Mein langer Therapieweg. Ich würde es wieder tun. Aufgeben ist nicht meine Option. Es lohnt sich, für mich.

Mein langer Therapieweg. Ich würde es wieder tun!

Wie alles begann

„Du bist nur noch negativ!“.

Diese Worte brachten mich endlich dazu einige Online-Test-Bogen zur Depression ehrlich auszufüllen. Ich bin gnadenlos durchgefallen. Das heißt, im Ergebnis wurde mir stets ein sofortiger Arztbesuch angeraten.

 

Am 27.05.2011 befolgte ich diesen Rat und ging zum Hausarzt. Dieser schrieb mich sofort lange krank und überwies mich in eine Tagesklinik. Diese wiederum überwies mich in ein Krankenhaus.

 

 

Meine Therapiewege

Im Juli 2011 erfolgten 8 Wochen stationärer Aufenthalt in der Klinik – Abt. Psychiatrie. Ich wurde auf Medikamente eingestellt, die mir halfen wieder in das Leben zu kommen. Anschließend ging ich im September 8 Wochen in eine Tagesklinik für psychische Erkrankungen.

Am Ende des Jahres nahm ich 8 Wochen Rehaklinik in Anspruch. Auf mein Drängen hin, erfolgten diese Aufenthalte sehr schnell hinter einander. Ich wollte schnell gesund werden und wieder arbeiten gehen.

 

 

 

Mein Versuch der Wiedereingliederung misslang. Ich hielt der Belastung nicht stand. Ich hatte vier Monate gekämpft und alle Hinweise meines Therapeuten negiert. Meine Ärztin machte dem Ganzen, dann unmissverständlich, ein Ende.

 

Von Februar 2012 bis Juni 2013 lernte ich in 48 Verhaltenstherapiestunden die Krankheit, meine Belastungsgrenzen und mich selbst neu kennen. Im Juni 2013 meisterte ich den Umzug nach Dresden. Am Ende des Jahres begann ich wieder mit einer Verhaltenstherapie, die bis April 2016 bewilligt wurde, insgesamt noch einmal 60 Stunden.

 

Von Ende Oktober 2016 bis Januar 2017 verbrachte ich 10 Wochen stationär, in einer Traumaklinik.

Ab Februar 2017 nutze ich die ambulante Gruppen-Ergo-Therapie, um meine sozialen Kontaktschwierigkeiten positiv zu verändern. Seit Mai 2017 bin ich nun in einer ambulanten Traumatherapie, zur Stabilisierung für einen weiteren stationären Aufenthalt in der Traumaklinik.

Ich begriff wie wichtig die Pflege der Psyche ist

Ich lernte, das die Psyche, alles aber auch alles im Leben, steuern konnte. Sie hat die Macht, mein Leben absolut zu verändern. Sie hat die Macht mich aus dem Leben heraus zu nehmen.

 

Sie ist verantwortlich für meine Antriebslosigkeit, meine innerliche Leere, die Gefühllosigkeit, die Emotionale Teilnahmslosigkeit, meine Lebensgleichgültigkeit, die minimale Belastbarkeit, die Teilnahmslosigkeit, meine Inaktivität, die Menschenscheue, meine Geräuschempfindlichkeit und meine Angst. Sie hat die Macht all meine unverarbeiteten negativen Erlebnisse im Leben, an die Oberfläche zu holen. Dazu warf sie nochh all meine Ängste, all meine Hilflosigkeit und all mein „Versagen“ über mich.

 

 

Langsam begreife ich, dass meine negativen uralten Glaubenssätze, mein Leben bestimmt haben und mich darüber hinaus auch zu einer leichten Beute für Missbrauch und Ausbeutung gemacht haben. Ich selbst bin dafür verantwortlich. Ich selbst habe es zugelassen.

 

Ich selbst kann es ändern. Ganz langsam, Schritt für Schritt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0