Hansestadt - Stralsund

UNESCO

Seit 2002 sind die historischen Altstädte von Stralsund und Wismar als Kulturdenkmal in der Welterbeliste der UNESCO vertreten. Ausschlaggebendes Kriterium war der Erhalt der mittelalterlichen Grundrissstruktur beider Altstädte. 

Bei einem Bummel durch die Altstadt haben Sie die Sehenswürdigkeiten immer im Blick: die Türme der Kirchen, die Giebelhäuser, Klostermauern... Auf allen Wegen verspürt man den Hauch längst vergangener Zeiten, die Epochen haben überall ihre Spuren hinterlassen. Selbst viele Straßennamen erzählen Geschichten von Ereignissen und Menschen, die das Stadtbild prägten.

Die gesamte Stadt war von einer ca. 3 100 m langen Stadtmauer umgeben, die erstmals 1256 urkundlich erwähnt wurde. Nach und nach ersetzte man die ursprünglich vorhandenen, mit Palisaden bewehrten Erdwälle. Teile der Stadtmauer, einige Wiekhäuser und Stadttore blieben erhalten. Am besten kann man sie erleben, wenn man einen Spaziergang rund um die Altstadt macht.

An der Stadtmauer entlang.

Judenstele

Die Stele erinnert seit 1988 an die Geschichte der Juden in Stralsund und die nahezu vollständige Vernichtung der Stralsunder jüdischen Gemeinde durch die Nationalsozialisten. Die Inschriften auf der Stele lauten: “Ich gebe ihnen in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen: Einen ewigen Namen der nicht ausgetilgt wird. Jesaja 56,5”, “ :נָתַתִּי לָהֶם בְּבֵיתִי וּבְחוֹמֹתַי יָד וָשֵׁם - שֵׁם עוֹלָם אֶתֶּן-לָהֶם אֲשֶׁר לֹא יִכָּרֵת ” (hebräischer Text Jesaja 56,5) und “Zum Gedenken an die jüdische Gemeinde und ihre Synagoge, in der sie von 1787 bis 1938 versammelt war.”.

 

Ort: Johanniskloster, Innenhof, Schillstraße

Sie war 1988 am Apollonienmarkt / Ecke Judenstraße errichtet worden. Nachdem es nach 1990 immer wieder zu Schmierereien an der Stele gekommen war, wurde sie umgesetzt.

Pietà.

Die Pietà ist eine vergrößerte Kopie der “Pietà” Ernst Barlachs. Sie erinnert an die Menschen, die den Kriegen zum Opfer fielen. Auf dem Sockel steht auf der Vorderseite (in Majuskeln): „Ich gebe wieder das was ist / Das Wirkliche und Wahrhaftige / Ernst Barlach“. Auf der Rückseite des Sockels steht (in Majuskeln): „Pieta. Entwurf und Modell von Ernst Barlach 1932 abgelehnt / Ausführung von Hans-Peter Jaeger 1987/88“

 

Ort: Johanniskloster, Ruine des Kirchenschiffs, Schillstraße