Militärhistorisches Museum der Bundeswehr in Dresden.

Impressionen aus dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr gehört zu den bedeutendsten Geschichtsmuseen Europas. Im Zentrum der Ausstellung stehen der Mensch und die Frage nach den Ursachen und Folgen von Krieg und Gewalt. Über 10.000 Exponate erzählen bewegende Geschichten von 1300 bis heute. Sie werden umrahmt von der einzigartigen Architektur des Stararchitekten Daniel Libeskind. Sein keilförmiger Neubau durchbricht die Fassade eines ursprünglichen Arsenalgebäudes aus dem 19. Jahrhundert. Licht- und Schattenstrukturen des Hauses verweisen auf die wechselvolle deutsche Militärgeschichte.

Adresse / Anfahrt

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Olbrichtplatz 2

01099 Dresden

Haltestelle: "Stauffenbergallee" (Linie 7 / 8, Bus 64)

Eintritt: Nur 5,00 Euro

Diese Museum ist einen Besuch wert. Wir haben uns nur einen Teil angeschaut und wissen wir werden noch einmal wiederkommen. Wir waren von der Größe und Vielfalt der Ausstellungen überrascht. Heute hatten wir noch andere Pläne. Sehr beeindruckend und interessant.

Architektur

Daniel Libeskind ist prägend für die Architekturgeschichte des 21. Jahrhunderts. Mit seinem Entwurf für den Neubau des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr kann die deutsche Museumslandschaft auf einen weiteren symbolträchtigen Bau schauen, den der Architekt selbst als bislang reinsten Libeskindbau bezeichnet. Der Dresdner Keil reiht sich in eine Reihe weltbekannter Libeskindmuseen, wie dem Jüdischen Museum Berlin oder dem Imperial War Museum Manchester, ein.

Der keilförmige, asymmetrische Neubau durchdringt den massiven, klassisch gegliederten Altbau. Eine transparente Fassade aus Metalllamellen überlagert den historischen Baukörper. Der Neubau stellt einen Einschnitt, eine Störung in das Gebäude dar und verändert nicht nur die äußere Gestalt, sondern auch das innere Raumgefüge grundlegend. Seine Räume folgen ihrer Funktion und stehen in klarem Kontrast zu dem starren, horizontal ausgerichteten Säulenraster des Altbaus. Immer wieder durchbricht der Neubau den Altbau und eröffnet dem Besucher auf allen Ebenen überraschende, räumliche Verschränkungen und Ausblicke. Mit insgesamt 20.000 m² Ausstellungsfläche wird das MHM zum größten Museum in Deutschland.

Der chronologische Rundgang beginnt im Westflügel des Erdgeschosses im Altbau mit der Ausstellung zum „Spätmittelalter bis 1914“. Er ist unterteilt in die Epochen 1300-1500, 1500–1806, 1806–1914. Das erste Kabinett widmet sich dem Thema „Gewalt im Mittelalter“. Über das Söldner- und Landsknechtswesen und den großen Bauernkrieg gelangt der Besucher zu weiteren Themen der Epoche der Frühen Neuzeit: Dem Dreißigjährigen Krieg, den Türkenkriegen auf dem Balkan und den Kabinettskriegen des 18. Jahrhunderts. 

 

Weitere Themen im chronologischen Rundgang sind „Militärtechnik und -taktik vom 16. bis 19. Jahrhundert“, „die Ökonomie des Krieges vom 17. bis 19. Jahrhundert“ und „Militär und Gesellschaft: 

Der Rundgang führt den Besucher über die napoleonischen Kriege, die 1848er Revolution und die deutschen Reichseinigungskriege in die Gesellschaft des Kaiserreiches und die zunehmende Militarisierung von Staat und Gesellschaft. 

Mit dem Fahrstuhl oder über das historische Treppenhaus gelangt der Besucher in den Ausstellungsbereich der Weltkriege „1914 bis 1945“. Das Militärhistorische Museum folgt hier modernen Forschungsansätzen und begreift diese Epoche verdichteter Gewalt als "Zeitalter der Weltkriege". Entwicklungslinien, Kontinuitäten und Brüche, Selbst- und Fremdbilder werden so erfahrbar. 

 

 

 

Zum ersten Mal sah ich 1975 bei einem Besuch im KZ Buchenwald solche Schuhe. Dort waren sie in der Effektenkammer auf einem riesigem Haufen geworfen. Nach der Wende, bei einem weiteren Besuch, gab es diese Schuhhaufen nicht mehr, die Effektenkammern waren leer. Das ganze KZ war umgestaltet worden und man hat den Schrecken und das Grauen relativiert. Begründung auf Nachfrage: "Man könne es der Psyche der Menschen nicht zumuten". Heute stand ich hier und das Grauen war wieder da. Ich denke nur so, versteht man was die Geschichte uns sagt.

Dresden-Blick

Außenanlagen

Die Außenanlagen spiegeln das Gestaltungskonzept der Ausstellung. Sie werden zugleich zu Schauflächen: Vor dem westlichen Seitenflügel wird der Kalte Krieg mit der  Blockkonfrontation NATO und Warschauer Pakt durch Gefechtsfahrzeuge der Bundeswehr und der NVA in Szene gesetzt. Vor dem östlichen Seitenflügel soll auf die Einsätze der Bundeswehr verwiesen werden. 

Textquelle: https://www.mhmbw.de/

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