Depression

Depression · 2021/08/19
Vorwort: In meinem stationären Aufenthalt in der Klinik Weißer Hirsch, war malen mein absoluter Skill, um meine schweren, traurigen, tot-müden Gedanken zu verbannen. Mein Mann konnte gar nicht so schnell Holz verarbeiten, wie ich es bemalte. In einer Durststrecke, nahm ich das was da war - Marmeladengläser. Ich bemalte den Deckel und das Glas und machte daraus Glücksmomente-Gläser. Diese stellte ich auf den Küchenwagen, zum mitnehmen für andere Patienten und legte meinen Text dazu. Es...

Depression · 2021/08/18
Ich bin deine stolze Mum Du bist mein Sohn. MEIN! Sohn, nicht weil ich dich besitzen möchte. Ich bin deine Mum, du der Sohn dazu. Ich liebe dieses Wort, seit dem ich es kenne, durch dich. Ich bin dankbar dafür deine Mum sein zu dürfen. Ich bin stolz darauf deine Mum zu sein. Stolz darauf, so einen Sohn wie dich zu haben.
Depression · 2021/08/18
Gefühle sind wieder sorgsam versteckt. Versteckt im Irgendwo. Die zarten Bande zwischen Emotion und Gefühl gerissen. Erinnerung wie es einmal war. Erinnerung wie schon mal war. Zurück gestoßen in „die leere Kiste, die denken kann“. Die Seele schützt sich, wenn sie kann. So einfach. So schwer. So hart. Leben ohne Gefühle ist, nicht Leben. Nur überleben.
Depression · 2021/08/18
Heute saß ich hier und sprach von meinen Gefühlen. Gefühlen? Eher davon, dass die Gefühle nicht da sind. Ich kann die Welt erobern und denke ich freu mich. Und doch ist da nur die gähnende bleierne Leere in mir. Diese einfache Nichts, ob so oder so. Die Gefühle kommen nicht an. Der Weg ist gesperrt. Ich bin gefangen im Netz der negativen Gedanken. Im Netz der widerkehrenden eigenen Abwertung. Im Netz der Selbstignoranz und Wut auf mich selbst.
Depression · 2021/08/18
Ein Tag neigt sich dem Ende entgegen. Die Sonne gibt dem Abend die Wärme. Heute habe ich mich gefreut. Ein Tag mit wundervollen Nachrichten. Am Morgen die Nachricht, es kommt Besuch. Raten muss ich nicht, da es nur einen Menschen gibt, in meiner Welt, der einfach mal so da ist. Der einfach mal vorbei kommt. Meine beste Freundin Conny, nur sie kann es sein. Wenig später eine Nachricht aus Dänemark.

Depression · 2021/08/18
Am Morgen klingelt mich der Wecker aus dem Schlaf. Endlich die Nacht vorbei. Endlich die Traum-Suche beendet. Bin auf der Suche und weiß nicht wonach. Ich irre umher, in einem Meer von Türen. Türen öffnen sich und gehen ins Leere. Türen sind verschlossen, kein Schlüssel passt ins Schlüsselloch. Endlose Gänge, endlos viele Türen. Der Wecker beendet meine Endlos-Sucherei.

Depression · 2019/08/15
Im Zwiegespräch mit meinen Gedanken und Erkenntnissen. Meine Therapiestunden waren immer Lehr- und Lernstunde, Auseinandersetzung mit mir selbst, der tiefe Blick auf mich selbst, Stunden der Wahrheiten und Stunden der Erkenntnisse. So manches mal kämpfte ich noch hinter her lange, mit einem Thema. Doch am Ende blieb mir immer der Schritt nach vorn. Einer und noch einer und noch einer. Therapie ist Kraft-raubend & Seelenbalsam. Therapie ist kein Zirkus. Therapie braucht dein ganzes ICH! Es...
Depression · 2018/09/05
Ja was mache ich eigentlich? Ich versuche wieder einmal in den Tag zu kommen und das ist heute einmal mehr unbeschreiblich schwer. Jetzt, ohne Risperidon, sind meine Tage und mein Lebensrhythmus anders. Mit Risperidon waren alle Tage gleich schwer. Es gab nur wenige Tag die gut waren, aber nie leicht. Alles, jeder Schritt, jedes Wort, jede Tat alles war anstrengend und im Gefühlsnichts. Ich war zugedröht und kalt gestellt. Jetzt sind die Tage wie auf einer Achterbahn. Mal bin ich oben, mal...
Depression · 2018/09/04
Gestern wars, ich hab's bemerkt, da kamst du einfach so vorbei geschlendert. Du warst einfach da. Gefühl, du fehltest mir so. Gestern wars. Ich wachte auf und war fröhlich im Herzen. Der Himmel leuchtete in seinem schönsten blau und die Vögel sangen ihre herrlichsten Lieder. Ich lag einfach so da. Einfach so und war froh. Ich schaute meinem schlafenden Mann, neben mir zu, einfach so und voller Liebe im Herzen. Ich sah in sein schlafendes Gesicht, sah seinen Mund, seine Nase, einfach sein...
Depression · 2018/09/03
Es gibt Tage da tobt der Krieg in mir. Die Nase voll, von all den Geschichten in der Welt. Nichts hören von den Menschen in dieser Welt: die Kriege, Todschlag, Missgunst und Erpressung verbreiten und daran verdienen, die anderen Menschen das Leben zur Hölle machen, die alles nehmen und nichts geben, die hinter dem Rücken zu erzählen wissen, die Politik machen und denken kleine Leute sind dumm, die Gesetze machen für Reiche und bestimmen wie die Welt sich dreht. Nichts hören von Menschen...

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