Unterwegs auf dem Frühlingsmarkt

Unterwegs auf den Frühlingsmarkt

Heute hat der Frühlingsmarkt auf dem Neumarkt eröffnet. Weil wir zur Lichtshow der Kulturpalasteröffnung wollten, noch Zeit hatten, nutzten wir die Gelegenheit zum bummeln. Für mich waren nicht die angebotenen Waren interessant. In erster Linie schaute ich nach den Dekorationen und ich fand einige schöne Motive, die mir bestätigten, dass ich auf einem Frühlingsmarkt bin.

Es gibt ein kleine buntes Angebot von Waren, aber der größte Anteil der Büdchen befasst sich mit den Schlemmergelüsten der Menschen. Zu meiner Freude entdeckten wir auch ein Büdchen, dass Baumstriezel anbot. 

Der Baumstriezel 

(ungarisch Kürtőskalács („Schornsteinkuchen“), rumänisch Colac secuiesc oder Cozonac secuiesc, ist ein aus Hefeteig über (meistens) offener Feuerstelle gebackener Kuchen mit Ursprung im südöstlichen Siebenbürgen.

Wegen seiner ähnlichen Form mit dem Baumkuchen, wird der Baumstriezel meist nur irreführend Baumkuchen genannt. Ähnliche Gebäcke sind der slowakische Trdelník sowie der schwedische Spettekaka die beide als Herkunftsbezeichnung geschützt sind. Die Geschichte des Baumstriezels ist wenig erforscht und beschränkt sich auf wenige Informationen. Der Ursprung dieses Rohrkuchens liegt im Burzenland und dem südlichen Szeklerland in Siebenbürgen. Da die Geschichte des Baumstriezels nicht eindeutig ist, wird er sowohl von den Siebenbürger Sachsen als auch von den Szeklern als deren traditionelles Gebäck betrachtet. Der Baumstriezel war das Gebäck für Familienfeste wie Taufen, Hochzeiten, Konfirmationen und andere Feste, wo man die Herstellung nicht scheute, um dieses Gebäck auch frisch zu genießen.