Die Angst der Entscheidung

Die Angst der Entscheidung

Die Angst in meinem Körper pulsiert.

Sie kriecht durch die Adern und lähmt das Blut.

Die Nerven sie surren und sind gespannt wie Drahtseile.

Der Magen klatscht in die Hände und brüllt.

Da ist sie diese Angst, in meinem Körper, in meiner Seele.

Sie will mich besiegen.

Sie will meinen Rückzug.

Doch ein Nein wäre zu leicht und nicht das was ich will.

Die Angst bestimmt mein Denken.

 

 

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Es war einmal ...

Es war einmal ...

Lieben, dass der ganze Körper bebt und die Gedanken schweben.

Stolz sein die Dinge die man geschafft hat, ganz allein.

Sich freuen wie ein Kind. Lachen bis die Tränen kommen.

Fröhlich, sich auf die Dinge des Tages freuen.

Lachend im Café sitzen und plaudern, Kontakte zu anderen Menschen lieben.

Zeit für dich selbst, Zeit zu Zweien, Zeit mit den Kindern genießen.

Die Schönheit der Welt wahrnehmen und fühlen.

An schönen Orten ganz ruhig flanieren.

Möglichst perfekt sein, ganz oder gar nicht.

Engagiert das Tagwerk verrichten.

Sich ärgern und trotzdem weitermachen, bis einem der Kragen platzt.

Wut empfinden, die Wände hoch gehen.

Schreien weil die Nerven versagen.

Weinen, das die Tränen nur so kullern.

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Ich kann alles sehen und hören, doch nicht fühlen.

Gefühle im Gleichklang

Ich kann alles sehen, der Kopf denkt: das ist schön und doch berührt es mich nicht.

Ich höre gute Nachrichten, der Kopf denkt: das ist gut und doch freut es mich nicht.

Ich bekomme schlechte Nachrichten, der Kopf denkt: das ist blöd und doch ärgert es mich nicht.

Ich sehe meinen Mann, Kinder und Enkel, der Kopf denkt: ich liebe sie, doch fühlen kann ich es nicht.

Ich sitze am Strand und schau den Wellen zu, doch die Schönheit des Augenblicks kann ich nicht spüren.

 

Die Gefühle im Gleichklang.

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Ohne Titel

Tage die, die Seele schinden

Am Morgen, ich schlage die Augen auf und bin müde, kaputt und schlapp.

Der Kopf fährt Achterbahn, die Nerven surren und der Magen rebelliert.

Ich sitze beim Kaffee und der Kopf wird nicht klar. Er surrt und zurrt.

Er ist einfach leer und sieht die Welt nicht mehr.

Keine Sonne, nicht ihre wärmenden Strahlen, keine Wolke am blauen Himmel, kein Vogelzwitschern dringt zu mir durch.

 

Was soll ich im Leben?

Wann wird das alles zu Ende sein?

Warum ist das heute wieder so?

Fragen, die keine Antwort finden.

 

Kein duschen am Morgen, viel zu anstrengend.

Nur Katzenwäsche und Zähneputzen, zu allem anderen fehlt der Antrieb.

Der Schlafanzug wird der Tagesbegleiter. Na und, mich sieht heute niemand.

Kein Weg zu Aldi, kein öffnen für die Post, ich bin einfach nicht da. Und doch bin ich da.

Schon der Weg zwischen Bett und Sofa fällt schwer.

Wenn ich nicht schlafe, sitze ich auf dem Sofa und surfe sinnlos im Facebook.

Ich fühle nicht, ich begreife kaum was um mich herum passiert.

 

Ich habe keine Geduld zum Lesen. Nicht schlimm, weil ich es ja eh wieder vergesse.

Ich habe keinen Antrieb, den Staub auf den Möbeln zu bekämpfen, die Küche aufzuräumen oder zu kochen.

Selbst mein Magen vermeldet keinen Hunger. Ich bin einfach nur da.

Ich sitze auf meinem Sofa und bin es zufrieden.

Niemand stört, keiner hört, keiner sieht.

Ich bin mit mir ganz allein.

 

Keiner kann mir wehtun, keiner kann sagen: du musst, keiner kann mich nerven….

Ich möchte einfach nur da sein, einfach nur sein.

 

Selbstzweifel jagen mich dann. Sie sagen mir, ich bin zu doof zum Leben.

Habe ich überhaupt etwas richtig gemacht.

Zu lange habe ich gerudert, gegen den Strom.

Zu lange habe ich dem maroden sozialen System zu geschaut und wollte doch die Welt verändern.

Zu lange habe ich gekämpft, im Job, in der Familie, in der Beziehung, um die Kinder.

Wofür? Warum? Habe ich das Richtige getan? Fragen die kaum Antworten finden.

Die Luft ist raus. Die Kraft reicht nicht mehr zum Kämpfen.

 

Ich möchte nur noch meine Ruhe.

In mir ist nur ein großes Nichts.

Die Leere füllt meine Gedanken, meine Gefühle und mein Sehen.

Einfach da sein, ohne anderen gefallen zu müssen, ohne Forderungen erfüllen zu müssen oder zu funktionieren.

Die Sehnsucht nach allein sein und Ruhe ist übergroß.

 

Und doch gibt es Tage, das kommt das Leben in mir zurück.

Sie geben Hoffnung, dass die Depression besser wird.

Mir den Willen nach Leben wieder gibt.

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