Dresden - Loschwitz

Die Gemeinde Loschwitz entwickelte sich aus einem Rundweiler unmittelbar am Elbufer und ist mit ca. 350 Hektar einer der flächenmäßig größten Stadtteile Dresdens. Der Ort wurde 1315 als Loscuicz urkundlich erwähnt, war jedoch bereits zuvor besiedelt. Neuere Quellen weisen auf eine Ersterwähnung des Dorfes in einer Tauschurkunde des Bischofs von Meißen vom 18. Oktober 1227 hin. Der Ortsname wurde vermutlich vom Ortsgründer Lozek abgeleitet, könnte aber auch auf das slawische Wort Loziza = Weinstock bzw. Leska = Haselnußstrauch zurückgehen.

1785 erwarb die Familie Körner ein Weinberggrundstück in Loschwitz, in dem zeitweise Friedrich Schiller weilte und hier an seinem “Don Carlos” schreib.

Auf dem früheren Weinberg des Grafen Findlater entstanden ab 1850 die drei “Albrechtsschlösser” für den preußischen Prinzen Albrecht, seinen Kammerherren Baron von Stockhausen und den Großkaufmann Souchay. Die Gebäude dominieren bis heute das Panorama dieses Elbeabschnitts und gehören neben dem Blauen Wunder zu den Wahrzeichen von Loschwitz.

Schwer betroffen war das Dorf durch die häufig auftretenden Elbehochfluten, aber auch durch kriegerische Ereignisse. Hochwasserkatastrophen sind in den Chroniken u.a. für 1501, 1530, 1655, 1784, 1799, 1845, 1890 und zuletzt 2002 verzeichnet.

Auch dieser Stadtteil blieb nicht von den Zerstörungen des Luftangriffs 1945 verschont. Die Sprengung des Blauen Wunders wurde durch mutige Dresdner in den letzten Kriegstagen verhindert, so dass sich in Loschwitz zeitweise der einzige erhaltene Elbübergang im Stadtgebiet befand.

Nach 1990 gelang es, einen Großteil der historischen Gebäude in Loschwitz zu sanieren. So wurden die Gründerzeithäuser rund um den Körnerplatz restauriert, ebenso wie viele denkmalgeschützte Häuser im alten Dorfkern und am Elbhang. 

Quelle: http://www.dresdner-stadtteile.de/


Fotospaz - Einmal über das blaue Wunder und man ist in Loschwitz. Hier schlendere ich immer wieder gern und die Sonne war heute meine Begleiterin.

Schlendern in Loschwitz

Am Elbufer, mit Blick auf Blasewitz

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