Insel Langeland 2016

1. Tour - Von Rudköbing über Dovn Klint bis Ristinge Strand


Das schöne Sonnenwetter verfolgte uns, zu unserer großen Freude. Heute war die Insel Langeland, im Süden von Fünen gelegen unser Ziel. Sie ist die größte Insel im Südfünischen Inselmeer und über zwei Brücken mit Fünen verbunden.

 

Auf dem Plan standen heute Rudköbing, Dovn Klint, Keldsnor Fyr und Ristinge Klint. Leider ist die Homepage: "Visit – Dänemark" nicht sehr informativ, was Informationen über Rudköbing betrifft. Zu allen anderen Sehenswürdigkeiten fanden wir ein paar Infos. Wir beschlossen, auf Grund einer Empfehlung, trotzdem unseren ersten Stop in Rudköbing zu machen. Wir haben es nicht bereut. Eine kleine Stadt, die alles hat, wie wir es uns wünschen. Eine kleine Einkaufsstraße und viele alte Straßen. Überall wundervolle kleine und größere Fachwerkhäuser, kleine bunte Häuschen und eine schöne Kirche. Wir liefen die kleinen Straßen entlang und staunten hier und schauten dort. Immer wieder begeisterte uns die kleine Stadt. Samstags werden die Geschäfte um 13.00 Uhr geschlossen. Es wird sehr ruhig in den Straßen. Wir waren fast allein unterwegs. So schön, wie im Märchen. Eine Softeispause beendete unseren Aufenthalt in Rudköbing. 

 

 

Dovns Klint, der südlichste Punkt Langelands war nun unser Ziel. Kleine Straßen schlängeln sich über die Insel. Am Wegesrand entdeckten wir einen Dolmen. Pause. Wir wagten nur einen Blick hinein, mit unserer Minitaschenlampe. Zum hinein kriechen war es uns zu niedrig und zu dunkel.  

 

 

Dovns Klint hat einen großen Parkplatz mit einigen Picknickbänken. Wir suchten uns die schönste aus, mit Blick über die Wiese auf das Meer. Mittagspause war angesagt. Mit diesem Aussicht, der lachenden Sonne und dem blauen Himmel über uns, schmeckte es uns gleich noch einmal so gut. 

 

 

Die volle Schönheit dieser Küste sahen wir aber erst, als wir den kleinen Weg zum Strand hinunter gingen. Ja, das war Natur, das war Steilküste – der Ausblick war einfach toll. Begeisterung pur. Dovns Klint ist nicht sehr hoch, doch unbedingt sehenswert. Wir hielten uns erst rechts und wandern an den Steilhängen entlang. Purer Genuss. Am Strand liegen viele Steine, so dass mein Blick auch nach unten ging, auf der Suche nach etwas Besonderem. An diesem Tag hatte ich kein Glück. Auf der anderen Seite des Strandes, kamen wir, an einem Berg riesiger Steinen, nicht vorbei. Der Blick hindurch eröffnete uns die Aussicht auf den Leuchtturm von Keldsnor. Ein Waldweg führt oberhalb der Steine, weiter den Strand entlang. Wir gingen auch hier ein Stück. Doch der Weg bis zum Leuchtturm erschien uns zu weit und zu steinig. 

 

 

Wir fuhren in Richtung Keldsnor Fyr weiter. Es war gar nicht so leicht den Leuchtturm zu finden. Ein kleine Straße brachte uns dann, nach mehreren Irrungen, an unser gewünschtes Ziel. Der Leuchtturm, von 1905, war leider nicht zu besichtigen. Ich war enttäuscht. Durch eine kleine Weidentür, unweit von Kühen und Schafen, gelangten wir an den Kelsnorstrand. Ruhepause mit dem leisen plätschern der stillen Ostsee.

 

 

Weiter fuhren wir in Richtung Ristinge Klint. Wieder führte eine sehr schmale Straße dort hin. Ein großer Parkplatz lies uns anhalten, in der Hoffnung wir wären angekommen. Doch nein, wir waren am Ristinge Strand. Nun war die Luft raus. Nach einem Blick auf den langen Sandstrand und einem Ausblick auf das Ristinge Klint, entschlossen wir uns zur Rückfahrt. Das Ristinge Klint bleibt also weiterhin auf unserer Liste, für einen unserer nächsten Besuche auf Fünen.

 

Hochzufrieden, glücklich und geschafft fuhren wir den weiten Weg nach Hause.

 

10.09.2016 


2. Tour - Von Tranekaer über Lohals nach Hou

Langeland hatte auf unserer ersten Tour so viele schöne Eindrücke hinterlassen, das wir den weiten Weg dorthin noch einmal im Kauf nahmen. Doch an diesem Tag wollten wir den Norden der Insel erkunden. Ein Tour die mehr Frust als Lust brachte und wir wohl die meiste Zeit im Auto verbracht haben.

Die Schloss- oder Burgstadt Tranekaer war unser erstes Ziel. Zu dieser Stadt fanden wir einen interessanten Beitrag auf http://www.langeland.dk. „Tranekaer ist einzigartig in Dänemark … eine Stadt die an deutsche Fürstentümer erinnern sollte ….“ Es wird von vielen denkmalgeschützten Häusern, Kirche, Schloss und Schlossmühle berichtet.

 

 

Die Kirche von Tranekaer begrüßte uns an der Stadteinfahrt, hoch oben vom Hügel strahlte sie in der Sonne. Wir parkten, gleich unterhalb und schauten in das Innere der Kirche. Sie wurde 1450 im gotischen Stil erbaut, ist gelb gekalkt und wurde später mehrfach umgebaut. Im Inneren überzeugt durch ihr schlichtes weiß. Sie hat ein wundervolles Taufbecken, tolle Kerzenleuchter und Segelschiffe hängen von der Decke herab (wie in den meisten dänischen Kirchen). 

 

 

Wir fahren langsam weiter durch den Ort, immer in der Erwartung des Besonderem. Wir sehen das Schloss und schon sind wir daran vorbei. Wir fahren zurück und parken auf einem der großen Parkplätze, unterhalb des Schlosses. Wir sahen ein paar kleine bunte Häuschen am Straßenrand, einen 2 Fachwerkhöfe, ein kleines (geschlossenes) Museum, die (geschlossene) Schlossgaststätte und hoch oben auf dem Hügel das rote imposante Schloss. Das Schloss konnten wir nur von der Straße aus anschauen. Ein Rundgang drum herum war nicht möglich. Ein Spaziergang im Schlosspark wollten wir auch nicht, es sah alles irgendwie nicht einladend aus.

 

Zurück auf dem Parkplatz machten wir, mit erster Frustration eine Kaffeepause. Wir konnten nicht verstehen was an diesem Ort so sehenswert sein sollte. Wir hatten den Eindruck: es gab eine Kirche, drei Häuser, ein Schloss und 3 Spitzbuben.

 

Als wir aus dem Ort heraus fuhren, überraschte uns noch die rote alte Schlossmühle. Sie ist eine holländische Windmühle, erbaut 1846. Auch hier sah alles verlassen aus und wenig einladend. 

 

 

Wir fuhren weiter in Richtung Norden. Lohals ein kleiner Fischerort war nun unser Ziel.

Lohals ist ein Ort der nichts besonderes hat. Einen Hafen mit Miniaturleuchtturm, ein Badehotel, eine kleine Hafenpromenade und vereinzelt einige schöne Häuser, die wir auf unserem kleinen Bummel entdecken. Hinter dem Hafen fanden wir den Badestrand. Ein schöner Sandstrand mit Blick auf die Storebæltbrücke. Ja, irgendwie hatten wir mehr erwartet. Nein, es war nicht das was uns Freude brachte. Durch einen dichten Wald, mit riesigen Bäumen kamen wir später am Leuchtturm Hou an. Der Turm wurde 1982 erbaut, hat eine Höhe von 12 Metern und ist nicht öffentlich zugänglich.

 

Diese Tour war eine Enttäuschung für uns.

12.09.2016