Cottbus

Cottbus, niedersorbisch Chóśebuz, ist eine kreisfreie Stadt im Land Brandenburg. Nach dessen Landeshauptstadt Potsdam ist sie die zweitgrößte Stadt und neben Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) eines der vier Oberzentren des Landes. Obwohl in Cottbus selbst nur eine kleine sorbische Minderheit wohnt, gilt sie als das politische und kulturelle Zentrum der Sorben in der Niederlausitz. 

Die Cottbuser Siedlungsgeschichte im heutigen Altstadtgebiet kann fast 2000 Jahre zurückverfolgt werden. Im 3. und 4. Jahrhundert siedelten sich im Altstadtbereich germanische Siedler an.

Seit dem 6. Jahrhundert wanderten aus dem Südosten slawische Stämme in das Gebiet zwischen Elbe/Saale und Oder ein. Im 8. Jahrhundert folgten die Lusitzi, ein westslawischer Stamm. Sie erbauten auf einer Talsandinsel am Westufer der Spree einen mittelslawischen Burgwall. Im Schutze der slawischen Burg legten die Wenden eine Vorburgsiedlung an, die sich im 11. und 12. Jahrhundert zu einer frühstädtischen Siedlung entwickelte.

Am 30. November 1156 fand der Name „Cottbus“ seine erste urkundliche Erwähnung. Die Stadtrechte scheint Cottbus zwischen 1216 und 1225 erhalten zu haben.

Quelle: wikipedia


Oberkirche St. Nikolai

Im Jahre 1156 wird die Oberkirche erstmals erwähnt. Von einem kleineren Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert wurden bei Renovierungsarbeiten im Jahre 1910 Reste gefunden. Die heutige Kirche entstand ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die Bauzeit ging bis in das 16. Jahrhundert hinein. Vermutlich wurde die Kirche in drei Abschnitten errichtet. In den Jahren 1910 bis 1911 wurde die Kirche umfassend renoviert. Während des Zweiten Weltkrieges ist die Kirche im Jahr 1945 ausgebrannt. 1946 stürzten weitere Teile der Kirche ein. Die Kirche wurde dann wieder aufgebaut, um das Jahr 1960 war das Dach fertig. 1965 wurde das letzte Fenster eingebaut.

Der Altmarkt

Der Altmarkt mit Marktbrunnen war einst wichtiger Handelsplatz, ursprünglich mit Fachwerkhäusern umbaut. Heute ist er von Bürgerhäusern im Barockstil umgeben.

Die Stadtmauer

Der 31 m hohe Spremberger Turm wurde im 13. Jahrhundert als Teil der 1.200 m langen Wehranlage erbaut und bildet mit Bastei und Torhaus das südliche Stadttor. Die Zinnenkrone erhielt er in den Jahren 1823 bis 1825. Der Münzturm ist der älteste Turm der Stadt. Die „Herren von Cottbus“ ließen hier wahrscheinlich schon 1483 den Cottbuser Heller mit dem Cottbuser Wappentier, dem Krebs, prägen. Türme, Tore und Wiekhäuser entlang der mittelalterlichen Stadtmauer lassen den Grundriss der Altstadt erkennen. Die Lindenpforte entstand, um schneller von der Altstadt den Markt in der Neustadt erreichen zu können. Dazu wurde im Jahre 1879 der Mauerturm in der Mauerstraße durchbrochen.