dem aktiven Dienst aus.

Ab 1925 wurde von verschiedenen Vereinen und Initiativen die Erhaltung der Jylland angestrebt und unterstützt, was die Abwrackung des Schiffes verhindern konnte. 1930 erfolgte eine Instandsetzung. Von 1934 bis 1949 lag sie in Holmen und diente als Jugendherberge. 1960 kam die Fregatte als Wrack nach Ebeltoft. 1979 ging die Fregatte in Stiftungseigentum über. Diese Stiftung organisierte eine Spendensammlung und konnte den dänischen Reeder Arnold Mærsk Mc-Kinney Møller als Hauptförderer gewinnen. Nach dem Bau des Trockendocks wurde das Schiff darin ab 1984 umfassend renoviert, so dass unter anderem ein Kielbruch endlich beseitigt werden konnte.

Seit 1994 steht die Jylland als Museum für Besichtigungen offen. Sie ist Teil eines maritimen Museums, das rund um das Trockendock, in dem sie liegt, aufgebaut wurde. In diesem Museum werden Teile ihrer Geschichte, aber auch andere geschichtsrelevante maritime Ereignisse dargestellt. 

Die Jylland war die letzte aus Eichenholz gebaute (Schrauben-)Fregatte der dänischen Marine, die zudem noch mit ursprünglich 44 Vorderladerkanonen bewaffnet wurde. Gegen einen Befall mit dem Schiffsbohrwurm und ähnlichem wurde der Rumpf unterhalb der Wasserlinie mit Kupferplatten verkleidet. 

Als Vollschiff hat sie drei vollständig rahgetakelte Masten. Sie war zusätzlich mit einer heute nicht mehr an Bord befindlichen Dampfmaschine ausgestattet, die dem Schiff insbesondere im Gefechtsfall und in engen Gewässern wie z. B. Häfen einen windunabhängigen Einsatz ermöglichte.

Mit dem Maschinenantrieb konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 12 Knoten erreicht werden, wobei der Vorrat an Kohlen einen etwa siebentägigen Einsatz ermöglichte. Um den Strömungswiderstand des Schiffes im Wasser zu reduzieren, konnte die zweiflügelige Schiffsschraube ausgekuppelt und über die Wasserlinie gezogen werden. Unter Segeln – zwischen 2000 und 3000 m² Segel konnten gesetzt werden – konnte eine Geschwindigkeit von 15 Knoten erreicht werden.

Technisch war die Jylland zum Zeitpunkt ihres Stapellaufes bereits veraltet, da zu dieser Zeit der Bau von Kriegsschiffen aus Holz zugunsten des Baus aus Stahl (oder mit einer Panzerung aus Stahl) und die Vorderladerkanone durch die Hinterladerkanoneabgelöst wurden.

Ich freue mich, dass du meine Fotos angeschaut hast. Gern kannst du einen Kommentar oder Gruß hinterlassen. Liebe Grüße Heike

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