ICH bin! Auf meinem Weg ... !

Wünsche meiner Facebookfreunde für mein Jahr 2017
Wünsche meiner Facebookfreunde für mein Jahr 2017

Ich lebe mit Depressionen. Ich habe Ende 2016 einen Aufenthalt in der Traumaklinik absolviert. Dort habe ich Kunst - Einzel - Therapie erhalten. Ich konnte mich sehr gut darauf einlassen und war erstaunt, was doch so alles in mir steckt.

Diese Bild ist mein Abschlussbild. Es zeigt für mich die wichtige Erinnerungen für meinen Weg. Jetzt gehen Ida Trampeltreu und Karlotta Kunterbunt  gemeinsam durch das Leben. Ida (ICH) kann manchmal in das Schneckenhaus gehen um dort auszuruhen, mit sich selbst zu sein und Kaffee zu trinken. So ergänzen sich die kleine Schildkröte und die Schnecke. Schritt für Schritt in das Leben. Natürlich gehen sie auf meinem Bild am Strand, am Meer entlang. Dort wo ich am liebsten bin. Über ihnen prangt ein wunderschöner Regenbogen. Er ist das Sinnbild für einen "Jahreswunsch", per Karte, den ich von Monika erhielt. Diesen finde ich so toll, dass er zu meinem Jahreswunsch wurde:

 

"Ich wünsche dir einen Regenbogen der Hoffnung

und der Brücken baut. Der dich mit seinen bunten Farben 

durch den grauen Alltag trägt."


Wohin mein Weg führt, weiß ich noch nicht so genau. Ob in ein besseres Leben mit der Depression oder sogar ein Leben ohne die Depression. Ich gehe ihn, Schritt für Schritt, langsam aber vorwärts.

Nach meinem 10-wöchigen Aufenthalt in der Traumaklinik habe ich „Auflagen“ erhalten, zur weiteren Stabilisierung, für einen weiteren Klinikaufenthalt. Ich führe ein „Jahrbuch“ in dem ich alle meine erledigten Struktur- und Alltagsaufgaben festhalte. Sie werden in meiner ambulanten Traumatherapie ab und an thematisiert werden.

 

Ich möchte darüber hinaus auch „öffentlich“ machen, wie es mir ergeht in dieser Phase. Was ich erreiche, was ich erlebe oder wie mein Tag war. Am Ende des Tages werde ich kurze Gedanken und meine Glücksmomente (positive Erlebnisse, kleine Dinge die ich wahrnehme) aufschreiben. Ich hoffe sehr, dadurch, auch anderen Mut und Kraft für ihren Weg zu geben. Was ich kann, können auch andere. Wir sind es wert.

 

Mein Denken, mein Unterbewusstsein und meine Glaubenssätze steuern mein Leben. Vieles davon habe ich frühester Kindheit schon angenommen, um leben zu können. Später halfen sie mir in vielen Situation zu überleben. JETZT sind sie oft nicht mehr hilfreich, behindern mich oder verhindern mein loslassen.

Ich möchte lernen sie zu verändern, um endlich besser zu leben, zu leben wie ICH es möchte. Ich habe es verdient. Diese Seite soll mir dabei helfen.

 

Anke Vogler (Coaching) schrieb mir zu meinen Tagesgedanken:

Der Tag ist vorbei, so oder so. Ein Tag ist nicht schlecht, nur weil nicht alles so klappt, wie ich das wollte. Es ist trotzdem ein Tag meines Lebens, für den ich dankbar bin. Wie du ihn rückwirkend betitelst ändert nichts daran, dass er vergangen ist. Es ändert etwas daran, wie du ihn gefühlt erinnerst. Es macht einen Unterschied, ob du am Ende sagst: der Tag ist vorbei und ich bin dankbar, dass ich hier bin. Oder ob du sagst: der Tag war vergeudet und nichts wert, weil er sch... war."

"Dem Tag ist es egal, er kommt und geht. Deinem Gefühl ist es nicht egal, es lebt von deinen Gedanken!"

 

"Gehe liebevoll mit dir um.

Bedenke immer: Würde ich so, wie ich mit mir gerade umgehe,

auch mit jemandem umgehen, der mir wichtig ist?“

 


Meine Stabilisierungsaufgaben

Therapieaufgaben: 

  • ambulante Traumatherapie im Februar begonnen
  • Ergotherapie im Februar begonnen

Tagesstruktur einhalten:

 

5.30 Uhr – Aufstehen, Frühstück machen, Kaffeezeit auf Balkonien, gemeinsames Frühstück

7.00 – 10.00 - Uhr Schlafen

10.00 Uhr – Aufstehen, Körperpflege, Kaffeezeit

11.30 Uhr – Mittagessen in der Kantine

12.00 – 17.30 Uhr Alltagsaufgaben erledigen

17.30 Uhr – Abendbrot machen, gemeinsames Abendbrot

18.00 Uhr - Abendzeit

 

Alltagsaufgaben:

 

Die Alltagsaufgaben verbinden. Jeden Tag ein oder zwei Haushaltsaufgaben und dazu Aufgaben die mir gut tun, mir Freude bereiten.

 

Haushaltsaufgaben:

  • Geschirr weg räumen, Geschirrspüler ein- und ausräumen
  • Staub putzen, Staub saugen
  • Bad, Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flur putzen
  • Wäsche waschen, trocknen, weglegen
  • kleine Einkäufe selbst erledigen 

Sonstige Aufgaben:

  • Arzt- und Therapietermine selbst telefonisch erledigen
  • Arzt- und Therapietermine wahrnehmen
  • Telefonieren mit Kindern, Freunden
  • allein Kaffee trinken gehen, in Restaurant 

Aufgaben, die mir gut tun:

  • Spazieren gehen
  • fotografieren
  • lesen (wenigstens eine halbe Seite)
  • Imagination und Kopfflickflack üben
  • Homepage, Facebook
  • Jahrbuch führen
  • Gedanken aufschreiben
  • Belohnungskaffee auf dem Balkon

 


Mein Begleiter durch das Jahr 2017

Mein neuer Kalender - Mein Jahresbegleiter! In ihm werden alle Alltags- bzw. Strukturaufgaben und meine Glücksmomente festgehalten. Meine Dauertherapieaufgabe für dieses Jahr. Damit es mir leichter fällt, diese Dinge auch wirklich aufzuschreiben, habe ich mir einen besonders schönen Kalender ausgesucht. Viele wertvolle Menschen, die ich in der Klinik kennen lernen durfte, haben darin ihre Wünsche für mich aufgeschrieben. So ist aus einem schönen Kalender, jetzt schon, ein wertvolles Buch geworden. Freu.