Texte 2017

Urlaub ist schön, auch mit Depressionen. Fotos zeigen keine Depression. Fotos zeigen mich, in Glücksmomenten. Wieder Zuhause überfordert mich das normale Leben.

Urlaub ist schön, auch mit Depressionen

Auf fast allen Fotos von mir, die es dank Michael gibt, sehe ich sehr gut aus. Ich selbst schaue mir die Fotos gern an (das war nicht immer so). Sie zeigen, dass ich mich gut fühle, dass ich mich wohl fühle so wie ich bin, das ich Michael liebe und das ich dieses Land liebe. Einige zeigen das ich mich selbst übertroffen habe.

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Absturz – Gedanken auf der Suche – Vielleicht – Warum – Ich will das nicht.

Gedanken auf der Suche

Es war ein gutes Jahr, dieses Jahr 2017.

Das Jahr noch meinem ersten Traumaklinikaufenthalt.

Ich ging viele kleine Schritte voran.

Ich veränderte und schaffte so viele Dinge.

Mein Ich veränderte sich.

Ich war nicht mehr so antriebslos, so ohne alle Kraft.

Ich war nicht mehr so leer, so ohne jedes Gefühl.

Ich schaffte die Struktur und auch Alltagsaufgaben.

Ich hatte, zum ersten Mal das Gefühl, es würde voran gehen, endlich.

Ich hatte Hoffnung, Zuversicht und langsam vertraute ich mir selbst.

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Absturz ins Nichts. Von Heute auf Morgen. Die Depression zeigt ihre Stärke. Ich bin im Irgendwo.

Absturz ins Nichts. Die Depression zeigt ihre Stärke.

Da ist es unerwartet und heftig.

Ich schlafe eine ganze Nacht und einen ganzen Tag.

Nichts geht, ich bin nur totmüde.

Am Abend weckt mich Michael.

Es wird ihm unheimlich. Mir auch.

Mein Körper und mein Kopf streiken.

Ich bin so unheimlich tot-müde.

In mir summseln die Nerven. Die kleinen Käferlein fahren fröhlich Achterbahn in meinem Kopf.

Ich bin zu wirklich nichts in der Lage.

Ich sitze da – ich bin so müüüde.

Worte dringen aus weiter Ferne an mein Ohr.

Sie kommen nicht an. Sie sind wie ein Hall.

Ich kann mich kaum artikulieren. Ich habe vergessen wie es geht.

Einzelne Wort verlassen ihrgendwie meinen Mund.

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Hilfeschrei - Hab ich Depressionen - Pflegende Angehörige im Drehkreuz von Überbelastung - Wenn das eigene Leben nicht mehr sichtbar ist

Hilfeschrei - Habe ich Depressionen?

Vorwort

Ich habe mich entschlossen einen langen Schriftwechsel zusammen zu stellen, zu anonymisieren und zu veröffentlichen. Mit jeder Faser meines Herzens kann ich das Erlebte, die Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Ich glaube, es gibt ganz viele Menschen, ganz viele pflegende Angehörige, die genau an dieser Stelle stehen. Sie glauben es gibt niemanden der sie versteht. Sie finden keinen Weg heraus aus diesem Karussell. Und ja, ich war auch so ein Mensch, wenn auch kein pflegender Angehöriger. Und ja, ich habe es so lange ausgehalten, bis wirklich gar nichts mehr ging und ich im tiefen schwarzen Loch des NICHTS verschwand. Dahin möchte ich nie wieder. Ich möchte dazu beitragen, dass andere Menschen nicht dort hin gehen. Deshalb schreibe ich öffentlich über die Depression und heute schreibe ich über diesen Schriftwechsel. Ich bin kein Arzt und kein Psychiater. Ich schreibe und antworte immer mit MEINEN Erfahrungen und Erkenntnissen.

Jeder erwartet, dass ich funktioniere!

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Mein langer Therapieweg. Ich würde es wieder tun. Aufgeben ist nicht meine Option. Es lohnt sich, für mich.

Mein langer Therapieweg. Ich würde es wieder tun!

Wie alles begann

„Du bist nur noch negativ!“.

Diese Worte brachten mich endlich dazu einige Online-Test-Bogen zur Depression ehrlich auszufüllen. Ich bin gnadenlos durchgefallen. Das heißt, im Ergebnis wurde mir stets ein sofortiger Arztbesuch angeraten.

 

Am 27.05.2011 befolgte ich diesen Rat und ging zum Hausarzt. Dieser schrieb mich sofort lange krank und überwies mich in eine Tagesklinik. Diese wiederum überwies mich in ein Krankenhaus.

 

 

Meine Therapiewege

Im Juli 2011 erfolgten 8 Wochen stationärer Aufenthalt in der Klinik – Abt. Psychiatrie. Ich wurde auf Medikamente eingestellt, die mir halfen wieder in das Leben zu kommen. Anschließend ging ich im September 8 Wochen in eine Tagesklinik für psychische Erkrankungen.

Am Ende des Jahres nahm ich 8 Wochen Rehaklinik in Anspruch. Auf mein Drängen hin, erfolgten diese Aufenthalte sehr schnell hinter einander. Ich wollte schnell gesund werden und wieder arbeiten gehen.

 

 

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Stigmatisierung der Depression. Sie hilft nicht. Sie tötet.

Stigmatisierung der Depression!

Sie hilft nicht! Sie tötet.

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Denke bist zu Ende! Ich bin wie ich bin und das ist gut so!

DENKE BIS GANZ  ZU ENDE!

"Gerade Menschen, die ungünstig denkend durch die Welt gehen und sich dadurch oft handlungsunfähig und schlecht fühlen, schaffen sich mit diesem Tipp eine großartige Möglichkeit, ihre Denkmuster zu verändern! Denke deine Horror-Szenarien bis zu Ende! Bis ganz zu Ende! Was passiert am Ende? Was fühle ich am Ende? Wo bin ich am Ende? Und wenn dir das Ende nicht gefällt, dann handle jetzt anders (nicht erst, wenn es zu spät ist). ... Es reicht schon, wenn du einen kleinen Baustein veränderst.    .....

Wo willst du hin? Wer willst du dann sein? Wo willst du dann sein? Stell dir die richtigen Fragen, gib dir Antworten und dann leg los! Du kannst das - ich glaube an dich!"

Anke Vogler Coaching

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Gefangen in mir selbst

Gefangen in mir selbst

Wolken am Himmel, dick, weiß und dunkel. Sie ziehen dahin und bringen Regen, oder nicht.

 

Die Sonne schafft es, ab und zu, hindurch zu luken und ihre Lichtstrahlen zu senden.

 

Nur kurz, aber ihre Strahlen erhellen den Himmel und die Erde.

 

Sie lassen die Wolken und die Erde, in den schönsten Farben erstrahlen.

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Gedankenstrudel: Früher da war das alles leicht... früher habe ich viel mehr geschafft... mein früheres ich...

Mein früheres ICH – Früher, ja da konnte ich viel mehr!

In meiner Selbsthilfegruppe „Ein Boot auf dem Meer“ lese ich oft, was ich auch so oft denke. Ich vergleiche meine derzeitige Situation, mein derzeitiges Können mit dem aus der Vergangenheit. Sätze, die mit: ja früher, da habe ich.... mein früheres ich.... in meinem alten Leben.... sind oft in meinen Gedanken.

Sind diese Gedanken für mich hilfreich? Ich denke ja und nein.  

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Glück und Pech gehören zusammen wie das Licht und der Schatten. Ich habe es erlebt und meine Gefühle flüsterten leise: das ist Glück.

Glück und Pech im Miteinander

Heute könnte ich sagen, mich hat das Pech verfolgt. Ich könnte aber auch sagen, mich hat das Glück verfolgt. Ja, ich habe es erlebt, wie nah Glück und Pech zusammenliegen.

 

Am Morgen hatte ich Glück. Ich hatte einen recht guten Start in den Tag. Ich hatte genug Motivation für meine Ergotherapie. Danach wollte / musste ich noch meinem Hausarzt einen Besuch abstatten. Danach wollte ich in die Kirche fahren. So war der Plan.

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Mein Tag. Er vergeht und ich gebe ihm was ich kann. Er ist wie er ist. Mal so oder eben so.

Gedanken zu meinem Tag

Früh am Morgen, wenn der Wecker klingelt stehe ich auf. Ja, ich habe es mir selbst ausgesucht. Ich stehe auf, weil ich Michael Frühstück machen möchte und ich schaffe es jeden Tag. Darauf sollte ich stolz sein. Ich kann es aber nicht. Was ist das schon für eine Leistung, Frühstück machen? Da ist es wieder. Diese alte Denkstruktur, dieses ich muss doch mehr können, dieses es ist nicht gut genug. Nein, mit der Depression, ist mein Leistungsvermögen minimiert und ich kann auf alles, was ich an einem Tag schaffe, stolz sein. Für gesunde Menschen sind es Kleinigkeiten, die nebenbei, mit der Leichtigkeit des Lebens, erfüllt werden. Einfach so. Für mich geht es aber nicht einfach so.

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Eine Depression hat viele Gesichter, so viele wie es Menschen gibt. Jeder Mensch kennt nur eine Depression, seine eigene. Meine Depression erlebe ich so.

Meine Depression

Ich lebe, seit 2011, mit der Diagnose rezidivierende mittel-gradige Depression und 2016 kam die Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung hinzu.

Meine Depression begann, so denke ich heute, im Jugendalter und zog sich dann in Episoden mal mehr und mal weniger durch mein Leben.

 

Ich habe in meinem Leben viel gesehen und erlebt. Heute weiß ich, dass mich einiges davon traumatisiert hat.

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Depressionen und Gedankenstrudel gehören zusammen, wie die Butter zum Brot. Gedankenstrudel vereinnahmen mich und nehmen meinem Tag sein Licht.

Meine Gedankenstrudel

Gedankenstrudel drehen sich im Kreis.

Sie wirbeln Gedanken aus der Vergangenheit in mein Jetzt.

Bei allem was ich tue, sind sie bei mir.

Ich wache am Morgen auf und sie sind schon da.

Ich gehe schlafen, doch sie sind nicht müde.

Gedankenstrudel machen mich müde, so müde vom denken.

So müde vom Tag, so müde vom Leben.

Gedankenstrudel

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Fesseln der Vergangenheit, sie bestimmen mein Leben. Noch! Langsam löse ich die Fesseln auf, eine nach der anderen.

Fesseln der Vergangenheit oder mein Leben mit Schuldgefühlen

Die Vergangenheit lässt sich nicht ungeschehen machen, egal wie intensiv ich es bereue.

Es ist geschehen, nicht mehr veränderbar. Ich kann daraus lernen. Aus heutiger Sicht, weiß ich warum vieles so war, so manches vorhersehbar war und das ich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habe. Heute würde ich viele Dinge nicht mehr tun und mich anders verhalten.

 

Jeder kennt die Begriffe Schuld und Schuldgefühle. Ich habe mich damit auseinander gesetzt.

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Schuldgefühle - Meine Fessel der Vergangenheit! Nach einem Text von Tanja Grundmann.

Was sind Schuldgefühle? Was machen sie mit mir?

Als ich diesen Text las, wurde mir sehr klar, was mein Leben bisher bestimmt hat. In vielen Dingen erkannte ich meine Als eigenen Sichtweisen und Denkstrukturen. Ich habe diesen Text verändert, auf mich selbst bezogen. Damit habe ich ihn aber nicht entstellt, verdreht oder der Wahrheit und Richtigkeit entzogen. Ursprüngliche, nicht auf mich/ich gestellte, Texte sind Kursiv.

 

Schuldgefühle bilden sich aus einem meist halbbewusst empfundenen Mangel an natürlicher Existenzberechtigung aufgrund der Idee eines persönlichen Versagthabens. Sie äußern sich in sehr unterschiedlicher Weise. Sind sie vorhanden, was besonders bei traumatisierten und früh ungeliebten Menschen der Fall ist, durchziehen sie wie ein feines Gewebe alle Bereiche unseres Seins und halten jedes Wachstum, jede Heilung, jedes Erblühen von Potentialen von uns fern.

Schuldgefühle zeigen sich in durchlaufenden Denkfiguren – mehr oder weniger bewusst – wie:

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Es ist mein Tag. Ein Tag in meinem Leben. Ich gebe ihm was ich geben kann. Heute nicht viel.

Es ist mein Tag. Ein Tag im Leben.

Es ist einer dieser Tage, wie sie so oft kommen.

Ich bin dankbar, dass es ihn gibt, denn ich lebe.

Leben, ist nicht tot sein.

Es liegt der Schleier der Melancholie liegt über mir.

Die trübsinnigen Gedanken rauben mir die Schönheit des Tages.

Sie liegen mir wie Blei in den Gliedern, machen jeden Schritt schwer.

Keine Lust, keine Fröhlichkeit, keine Leichtigkeit ist heute zu spüren.

Kein Antrieb, keine Lebenskraft, kein Schwung für Alltagsaufgaben.

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