Stadtteil Gruna

Der heutige Stadtteil Gruna wurde im Mittelalter von deutschen Siedlern gegründet und 1370 als Grunow erstmals erwähnt. Der Name bedeutet “Ort in der grünen Aue” und bildete ein Platzdorf mit Block- und Streifenflur. Die ausgedehnte Dorfflur erstreckte sich zwischen der heutigen Winterbergstraße bis zum Striesener Friedhof sowie zwischen Hepkeplatz und Enderstraße. Begrenzt wurde das Gebiet von zwei alten Elbarmen, die später als Gartenland genutzt wurden. 

Veränderungen der Dorfflur erfolgten 1547 durch die Einbeziehung der Felder des untergegangenen Dorfes Praschütz sowie die 1678 vom Kurfürsten erzwungene Abtretung von Flächen zugunsten des Großen Gartens.

Wichtigste Verkehrsverbindung aus der Stadt in Richtung Osten war die Pirnaische Landstraße, deren Verlauf sich noch heute teilweise in der Grunaer Straße und der Bodenbacher Straße erhalten hat. Ein mittelalterliches Sühnekreuz in mitten des Großen Gartens erinnert noch an die einstige Straßenführung. 

Erst nach dem Ersten Weltkrieg verlor der am 1. April 1901 nach Dresden eingemeindete Stadtteil endgültig sein ländliches Bild. 

Durch die Luftangriffe im Februar 1945 wurde auch Gruna schwer in Mitleidenschaft gezogen. 1975/77 wurde die Umgestaltung des Stadtteils mit einem Neubaugebiet an der Zwinglistraße fortgesetzt. Vorrangig entstanden hier fünfgeschossige Plattenbauten, ergänzt um einige Hochhäuser und eine moderne Fußgängerzone mit Läden und Gaststätten. 1999 folgte der Umbau des wichtigen Verkehrsknotenpunktes Zwinglistraße zum neuen Stadtteilzentrum.



FotoSpaz - Rund um die Zwinglistraße in Seidnitz. Zwischen den Plattenbauten, gibt es hier auch Straße mit schönen Villen. Den Frühling habe ich auch gesehen.

Zwingli-, Beil- und Bodenbacher Straße

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