Holzhau im Erzgebirge

Holzhau ist seit 1994 ein Ortsteil der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle im Osterzgebirge. Der Ort liegt im Naturpark Erzgebirge/Vogtland im Tal der Freiberger Mulde unweit der Grenze zu Tschechien. Die durch den Ort fließende Mulde wurde bereits 1438 zum Flößen von Holz genutzt.

Am 8. Juli 1534 kaufte Herzog Georg von Sachsen von Caspar von Purschenstein das Waldgebiet im Bereich des späteren Ortes Holzhau an der Böhmischen Straße. Bereits 1536 gestatteten die Herren von Schönberg als Grundherren den Einschlägern des Holzes (= Holzfällern) die Ansiedlung auf dem Rodeland, der Holzhawe. Es entstand ein einreihiges Waldhufendorf, in dem 1551 bereits 24 besessene Mann und 33 Inwohner lebten. Der Haupterwerb der Siedler war die Forstwirtschaft und das Flößen. Bis in das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts wurde das Holz hinunter nach Freiberg geflößt.

Durch den Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert kamen zahlreiche Sommerfrischler in den Ort. In den 1930er Jahren kamen durch die Bewegung "Kraft durch Freude" weitere Unterkunftshäuser hinzu und auch in der DDR-Zeit entstanden mehrere FDGB- und Betriebsferienheime in Holzhau. Unmittelbar nach 1990 sanken die Touristenzahlen. Mehrere Grenzüberschreitende Wanderwege und Loipen sowie zwei Skilifte können heute touristisch genutzt werden.