Hoch oben über der Stadt - die 3 Elbschlösser

Die Elbschlösser: Schloss Albrechtsberg und Lingnerschloss - Schloss Eckberg

Überraschung pur! Ein wundervolles Fleckchen Erde, mitten in der Stadt. Schon oft vom Elbufer aus bestaunt und erst heute entdeckt. Die Elbschlösser mit ihren tollen Parkanlagen und gigantischen Ausblicken auf die Stadt.

Die Elbschlösser befinden sich auf der Anhöhe am rechten Elbufer etwa 3 km stromaufwärts von Dresdener Stadtzentrum zwischen Wasserwerk Saloppe und Dinglingers Weinberg unweit der Brücke „Blaues Wunder“. Die Grundstücke sind als Parkanlagen im englischen Stil angelegt und bilden zur Elbseite hin Terrassen, die teilweise zum Weinbau genutzt wurden bzw. werden.

Die Parkanlagen von Schloss Albrechtsberg und vom Lingnerschloss (Villa Stockhausen) sind über mehrere Tore an der Bautzner Straße nahe der Haltestelle „Elbschlösser“ (Straßenbahnlinie 11) sowie über ein Tor am Weinhang des Lingnerschlosses zum Elberadweg tagsüber frei zugänglich. Die Parks von Schloss Albrechtsberg und Lingnerschloss bilden eine Einheit.

Der Park und das Schloss Eckberg befinden sich, im Gegensatz zu den beiden anderen Schlössern, im Privatbesitz. Daher ist der Park den dortigen Restaurant- und Hotelgästen vorbehalten.

Textquelle: wikipedia

Lingnerschloss - Lingnerterrassen

Wir sind total beeindruckt. Ein Biergarten mit wundervollem Ausblick und guten Preisen, lässt hier sicher keine Wünsche offen. Hier wimmelt es von Menschen im bunten miteinander. Wundervoll. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen.

“Der Park ist der gesamten Bevölkerung zugängig zu machen, in dem Hauptgebäude ist thunlichst 
ein Restaurant oder Café mit billigen Preisen einzurichten... Ich wünsche kein Etablissement für nur reiche Leute. Ich will, daß die gesamte Bevölkerung in die Lage gebracht wird, mit einer Ausgabe von 20 bis 30 Pfennigen die Schönheit dieser herrlichen, in Europa einzigartigen Lage zu genießen. 
Ich würde wünschen, daß sich ein intelligenter Leiter findet, der diese Stätte zu einer allgemeinen Freudenstätte organisiert...

Aus dem Testament Karl August Lingners (1916

Neben seinem eigenen Wohnsitz ließ Prinz Albrecht 1850-53 für seinen Kammerherrn Baron von Stockhausen und dessen Gattin ein weiteres Gebäude errichten, welches als Villa Stockhausen, später als Lingnerschloss bezeichnet wurde. Bis zur Fertigstellung des Schlosses Albrechtsberg wohnte der Prinz selbst in der Villa. Um das Gebäude wurde ein Park mit einem Weinberg am Elbhang angelegt.   

1906 kam das Gebäude in den Besitz von Karl August Lingner. Der Erfinder des ODOL-Mundwassers war nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern trat auch als Initiator der I. Internationalen Hygiene-Ausstellung und verschiedener sozialer Projekte in Erscheinung. 

Gemäß testamentarischer Verfügung Lingners ging das Schloss nach seinem Tod in den Besitz der Stadt Dresden über, die es für die Öffentlichkeit zugänglich halten musste.

Ab 1994 scheiterten zunächst alle Versuche, das Lingnerschloss an einen Investor zu verkaufen und so einer neuen Nutzung zuzuführen. 

Ende 2002 gründete sich ein Förderverein, der gemeinsam mit einem Dresdner Unternehmen das Schloss schrittweise sanierte und noch saniert. Es entstanden u.a. Ausstellungsräume und eine öffentliche Gaststätte. Zeitweise war hier auch das Büro des Welterbezentrums Dresdner Elbtal untergebracht.

Das Schloss Albrechtsberg

1850 erwarb die Baronin Ernestine von Stockhausen einen großen Teil des früheren Findlaterschen Weinbergs im Auftrag des preußischen Prinzen Friedrich Heinrich Albrecht. Der jüngste Bruder des späteren Kaisers Wilhelm I.  hatte sich zuvor in eine Hofdame seiner Ehefrau verliebt und musste wegen dieser unstandesgemäßen Beziehung sein Heimatland verlassen. Albrecht ließ das bereits vorhandene Landhaus zu einem prächtigen Wohnschloss umbauen und die Gartenanlage nach seinen Vorstellungen umgestalten. Nach dem Tod des Prinzen Albrecht bewohnten seine Nachkommen das Schloss noch bis 1925. In diesem Jahr erwarb die Stadt Dresden Schloss Albrechtsberg. Bis 1989 nutzten nun Kinder und Jugendliche das Schloss für kulturelle, sportliche und politische Veranstaltungen. 1990 übernahm die Landesregierung das Gebäude, welches heute für repräsentative Empfänge, Konzerte und Bälle genutzt wird. Außerdem haben die Jugendkunstschule und die Hotel- und Gaststättenschule auf dem Grundstück ihren Sitz. Der einstige Pferdestall am Kavaliershaus dient seit 2013 als Weinkellerei.

Lustwandeln in den Schlossparkanlagen

Blick auf die Elbschlösser vom Blasewitzer Elbufer aus