Middelfart

Die kleine Stadt, ist es, die uns auf Fünen, als erstes begrüßt. Sie liegt direkt an der kleinen Beltbrücke. Middelfart erhält im Jahre 1231 seinen ehemaligen Namen Melfar (heißt: das Gewässer in dem man durch fährt). 1496 erhielt Middelfart vom dänischen König Johann die Marktrechte verliehen. Das älteste Haus, erbaut 1575, ist das Museum „Henner Friisers Haus“. 1836 gab es ein erstes Hafenbecken. 1935 wurde die erste Brücke über das kleine Belt und 1970 eine zweite Brücke eröffnet. Das kleine Belt hat einen großen Bestand an Schweinswalen, die seit 1967 in Dänemark geschützt sind.

 

Wir erreichten die Stadt über zwei Kreisel und parkten am Kwickly. Kwickly ist ein guter Einkaufsmarkt, der uns für die nächsten zwei Wochen, mit allem versorgte was wir benötigen. Vor dort aus gingen wir die Straße hinab und kamen in die Einkaufsstraße. Wir bummelten sie entlang, schauten in die kleinen Geschäfte hier und da. Immer wieder gaben schmale Gassen den Blick auf den Hafen frei.

 

Unser eigentliches Ziel war aber erst einmal die Altstadt. Wir gingen, am Ende der Fußgängerzone, einfach der Dannebrog nach und erreichten die Sct. Nikolai Kirche, die 1200 erbaut wurde. Ein Blick hinein lohnt sich.

 

Vom Kirchenvorplatz hatten wir einen schönen Blick auf das älteste Haus von Middelfart, ein wundervoller roter Fachwerkbau. Wir gingen aber nach links, am Walfängerbrunnen vorbei, in die schönen Altstadtgassen. Ja, das ist Dänemark wie wir es lieben. Kleine bunte Häuser reihen sich hier, in Kopfsteinpflasterstraßen, aneinander und strömen ihr hyggeliges Flair aus. Rosen blühen hier in allen Farben vor dem Haus. Wunderbar. Nach einen paar Straßen waren wir dann wieder an der Kirche.

 

Jetzt gingen wir die Straße, am Museum vorbei, hinunter zum alten Hafen. Begeisterung pur, schon beim ersten Blick. Im kleine Fischladen, unmittelbar am alten Hafenbecken kauften wir frischen Fisch mit Pommes. Ja, wir hatten Hunger. Sitzgelegenheiten gab es genug. So konnten wir, neben dem alten Fischerboot, mit Blick auf die alten Segler unsere Mittagspause genießen. Frisch gestärkt und frohen Mutes wanderten wir nun die Mole entlang, bestaunten die alten Segler und die wundervolle Aussicht auf die kleine Beltbrücke. Am Ende der Mole hatten wir den schönsten Blick, hin auf die Stadt über das Hafenbecken.

 

Auf unserem Rückweg, am Hafengelände entlang entdeckten wir, dass auch in Dänemark in Wassernähe, hässliche Bauklötzchenhäuser mit Eigentumswohnung gebaut werden. Wir finden es schade, da es so wenig hyggelig ist.

 

Heike Pfennig

05.09.2016


Fotoimpressionen aus Middelfart



Im wunderschönen hyggeligen Hafen