Faaborg

Der Stadtname Foburgh, wovon man annimmt dass er Fuchsburg bedeutet, wird erstmals im Jahre 1229 erwähnt. Der König Valdemar Sejr hatte seiner portugiesischen Schwiegertochter Prinzessin Eleonora, Faaborg als Morgengabe geschenkt! Die kleinen gemütlichen Gassen und Straßen der alten Seehandelsstadt sind gut erhalten geblieben. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Glockenturm, mit seinen ältesten Teilen aus dem 15. Jahrhundert.

 

Die Sonne begleitete uns auch an diesem Tag wieder, auf dem Weg nach Faaborg. Angekommen parkten wir am Hafen. Achtung das Schild, zum Parkplatz mit zeitlicher Begrenzung, steht sehr unauffällig weit hinten. Also Parkscheibe stellen nicht vergessen.

 

Da wir schon mal am Hafen waren, haben wir uns gleich dort umgeschaut. Die Hafenanlage ist groß. Fischerboote, Segeljachten, Marineboot, Rettungsboot und einen Lastkahn lagen dort vor Anker. Wir bummelten zum „Faaborg Räucherei Café“. Der Duft erzählte uns von frischem Fisch. Von hier aus hatten wir faszinierende Aussichten auf die Silhouette der Stadt, die malerisch vor uns lag. Kleine Fischerhütten erzählten vom harten Fischerleben. Reusen und große Netze träumten vom großen Fang.

 

In Faaborg ist der Weg vom Hafen in die Altstadt sehr kurz, nur einmal die Straße queren. Faaborg hat wunderschöne alte Fachwerkhäuser, eins schöner als das andere. Der große Marktplatz ist umgeben von historischen Gebäuden. Das alte Gefängnis ist heute Museum und davor steht ein Holzpranger. „Das blaue Haus“ fiel uns sofort ins Auge, nicht nur weil es dort Softeis gab. Pause. Softeis schleckern. Danach schlenderten wir die Einkaufsstraße hinunter, ohne Hast und Eile. Viele Lokale und Cafés luden zum verweilen ein. Die kleinen alten Gassen mit großen und kleinen Gebäuden zogen uns, auch hier, in ihren Bann. Schönstes Fachwerk konnten wir dort bestaunen.

 

An zwei riesigen Fachwerkhäusern vorbei, durch eine schmale Gasse erreichten wir wieder den Hafen. Wir hatten Hunger und über einen kleine Holzbrücke, an der ein restauriertes Wikingerboot lag, erreichten wir den Hafengrillkiosk. Polsemix und Fisch war unser Begehren. Lecker war es nicht, leider.

Obwohl gut besucht, würden wir den Hafengrillkiosk niemandem empfehlen.

 

Ein schöner Tag, in einer schönen Stadt, ging zu Ende.

 

Heike Pfennig

09.09.2016 


Im Hafen

Lustwandeln in hyggeligen Gassen