Hafen Peenemünde am Achterwasser

Peenemünde an der Nordspitze der Insel ist der international wohl bekannteste Ort Usedoms. Einst ein kleines Fischerdorf, wurde der Ort durch die „Heeresversuchsanstalt Peenemünde“ weltbekannt, in welcher zwischen 1939 und 1945, auch unter Einsatz von Zwangsarbeitern, an der Entwicklung neuartiger Waffen gearbeitet wurde. Unter der wissenschaftlichen Leitung  Wernher von Brauns gelang hier 1942 mit dem weltweit ersten Start einer Rakete ins All einer der spektakulärsten, gleichzeitig aber auch einer der gefährlichsten technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts. Im Ort Peenemünde gibt es spannende Ausflugsziele, wie z. B. ein ehemaliges russisches U-Boot.

U-Boot Juliett U-461 - Größtes U-Bootmuseum der Welt

Das U-Boot mit den gigantischen Ausmaßen eines sechsstöckigen Hauses liegt als Museum auf der Insel Usedom im Peenemünder Hafen und lädt Sie zu einem Besuch der besonderen Art ein.Als Waffe gegen US-Flugzeugträger-Kampfgruppen entwickelt, wurde die Juliett U-461 Anfang der 60er-Jahre gebaut und 1965 in Dienst gestellt. Das 86 Meter lange, mit Diesel angetriebene U-Boot war auf seinen Übungs- und Patrouillenfahrten im Nordatlantik mit vier Marschflugkörpern und Torpedos unterwegs. Zum Abfeuern dieser Waffen musste das U-Boot auftauchen. Seit 1988 im Reservestatus, wurde das U-Boot 1991 außer Dienst gestellt. 1998 brachten zwei Schlepper die U-461 nach Peenemünde.

Erkunden Sie bei einem Rundgang die Juliett U-461! Tauch- und Echolotgeräusche sowie farbige Lichtsignale begleiten Sie dabei und lassen diesen Museumsbesuch unvergesslich werden. Die technische Ausstattung des U-Bootes ist sehr beeindruckend und fast originalgetreu erhalten. Der Lebensalltag an Bord war hart und voller Entbehrungen. So gab es für die 78 bis 82 Besatzungsmitglieder nur drei Toiletten und eine Dusche. Die Juliett U-461 konnte 90 Tage auf See bleiben, ihre maximale Tauchdauer betrug 33 Tage.