Prerow

1296 - Die erste Erwähnung Prerows bezieht sich auf den Prerow-Strom (abgeleitet aus dem slawischen Prerova = Durchbruch). Die Ortschaft gleichen Namens entsteht am Strom – es gibt die alten Ortskerne Krugberg, Krabbenort, Drümpel und Kirchenort.

Das Leben in Prerow war bis um 1700 geprägt von Entbehrungen und Abgeschiedenheit. Ein Landstrich aus Seesand, auf dem kaum etwas wächst, das die Bewohner ausreichend ernähren konnte. Die Darßer und Fischländer Segelschifffahrt erreichte zur Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit – aus der in Prerow noch etliche Wohnhäuser erhalten sind. Zahlreiche Wohnhäuser stehen heute unter Denkmalschutz. Weitergehende Informationen zur Darßer Baukultur bietet die Ausstellung des Darß-Museums.

Mit dem Niedergang der Segelschifffahrt zum Ende des 19. Jahrhunderts suchten die Bewohner Prerows nach neuen Erwerbsmöglichkeiten. Eine Reihe ehemaliger Seefahrer und andere engagierte Bürger wie Künstler, Architekten, sowie der Pastor nahmen nun das Ruder in die Hand, um Prerow auf den Kurs in Richtung eines Ostseebades zu bringen. Die natürlichen Voraussetzungen dafür waren hervorragend. Ein weißer, feinsandiger, flach abfallender Strand, gesunde Luft, ein mäßiges Reizklima, Ruhe und der einzigartige Darßwald machten Prerow zu dem, was seinerzeit mit dem Slogan: „Prerow – ein Dorf-, ein Wald-, ein Strandidyll“ beworben wurde.

Zwischen 1880 und 1910 entstanden hier einige ansehnliche Villen als private Sommerresidenzen. Die Brücken über den Prerow-Strom, der Bahnhof, ein Warmbad, mehrere Hotels und geklinkerte Fußwege sind Zeugnisse dieser Entwicklungsphase.

An Wohnhäuser wurden verglaste Veranden angebaut, in denen die Gäste vor Wind, Regen und Mücken geschützt speisen oder lesen konnten. 

Darß - Museum

Weststrand - Impressionen