Barockes Saturnfest Schloss Burgk-Freital. Wunderschön restauriertes Schloss, toller Schlosspark und Barockfest nicht überlaufen.

Barockes Saturnfest auf Schloss Burgk

Kurzgeschichte Schloss Burgk

Aufgrund gesicherter Baubefunde des Schlosses können Teile des Erdgeschosses und die Kellergewölbe in die Zeit der Renaissance (um 1580) eingeordnet werden. Das Adelsgeschlecht von Zeutsch erwarb das Schloss und übte von 1507 bis 1742 die Gerichtsherrschaft in Großburgk aus.[2]Christine Eleonore von Zeutsch, Gemahlin des Fürsten Johann Ludwig I. von Anhalt-Zerbst, war die Großmutter der Zarin Katharina II., an deren Vorfahren die Denkmalhalle der Döhlener Kirche erinnert. Am 26. Juni 1707 brannte das gesamte Rittergut nieder, wurde aber in den Jahren 1708 und 1709 durch Caspar Heinrich von Zeutzschen wiedererrichtet.[3]

1768 erwarb der Sekretär der sächsischen Kommerziendeputation und Senator Carl Gottfried Dathe (1722–1802) das Rittergut mit den dazugehörigen Steinkohlefeldern, die seit mindestens 1542 bekannt waren. Das Herrenhaus und die umliegenden Gebäude wurden um 1800 umgebaut.[3] Die 1819 gegründeten Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerke führten unter Leitung von Dathes Enkel Carl Friedrich August Freiherr Dathe von Burgk zu einer Modernisierung und Ausweitung des Steinkohlenbergbaus im Döhlener Becken. Der Festsaal von 1828 ist im klassizistischen Stil ausgestattet. Dathe von Burgk ließ das Herrenhaus 1846 erneut umbauen, zierliche Giebel und einen schlanken Dachreiter aufsetzen. Das Gartenzimmer ist mit einer Tapete von Zuber et Cie ausgestattet.

Nach Dathes Tod wurde das Schloss nicht mehr ständig bewohnt. Die Steinkohlenwerke hatten bis zum Konkurs des Unternehmens 1930 ihren Sitz auf Schloss Burgk. Infolge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone wurde die letzte Besitzerin, Elisabeth von Boxdorf, geb. Freiin Dathe von Burgk, enteignet.

Nach der Stadtgründung Freitals 1921 beschloss das Stadtparlament 1923, ein Museum zu errichten. Am Aufbau des Museums war der Maler Karl Hanusch beteiligt. Nachdem der Standort des Museums mehrere Male wechselte, wurden 1946 nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Räumlichkeiten des Schlosses Burgk bezogen.

Quelle: Wikipedia

Barockes Saturnfest

Eintritt: 6,00 Euro inkl. Ausstellungsbesuch

Im Jahr 1719 fand als krönender Abschluss der dreiwöchigen Hochzeits-Feierlichkeiten für August III. – dem Sohn Augusts des Starken – ein Großes Saturnus-Fest im Plauenschen Grund statt. Der 300. Jahrestag dieser Festivität ist der Anlass dafür, dass die Stadt Freital mit einer historischen Veranstaltung auf Schloss Burgk daran erinnert.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Tradition des Bergbaus auf dem heutigen Freitaler Gebiet, die bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht. Die Besucher erleben einen großen historischen Bergaufzug mit der „Seiffener Berg- und Hüttenknappschaft“, deren Mitglieder Uniformen tragen, die exakt dem Original von 1719 nachgearbeitet wurden. Musikalisch begleitet werden sie dabei von der „Bergkapelle Seiffen“, die ebenfalls in original barocker Bergbau-Tradition gewandet ist.

Natürlich sind auch 2019 die Sächsischen Majestäten Gastgeber dieser Festivität. Und so begrüßen die Gäste Kurfürst August der Starke mit der Gräfin von Dönhoff an seiner Seite, denn die Cosel war damals bereits auf die Feste Stolpen „verbracht“... Der Bräutigam, Prinz August III., erscheint mit seiner Braut Maria Josepha von Österreich. Dazu gesellen sich über 20 weitere Mitglieder des Sächsischen Hofstaates. Sie nehmen an der Kurfürstlichen Festtafel Platz, die nach historischem Vorbild A-förmig („A“ wie August) aufgestellt ist.

 

Auch der „Königlich-Kurfürstliche Hoftaschenspieler“ – so wie sich Hofnarr Joseph Fröhlich offiziell nennen durfte – ist eingeladen. Er wird mit seinen kecken Sprüchen keinen verschonen und hat das berühmte „Schokoladenmädchen“ aus der Dresdner Galerie mitgebracht. Aber er ist bei weitem nicht der Einzige, der allen auf dem Platze Freude bereiten will, denn auch der Jongleur „Gabriel der Feuerengel“ wird die Besucher begeistern. Und der Narr „Laut'nHals“ wird gemeinsam mit seiner Konkubine Sylvia als barockes Paar zu erleben sein, wobei beide ständig ihre losen Zungen gegeneinander wetzen – aber das tun sie auch gegen alle und alles andere. Und als „höhere“ Kultur gesellt sich dazu das barocke Stelzen-Theater „Zirkus Spontanelli“.

Der gesamte Schlosshof wird in eine große „Spielwiese“ verwandelt, denn hier werden zwölf barocke Holz-Spieltische aufgebaut, an denen die Besucher ihre Geschicklichkeit probieren können. Hier mischen sich alle barocken Hofleute unter „ihr“ Volk – und wer will nicht schon mal der Sieger gegen August den Starken sein? Außerdem können sich alle eine Münze als Andenken beim „Münzer zu Görlitz“ selber prägen.

„Fressen & Saufen“ waren immer wichtiger Bestandteil höfischer Feste und deshalb soll natürlich auch auf Schloss Burgk niemand darben müssen. Historischen Tavernen und Brätereien fahren alles auf, wonach Kehlen und Wänste lechzen…

Textquelle und Info unter: https://www.freital.de/Kultur-Tourismus/Feste-Veranstaltungen

 

Im schönen Schlosspark unterwegs

Der Schlosspark mit einer kleinen Teichanlage, die von Lärchen, Platanen und Ginkgobäumen umgeben ist, befindet sich südlich und östlich des Herrenhauses. Das Mundloch des heutigen Besucherbergwerks befindet sich ebenfalls im Schlosspark. Neben vielen Skulpturen befindet sich im Burgker Schlosspark auch das Rotkopf-Görg-Denkmal, das 1861 eingeweiht wurde. Es ist der Sagengestalt Rotkopf Görg gewidmet, dem am Windberg ein Berggeist erschienen sein soll. Dieser forderte den armen Musikanten Rotkopf Görg auf, im Schloss des Berggeistes, verborgen im nahe gelegenen Windberg, zum Tanz aufzuspielen. Er willigte ein, als Belohnung bekam er vom Berggeist seinen Hut mit Kohlen gefüllt. Rotkopf Görg wusste damit jedoch nichts anzufangen und schüttete sie vor seinem Haus aus. Am nächsten Tag bemerkte er, dass sich ein kleiner Kohleklumpen in seinem Hut verfangen hatte, der über Nacht zu Gold geworden war. Die übrigen Kohlen, die er weggeschüttet hatte, sind jedoch zu Asche verfallen.

Quelle: Wikipedia

Im Schlossgarten wurde von 1828 bis 1832 die Tagesstrecke Oberes Revier aufgefahren. Die 1300 Meter lange Strecke diente als Fahr- und Wetterstolln der Steinkohlenwerke des Oberen Reviers der Freiherrlich von Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerke. 1835 wurde er bis zum Fußpunkt des Fortunaschachts und kurz darauf bis zum Neuhoffnungsschacht am Windberg erweitert. Bis 1870 war der Stolln die einzige Fahrung für die zum Teil weit entfernten Schächte, über die die gesamte Belegschaft zu Fuß ein- und ausfahren musste. Sie nutzten eine Steilstrecke im Kräutergarten, die heute verwahrt ist. Große Bedeutung hatte die Tagestrecke Oberes Revier zudem als Einzugsstrecke für Frischwetter in die Grubengebäude. Bei der Schlagwetterexplosion im Segen-Gottes- und Neuhoffnungsschacht am 2. August 1869 kamen die drei Bergleute Carl Eduard Hermann, Wilhelm August Brückner und Robert Büttner durch die Tagesstrecke Oberes Revier unverletzt ins Freie.

Quelle: Wikipedia

Im Museum Schloss Burgk

Die Städtischen Sammlungen Freital gehören heute zu den größten nichtstaatlichen Museen des Freistaates Sachsen. Einen bedeutenden Schwerpunkt setzen zwei hochkarätige Sammlungen zur sächsischen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Städtische Kunstsammlung zeigt Werke die im Zeitraum von etwa 1890 bis 1950 entstanden sind. Glanzpunkte bilden neun Gemälde von Otto Dix. Auch der gesamte Umkreis des Künstlers ist mit Werken von Wilhelm Lachnit, Pol Cassel, Conrad Felixmüller, Otto Lange, Curt Querner, Ewald Schönberg und vielen anderen hervorragend vertreten. Die Lehrer der Dix-Generation werden durch bedeutende Werke von Carl Bantzer, Gotthardt Kuehl, Richard Müller, Sascha Schneider, Ludwig von Hofmann und Oskar Zwintscher vorgestellt.

Quelle: https://www.freital.de/Kultur-Tourismus/Kultureinrichtungen/St%C3%A4dtische-Sammlungen

Ausstellung - Stiftung Friedrich Pappermann

Als 1993 die Stiftung Friedrich Pappermann (1909-1995), im Freitaler Schloss Burgk erstmals ihre Pforten öffnete, ging ein Staunen durch die großen Besucherscharen, welch künstlerischen Reichtum die Privatsammlung des Dresdner Stifters  in sich barg.  

Seine Sammeltätigkeit begann er 1953, als es ihm gelang, von der Ehefrau des Kunsthistorikers Hermann Voss, der von 1943 bis 1945 die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden geleitet hatte, sieben Bilder italienischer Barockkünstler zu erwerben. Dies gab für ihn den Anstoß, mit dem Sammeln fortzufahren, obwohl seine finanziellen Mittel beschränkt waren, nachdem er 1956 seine lukrative Stelle als Betriebsdirektor verloren hatte, weil er sich nicht enger an die SED hatte binden wollen. Trotzdem gelang es ihm in den Folgejahren eine beachtliche Kunstsammlung mit Werken des 16. bis 20. Jahrhunderts aufzubauen. Die Objekte stammten dabei überwiegend aus Kunsthandlungen und Privatsammlungen in Dresden. Ein Schwerpunkt seiner Sammlung war die Dresdner Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Weitere Werke gehörten der italienischen Malerei des 17. bis 18. Jahrhunderts und der niederländischen und belgischen Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts an.

 

Im Ganzen trug er bis zu seinem Tod rund 300 Ölgemälde und 1000 Zeichnungen, Aquarelle und Grafiken zusammen. Zu den besonderen Raritäten der Pappermannschen Sammlung zählt die Dresdner Malerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert, insbesondere von Künstlern der „Goppelner Gruppe“, zu der sich um die Jahrhundertwende impressionistische Freiluftmaler wie Wilhelm Claudius und Robert Sterl zusammenschlossen. Weitere Raritäten sind Gemälde von Fritz Beckert und Werner Haselhuhn sowie Werke aus dem Nachlass der Maler Ludwig von Hofmann und Ferdinand Pauwels. 

Quelle: Wikipedia


Adresse:

Schloss Burgk 

Altburgk 61

01705 Freital

 

Öffnungszeit Museum

Dienstag - Freitag: 12:00 - 16:00 Uhr

Samstag, Sonntag und Feiertag: 10:00 - 17:00 Uhr

  

Mein - Merktermine:

Besucherbergwerk

April - Oktober

Dienstag und Donnerstag: 13:00 - 16:00 Uhr

1. Sonntag im Monat: 10:00 - 16:00 Uhr - November - März geschlossen

 

Der „Freitaler Schlossadvent“

öffnet wieder am 30.11. und 01.12.2019 sowie am 07.12. und 08.12.2019, dann zum bereits zehnten Jahrgang. 

Ausstellung » Weihnachten auf Schloss Burgk

Besonders in der kalten und finsteren Zeit, um das traute Weihnachtsfest, wenn der lang ersehnte Schnee endlich die Lande deckt, dann, ja dann verwandelt sich Schloss Burgk mit seinem weitläufigen Park und seinem geräumigen Schlosshof in ein winterliches Zauberschloss am Fuße des Windbergs. Reizvolle Ausstellungen, der traditionelle Weihnachtsmarkt, der Stollenduft, der aus dem Schlosscafé dringt, alles stimmt mit Bedacht auf das schönste Fest des Jahres ein. Bergmännische Tradition trifft ebenso auf Moderne, wie Kitsch auf Kunst. Oder aber es begegnen sich der abgeliebte Teddybär und das reizende Püppchen in dessen Stube. 

Auch in diesem Jahr wird es wieder so manche Besonderheit zu bestaunen geben. Ob für Jung oder Alt - so manche Überraschung harrt der Besucher aus Nah und Fern. Doch soll hier noch nicht alles verraten werden - denn auch das Geheimnisvolle gehört zur schönsten Zeit des Jahres. 

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