Das Licht im Leben ist da. Immer. Ich muss es nur wieder sehen.

Das Licht im Leben ist da. Immer.

Ich möchte überleben! Leben.

Seit nun schon 7 Jahren gehe ich Schritt für Schritt voran.

Ja, auch Schritte zu zurück, aber nur, um wieder vorwärts zu gehen. Ich lerne mich selbst ganz neu kennen und endlich zu verstehen.

 

So mancher Abgrund in mir lässt mich erschaudern. Lässt mich hadern. Lässt mich zögern. Immer wieder überschreite ich meine Grenzen. Meine eigenen Erwartungen stehen mir oft im Weg. Der innere Kritiker schreit mich an, mal laut und mal leise. Er ist es, der mich aufhalten möchte, weil er Veränderungen fürchtet.

 

 

Ich habe keine Angst vor der Veränderung.

Angst habe ich vor Menschen, Gewimmel, lauten Tönen und so vielem mehr. Die Angst aus der Vergangenheit, die mich im Jetzt behindert.  Sie jagt mich, mal mehr und mal weniger.

 

 

Ich bin auf meinem Weg.

Endlich sehe ich Licht am Horizont, ganz deutlich.

Ich gehe erste deutliche Schritte, zurück in das wirkliche Leben.

In das Leben mit Aktivität, Freude und Emotionen. Endlich.

Wunderbarer Dezember. Glückliche Weihnachten. Toller Jahreswechsel.

 Endlich ich ihm ein Stück näher. Dem Leben. Dem wirklichen Leben.

 

… und dann schlägt mich ein Wort.

 

Erschossen!

 

Es trifft mich unerwartet und hart.

 

Ich weiß nicht mehr was ist. Keine Tränen.

Nur Schmerzen. Schreie – Schmerzensschreie.

Dann wird es still in mir. Sehr still.

Über Tage und Wochen, ich bin nicht wirklich im Leben.

Ich kann nicht denken, nicht weinen, nicht wütend sein.

Ich bin von der Haarspitze bis in der kleinen Zeh voller Nervenspannung.

Eine Therapiesitzung bringt kurzzeitig Entlastung.

Ich fahre ans Meer.

Dorthin wo meine Seele frei ist.

Mich verabschieden, loslassen.

Doch meine Seele explodiert. Mein Magen auch!

Nichts geht mehr. Nichts.

 

Die Tage vergehen irgendwie, mit irgendwas.

Es interessiert mich nicht wirklich.

Ich bin in Gedanken hier und da, schlafe, vergesse das Essen und Trinken.

Antriebslos, Kraftlos, Ideenlos, Interessenlos vergeude ich die Zeit.

In meinem Kopf herrscht Stille, schwere Stille.

Mein Seelenschmerz liegt wie Beton auf meinen Schultern.

Ich kann nicht mehr.

Ich möchte einfach nur sein.

 

Nichts sehen – Nichts hören – Nichts sagen – Nichts fühlen.

 

Nur sein, in Ruhe vor dem Außen.

Ich sitze in meinem Schneckenhaus, das mir Ruhe gibt.

Mich aber auch gefangen hält.

Ich weiß.

Ich habe nicht Kraft heraus zu gehen.

Noch nicht wieder.

 

Ich weiß.

Es kommen wieder andere Tage.

Das Licht ist da, immer.

Ich muss es nur wieder sehen.

Aufgeben ist keine Option.

 

Ich will überleben! Wieder leben!