Happy-Coaching zum Thema Grenzen setzen und Nein-sagen. Nein, bedeutet meine Veränderung, damit es mir gut geht. Nein-sagen, heißt JA zu mir selbst.

NEIN-SAGEN, bedeutet MEINE VERÄNDERUNG, damit es mir gut geht!

Vorwort:

 

Die hier aufgeführten 10 Hinweise für den Umgang mit meinem NEIN-SAGEN, sind 10 Hinweise für die Einhaltung meiner eigenen Grenzen. Es muss daraus folgend, nicht immer ein NEIN bedeuten. Es bedeutet nur, intensiv Denkgewohnheiten zu verändern, sich Zeit zu nehmen für sich selbst, um dann wirklich eine Entscheidung zu treffen, die mir gut tut. Sie sind für mich eine wirklich gute Anleitung, MEINE Wünsche und Gedanken herauszufinden, selbst anzunehmen und diese dann sicher und ohne schlechtes Gewissen zu kommunizieren.

Anke Vogler – Happy Coaching – 10 Hinweise zum NEIN-SAGEN

Lass dich nicht überrumpeln!

  1. Nimm dir kurz Zeit für die Antwort. Du kannst auch direkt um Bedenkzeit bitten. Wenn dir diese nicht gewährt wird, du dir aber unsicher bist, dann solltest du lieber NEIN sagen (später ein JA nachzuliefern ist wesentlich einfacher, als ein JA zurückzunehmen!)
  2. DU hast die Wahl! Sei dir immer bewusst, dass die Entscheidung nicht beim anderen liegt, sondern bei dir! Niemand kann dich zu etwas zwingen, was du nicht möchtest. Denke daran: ein NEIN zu einem anderen, ist ein JA zu dir (in den Fällen, in denen du etwas nicht tun möchtest)!
  3. Setze Prioritäten! Überlege dir, wem oder was du deine sehr wertvolle Zeit schenken willst. Denn das ist es, was du dem anderen mit deiner Antwort gibst – ein Geschenk! Sei dir dessen bewusst!
  4. Gegenangebote Wenn jemand von dir etwas möchte, dass du nur zu einem Teil unterstützen willst, dann kommuniziere das. Du kannst vorschlagen, den Teil zu erledigen der für dich ok ist. Wenn der andere ablehnt, ist das seine Entscheidung (und hat nichts mit dir zu tun, sondern mit seinen eigenen Grenzen!)
  5. Lass dich nicht einwickeln! Kennst du das, wenn Leute einem regelrecht Honig ums Maul schmieren, um etwas zu bekommen? Hier kannst du den Spieß auch gerne mal umdrehen! „Du kannst das doch viel besser als ich, du bist da so geschickt“ -> „Ich kann dir gerne zeigen wie es geht, damit du es das nächste Mal genauso gut kannst“ oder „Wenn du es selber machst, kannst du das bald genauso gut“
  6. Nutze visuelle Helfer!  Du kannst dir zum Beispiel ein kleines Post it auf den Tisch kleben mit der Aufschrift „NEIN“, oder einem Codewort, dass dich daran erinnert, standhaft zu bleiben. Oder einen Kaffeebecher, oder einen Talisman, oder oder oder.. Sei kreativ!
  7. Wäge ab, ob es dir die Person wert ist! Bedenke bei einem JA immer, welche Folgen das für dich und deine Bedürfnisse hat! Wenn dir die Person es wert ist, dass du dafür dein Bedürfnis hintenanstellst, ist es absolut ok, JA zu sagen. Aber eben nur, wenn du das bewusst tust!
  8. Mache Baby-Schritte! Beginne mit dem NEIN-Sagen mit einem kleinen Thema. Anfangs wird sich das komisch anfühlen (du erinnerst dich an Lektion 9 – Gewohnheiten!), aber das wird sich ändern. Übe weiter und du wirst mit jeder Grenze selbstbewusster und sicherer.
  9. Belohne dich für deinen Erfolg! Feiere jeden noch so kleinen Fortschritt, du hast es dir verdient!
  10. Hör auf zu denken! Meistens denken wir darüber nach, was der andere wohl über einen denkt, wenn man NEIN sagt. Hör damit auf, du weißt nicht was der andere denkt, das ist nur ein Produkt deines Gehirns (es sei denn du fragst den anderen). 

 Dein NEIN ist nicht besser oder schlechter, als das NEIN deines Gegenübers!  

Mein mühevoller Weg zum NEIN

Meine Bearbeitung des Themen – Werte und Grenzen setzen – hat mir einige positive Erkenntnisse gegeben. Ganz klar muss ich meine Werte bestimmen, denn daraus ergeben sich meine Grenzen und daraus NEIN-JA-SAGEN. Es ist für mich selbst sehr wichtig, mir meiner Werte und Grenzen sehr bewusst zu sein, sie selbst anzunehmen, sie selbst zu achten, bevor ich wirklich NEIN-SAGEN kann, ohne schlechtes Gewissen.

 

 Ja, es ist ein mühevoller Weg, der so einige Gedankenkarussells beinhaltet. Das ist aber völlig normal und auch ok. Wenn ich mich Jahrzehnte anderen angepasst habe und mich selbst ignoriert habe, ist es zu einer Gewohnheit geworden. Das heißt, es läuft automatisch in mir ab. Diese Automatisierung zu unterbrechen bzw. abzubrechen, ist mein Weg mit mir selbst besser leben zu können. Und gerade wird mir bewusst, das ich das Thema „Gewohnheiten“-Happy Coaching, doch bearbeiten kann. Ich werde es also nachholen.

Ich lerne NEIN-SAGEN, weil es mir gut tut.

Ich habe Nein-Sagen gelernt! Besser bezeichnet, ich übe es immer wieder. Warum? Ich erlebe es immer wieder, wenn ich automatisch zustimme, mich automatisch anpasse …, dass es mir selbst schlecht geht. Lange Zeit konnte ich diese Zustände nicht zuordnen. Es ging mir eben wieder einmal schlecht.

 

Meine Trauma-Therapeutin aber nervte mich, immer und immer wieder, mit den Frage: Warum geht es ihnen schlecht? Wo ist der Auslöser?

Diese Fragen lenkten mich auf meine eigenen Gedanken und Entscheidungen. Ich erkannte sehr deutlich, dass ich es selbst bin, die mich schlecht behandelt. Ich ignoriere mich selbst ganz automatisch und passe mich noch immer viel zu oft an, obwohl meine Seele sehr laut NEIN schreit.

 

Ich erlebe es an mir selbst, dass es mir wesentlich besser geht, wenn ich NEIN-SAGE, wenn ich NEIN denke und fühle. Es geht mir auch besser, wenn ich JA – SAGE, nach einem Innehalten und Überdenken der jeweiligen Situation, wenn ich herausgefunden haben, was ich wirklich will und mit welchem Kompromiss ich wirklich selbst leben kann.

 

Ich erlebe NEIN-SAGEN noch immer als Herausforderung, besonders an mich selbst. Es ist für mein Umfeld nicht immer einfach, es zu akzeptieren. Wie auch, sie sind es ja nicht gewohnt und sie haben selbst auch andere Erfahrungswege als ich beschritten. Genau wie ich, müssen sie nun lernen, dass ich NEIN-SAGEN kann und es auch tue, in aller Konsequenz. Konsequenz gehört dazu, denn wenn ich schwanke und mich wieder überzeugen lasse, dass ich auf dem falschen Weg bin, dann ist mein NEIN-SAGEN für den Mülleimer.

NEIN-SAGEN bedeutet auch vielfältiges los lassen

NEIN-SAGEN bedeutet auch, für eine Zeit oder für immer, los zu lassen. Los zu lassen von eigenen automatisierten Gedankenwegen, loslassen von Menschen die mir nicht gut tun, die mein NEIN nicht akzeptieren können oder dieses als nicht wichtig hinnehmen und einfach so weiter machen wie bis her.

 

Wenn ich zu meinem NEIN nicht selbst stehe, verändere ich mich nicht und somit auch den Umgang von anderen Menschen mit mir nicht! Wenn ich nicht möchte, dass Menschen auf bestimmte Art und Weise mit mir umgehen, dann muss ich mein Verhalten ihnen gegenüber ändern. Oh ja, dass klingt so einfach. Ist es aber nicht. Es ist aber der einzige Weg, irgendwann einmal, wesentlich besser oder ohne die Depression zu leben.

 

NEIN-SAGEN bedeutet aber auch, dass mich Menschen loslassen. Menschen die gewohnt sind, dass ich mich gegenüber ihnen, hinten anstelle. Menschen die über mein NEIN so überrascht sind, dass sie es nicht fassen können, mich unter Druck setzen und meine Anpassung fordern. Menschen, die überrascht sind, dass ich auch mein eigenes Leben leben möchte, kann und darf. Menschen, die mich nur mögen, wenn ich ihren Ansprüchen und Forderungen entspreche.

 

Oh ja, es tut weh. Sehr weh. Besonders, wenn es die eigenen Kinder sind.

Meine Erkenntnisse zum Thema: NEIN-SAGEN

NEIN-SAGEN bedeutet einen wesentlichen Schritt zu mir selbst!

NEIN-SAGEN bedeutet positive Veränderung meiner Glaubenssätzen (automatisierten Gedankengängen).

NEIN-SAGEN bedeutet loslassen von Menschen, die mir nicht gut tun.

 

NEIN-SAGEN bedeutet, MEINE Gefühle, Gedanken, Gewohnheiten, Grenzen zu achten, zu respektieren, anzunehmen und einzuhalten.  

NEIN-SAGEN bedeutet JA ZU MIR SELBST!