Gastbeitrag: Bußgeldkatalog Dänemark von Laura Gosemann - Bußgeldkatalog.de

Bußgeldkatalog Dänemark

Die wichtigsten Verkehrsregeln im Überblick

Dänemark wird als Urlaubsland immer beliebter. So erreichte es im Jahr 2017 mit 52,6 Millionen Übernachtungen Rekordzahlen für den dänischen Tourismus. Besonders bei den Deutschen ist das Königreich als nördlicher Nachbar ein häufiges Reiseziel, da es flexibel mit dem eigenen Auto zu erreichen ist. Allerdings sollten sich Reisende vorab mit den in Dänemark geltenden Verkehrsregeln vertraut machen, denn ein Bußgeld kann auch nach der Rückkehr ins Heimatland noch vollstreckt werden.

 

Bußgeldbescheid aus Dänemark: Muss er in Deutschland bezahlt werden?

Obwohl Dänemark sich vertraglich das Recht vorbehalten hat, die Gemeinschaftswährung Euro nicht einzuführen – dort wird noch immer mit dänischen Kronen (DKK) bezahlt –, ist das Land doch Mitglied in der EU. Aus diesem Grund können Bußgeldbescheide aus Dänemark auch hierzulande vollstreckt werden. Dabei gilt eine Bagatellgrenze in Höhe von 70 Euro, das bedeutet, Bußgelder unter diesem Betrag müssen nicht beglichen werden.

 

Zu beachten ist hierbei allerdings, dass die aufkommenden Verfahrensgebühren in Deutschland in dieser Grenze mit eingeschlossen sind. Liegt der Bußgeldbescheid also bei 60 Euro und es kommen Verfahrensgebühren von 20 Euro hinzu, überschreitet die Summe die Bagatellgrenze und die Strafzahlung muss trotzdem beglichen werden.

 

Bußgeldkatalog: Welche Geschwindigkeiten sind in Dänemark einzuhalten?

Innerorts dürfen Sie in Dänemark mit dem Pkw – ebenso wie in Deutschland – maximal 50 km/h fahren. Außerorts liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung etwas niedriger als bei uns: Es gilt auf dänischen Landstraßen ein Tempolimit von 80 km/h.

 

Allerdings fällt dort das Bußgeld infolge von Geschwindigkeitsüberschreitungen auch etwas höher aus als hierzulande. So werden ab einer Übertretung von 20 km/h bereits mindestens 135 Euro erhoben. Wer sogar 50 km/h zu schnell fährt, muss mit Strafzahlungen in Höhe von 300 Euro und mehr rechnen.

 

Auf Autobahnen sind die Geschwindigkeiten in der Regel nicht freigegeben. Stattdessen sind maximal 130 km/h mit dem Pkw gestattet. Um Großstädte wie Kopenhagen herum gilt allerdings eine niedrigere Geschwindigkeitsvorgabe von maximal 110 km/h.

 

Wichtige abweichende Verkehrsregeln im Vergleich zu Deutschland

Einige Vorschriften in Dänemark unterscheiden sich von den unsrigen. Dazu gehört vor allem die Regelung zum Tagfahrlicht. Während dies in Deutschland nicht zwingend gefordert ist, müssen in Dänemark alle Fahrzeuge auch tagsüber mindestens mit Abblendlicht fahren. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von etwa 70 Euro.

 

Straßeneinmündungen bieten oftmals ein hohes Unfallrisiko, da Unklarheiten in Bezug auf die Vorfahrtsregelung bestehen, sofern keine Beschilderung vorliegt. In Dänemark ist dies aber eindeutig festgelegt: Auf der Fahrbahn befinden sich weiße dreieckige Markierungen, welche Haifischzähne genannt werden, wenn bei Straßeneinmündungen die Vorfahrt zu beachten ist.

 

Kommt es auf der Autobahn zu einem Stau, ist dies in Dänemark mit Warnblinklicht dem nachfolgenden Verkehr anzuzeigen, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Auch in Deutschland wird zu dieser Maßnahme geraten, oftmals wird sie aber nicht befolgt. Wer sich in Dänemark nicht an die Vorgabe erhält, muss dagegen mit einem hohen Bußgeld rechnen.

 

Achtung: Alkohol am Steuer führt zum Verlust des Fahrzeugs

Die Promillegrenze liegt in Dänemark ebenso wie in Deutschland bei 0,5 Promille. Die Sanktionen fallen dort aber um ein Vielfaches höher aus. Ab einem Blutalkoholwert von 2,0 Promille wird sogar das Fahrzeug konfisziert und anschließend versteigert. Der daraus erzielte Gewinn wird der Staatskasse gutgeschrieben. Urlauber in Dänemark sollten daher unbedingt auf Alkoholgenuss vor dem Autofahren verzichten.

 

Auf der kostenfreien Ratgeberseite www.bussgeldkatalog.de finden Sie einen Überblick zu den weiteren Bußgeldern in Dänemark, z.B. wie viel Sie bei einem Rotlichtverstoß oder mit dem Handy am Steuer zahlen müssen.

 

Laura Gosmann

www.bussgeldkatalog.de 

 

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