13/14.02.1945 - Über die Opferzahlen kann man bis heute nur vermuten.

Die Opferzahlen können nur vermutet werden

Der Städtename Dresden wird als Erinnerungsort und Geschichtssymbol vor allem mit den alliierten Luftangriffen auf die Stadt während des Zweiten Weltkriegs assoziiert. Das Geschehen jener Tage hat sich tief in die Biographien der Überlebenden und ihrer Stadt eingebrannt. Bis heute ist die Erinnerung an den Februar 1945 in Dresden lebendig.

Meine Recherche und meine Erkenntnisse

Nun habe ich in den letzten Tagen viel über den Feuersturm und seine Opfer gelesen. Es gibt eine Menge furchtbar brauner Seiten, die unverkennbar sind und mich zum kotzen anregten. Daneben gibt es einige Seiten, wo der Hintergrund nicht klar ersichtlich ist, ich diese also mit Vorsicht besucht habe. Darüber hinaus gibt es einige sehr vertrauenswürdige Seiten bzw. Artikel.

 

Nach meiner Recherche ist mir einiges sehr bewusst geworden und doch sind noch Fragen geblieben. Für mich ist einiges nicht glaubhaft bzw. zweifelhaft. 

 

Alle Zahlen und Aussagen führe ich hier auf, ohne das ich jede einzelne kommentiere oder bewerte. Dazu fehlt mir die Kompetenz. Ich schreibe hier, was ich für wertvoll und bedenkenswert halte.

 

Ich vertrete hier nur meine Meinung, die meinen Fragen und Bauchgefühl entspricht. Jeder der Historiker-Kommission 2008 würde mich sicher auslachen. Darüber hinaus möchte ich ganz bestimmt nicht dem braunen Mob eine Lobby geben. Ich habe nach Antworten gesucht. Ich habe Antworten gefunden.

»Am Abend dieses 13. Februar brach die Katastrophe über Dresden herein: die Bomben fielen, die Häuser stürzten, der Phosphor strömte, die brennenden Balken krachten auf arische und nichtarische Köpfe...« So beschreibt Victor Klemperer in seinen Tagebuch-Einträgen das Inferno 1945.

Mein Zweifel

Nachgewiesen ist: Der Feuersturm zerstörte rund 80.000 Wohnungen, und ihre Hitzeeinwirkung deformierte sämtliches Glas in der Innenstadt. Dazu kamen Kriegsflüchtlinge, Vertriebene und Ausgebombte aus anderen Städten. Militärangehörige, Zwangsarbeiter, Häftlinge, Kriegsgefangene... (Quelle: Deutsches Historisches Museum) Gehe ich nun, von der gesicherten Zahl der 80.000 Wohneinheiten aus und schätze das ca. 4 Personen je Wohneinheit gemeldet waren, ergibt sich für mich schon eine Opferzahl von mindestens 32.000. Diese Zahl deckt sich mit der Zahl der identifizierten Toten, die 1961 ermittelt wurde.Hinzu kommen die Opfer, die niemand mehr sieht. Auch wenn die Historiker keinen Anlass für eine totale Verbrennung als geben sehen, stellen sich mir die Nackenhaare auf, bei dem Gedanken. Historisch nachgewiesen und nie bezweifelt ist der "Feuersturm" in dem Dresden versank. Der Anhaltspunkt ist "Feuersturm". Die von der Stadt bezahlten Historiker haben auch Tiefflieger als "Hirngespinste" abgetan. Es gäbe dafür keine Beweise. Natürlich die Zeitzeugen haben sich das alles nur eingebildet. Genau wie sich das Phosphor nur im Traum in ihr Fleisch gebrannt hat. Wie ignorant kann man eigentlich sein.

Mein Fazit

Ich kann den Ergebnissen der Historiker-Kommission von 2008 nicht glauben. Ergebnisse und Zahlen werden in diesem Land herunter oder herab gerechnet, gerade so wie es politisch von Nöten gehalten wird. Das habe ich in diesem Land gelernt. Es geht überhaupt nicht darum, dass es nur die Zahlen von Dresden betrifft. Es geht darum, dass es in diesem Land, mit der Wahrheit nicht weit her ist. Damit stehen wir ganz sicher auch nicht allein. Egal ob es die Zahlen bis 1945, Zahlen in den 60ziger Jahren, Zahlen bis 1990 oder die neuen Zahlen. Alle haben sie für mich eines gleich, es sind Zahlen der jeweiligen Zeit, der jeweiligen Machtsysteme und dienen diesen auch. Sie haben mit Ehrlichkeit oder Wahrheit nichts zu tun. Ob Hamburg oder Dresden, glaube ich inzwischen, dass die Opferzahlen nach unten korrigiert wurden, um sich den Siegermächten zu beugen und Demut zu zeigen. Hinzu kommt, dass sich in dieser Dresden-Kommission nicht ein Historiker befand, der den Feuersturm in Dresden erlebt hat und diese weder einbezogen, noch gehört wurden. Viele Zeitzeugen sind tot oder ihnen wird unterstellt, falsche Bilder und falsche Erinnerungen zu haben. So etwas ist für mich ignorant und anmaßend. Für die Zeitzeugen muss das wie Hohn wirken.

 

Meine Wahrheit ist: Die Opferzahlen des Bombenkrieges in Deutschland, sind heute nicht mehr genau zu bestimmen. Die Politik benutzt sie.

 

Es ist nicht wirklich wichtig, genau zu wissen wie viele Menschen den Tod fanden. Jeder Mensch, der in einem Krieg stirbt, ist einer zu viel. Krieg bringt Tot und Hass, niemand bleibt davon verschont. Dieser Krieg ist in das Land zurück gekehrt, von dem er ausging.

 

Lieber brauner Mob, wir gedenken am 13. Februar mit der Menschenkette, den Opfern des Feuersturms. Wir gedenken still unter dem Geläut aller Kirchen der Stadt und sagen: Nie wieder darf es einen solchen Krieg geben. Niemals dürfen solche menschen-vernichtenden Gedanken in unserem Land die Politik bestimmen. Dresden, unser Land ist kunterbunt und schön. So soll es bleiben. Ja, ich habe es selbst erlebt, wie bunt die Menschen hier sind, wie jung und alt sich einfach bei den Händen nehmen und still gedenken. Ohne laute Musik, ohne Trillerpfeifen, ohne lautes Gebrüll und Gehetze. 10 Minuten Stille im Gedenken, geben jedem Opfer und dieser Stadt, Beachtung und Wertschätzung.

 

Ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Familie und ich, diese und die Nachkriegszeit, nicht erleben mussten. Uns geht es wirklich gut, wir sind aufgewachsen im Frieden und kennen Krieg nur aus dem Fernsehen. Ich hoffe sehr, dass es auch so bleibt.

Keine Einigkeit bei den Einwohnerzahlen

Deutsches Historisches Museum schreibt von 630.000 Einwohnern (Flüchtlingszahlen werden nicht benannt) in der Stadt.

 

Der Historiker und Journalist Götz Bergander schätzt, dass sich am 13. Februar 200.000 Flüchtlinge oder andere ortsfremde Personen in Dresden aufgehalten haben. Dazu kamen 50.000 Flüchtlinge, die schon länger in Dresden untergebracht waren. Die Situation ließ keinen genauen Überblick zu. Die Gesamtbevölkerung Dresdens zur Zeit des Angriffes schätzt er auf 950.000.

 

Max Seydewitz, Ministerpräsident (1947-1952) der vor 1955, als er sein Buch schrieb, den Vorgängen noch nahe stand, auch mehr Zeitzeugen als heute vorfand, nahm „1,2 Millionen Einwohner zur Zeit der Angriffe in Dresden“ an.

 

Der Chef des Verteidigungsbereiches, General Mehnert, spricht von 1,3 Millionen Einwohnern.

 

Der Bürgermeister i. R. Dr. Petermann schrieb an Irving, ihm sei eine Mitteilung des sächsischen Innenministeriums bekannt, nach der Anfang 1945 rund 1 Million Lebensmittelkarten an Bewohner Dresdens ausgegeben worden seien. Durchreisende und Flüchtlinge sind in dieser Zahl nicht enthalten.

Die Opferzahlen von 18.000 bis 500.000

Erst seit 2008 gibt es wissenschaftlich gesicherte Zahlen. (???) Die Historiker-Kommission legte die Zahl von 18.000 bis maximal 25.000 Kriegsopfern fest. Diese liest man nun in allen deutschen Geschichtsbüchern.

 

Die Neue Zürcher Zeitung vermutete am 17. Februar 1945 in einem Bericht ihres Berliner Korrespondenten 50.000 bis 70.000 Tote, während am selben Tag Svenska Morgonbladet etwa 100.000 Tote meldete. Einige internationale Schätzungen gehen von bis zu 500.000 Toten aus. 260.000 Leichen wurden nach den Bombardements der Royal Air Force (RAF) und der United States Army Air Force (USAAF) in Dresden gezählt.

  

Im Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht vom Februar 1945 werden für den internen Gebrauch „circa 60.000 Tote“ genannt.

 

 

Ex-Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer bestätigte diese Zahlen: „Der Angriff auf die mit Flüchtlingen überfüllte Stadt Dresden am 13. Februar 1945 forderte allein mindestens 250.000 Tote." (Deutschland Heute, hrsg. vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Wiesbaden 1955, S. 154)5)

 

 

Oberstleutnants der Bundeswehr, Eberhard Matthes, erklärte es waren 35.000 Leichen „voll identifiziert“, 50.000 „teilidentifiziert an Hand von Eheringen usw.“ Außerdem meinte er, es habe „168.000 Opfer“ gegeben, „an denen es nichts mehr zu identifizieren gab“.

 

Im Oktober 1954 veröffentlicht die Wehrwissenschaftliche Rundschau Nr. 10/53 einen Beitrag vom Generalmajor der Feuerschutzpolizei a. D. Hans Rumpf, der 60.000 Tote schätzt,

 

 

1955 sagte Hans Loch, stellvertretender Vorsitzender des DDR-Ministerrates, es seien über 300.000 Dresdner durch die Luftangriffe ums Leben gekommen.

 

 

Das „Referat für Fremdenverkehr beim Rat der Stadt Dresden“ meldete in 1960/6135.000 identifizierte Leichen.“

 

 

Die Stadt Dresden gab 1992 offizielle Meldung heraus: „Gesicherten Angaben der Dresdner Ordnungspolizei zufolge wurden bis zum 20. März 1945 - 202.040 Tote, überwiegend Frauen und Kinder, geborgen. Davon konnten nur etwa 30 % identifiziert werden. Einschließlich der Vermißten dürfte eine Zahl von 250.000 bis 300.000 Opfern realistisch sein…“ (Bearbeiter: Mitzscherlich, Zeichen: 0016/Mi, Datum: 31. 7. 1992)

 

Die Brockhaus-Enzyklopädie 17. Auflage nennt Anfang der 60ziger Jahre 60.000 Tote.

 

Historiker Dr. Wolfgang Schaarschmidt geht abschließend von etwa 90.000 Opfern aus. Sein Beweis ergibt sich aus den Ergebnissen, die der Leiter der Abteilung „Tote“ in der Vermißtennachweis-Zentrale Dresdens, Hanns Voigt, ermittelt hat und die von mehreren Lazarettärzten bestätigt worden sind. Dort ist von 80.000 bis 90.000 erfassten und von geschätzten 150.000 Toten die Rede.

 

„Die genauen Opferzahlen der angloamerikanischen Bombenangriffe auf Dresden können bis heute nur vermutet werden“, schrieb Hans-Joachim von Leesen im Jahr 2003.

Historiker-Kommission 2008 - "Personengenau gesichert"

Eine unabhängige Historikerkommission, hat in jahrelanger, mühseliger Kleinarbeit erstmals alles nur denkbare Material zusammengetragen und ausgewertet, das Aufschluss geben kann über die tatsächliche Zahl der Opfer der Bombennächte von Dresden 1945.

Die Fachleute zerstörten gleich mehreren Legenden, die das Inferno von Dresden bis heute umgeben:

  1. 18.000 Tote durch die Angriffe des 13. bis 15. Februar 1945 hat die Kommission "personengenau gesichert". Dazu kommt eine Dunkelziffer von maximal 7000 damals möglicherweise nicht registrierten Bombentoten, eher deutlich weniger.
  2. Man habe "keine Beweise oder belastbaren Indizien" gefunden, dass die Zahl der getöteten bei den Februarangriffen höher als 25.000 liegen könne. 20.000 Opfern meldete der Höhere SS- und Polizeiführer Elbe am 22. März 1945 nach Berlin, mit 25.000 Toten sei zu rechnen. An den ursprünglichen Bericht der SS aus Dresden wurde einfach eine Null angehängt.
  3. Dass der Feuersturm hunderttausende Menschen verschlang, ohne eine Spur von ihnen zu hinterlassen,ist nun ebenfalls widerlegt. Die Gluthitze zwar noch absolut tödlich, aber eben nicht alles verzehrend. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass eine große Anzahl von Menschen „rückstandslos verbrannt“ sei.
  4. Bei den verschwundenen Toten hätte es sich nur um unregistrierte Flüchtlinge handeln können. Eine Auswertung von Todeserklärungen im zentralen Standesamt Berlin 1 durch den Militärhistoriker Rüdiger Overmans ergab, dass die Zahl der getöteten Flüchtlinge in Dresden nur ein paar Hundert betragen kann.
  5. Zum Mythos Dresden gehört auch die Erzählung von den Tieffliegern. "Wir haben keine Beweise gefunden, dass amerikanische Jäger Flüchtlinge beschossen haben", resümiert Kommissionsmitglied Helmut Schnatz. Schnatz glaubt, dass die Zeitzeugen, damals allesamt noch Kinder, wahrscheinlich Luftkämpfe beobachtet haben. Fazit der Kommission: Es gab Tiefflüge - aber es gab keine Tiefangriffe und keinerlei Belege für einen „systematischen Beschuss“ der Dresdner Bevölkerung.
  6. Kommissionschef Müller ist stolz, dass endlich die "meisten Opfer einen Namen, ein Gesicht bekommen". Es wird kein anonymes Grauen kultiviert.
  7. Die angeblichen „Menschenjagden“ durch alliierte Tiefflieger werden in der Nazi-Propaganda genauso gerne verbreitet wie der vermeintliche Einsatz von Phosphorbomben.  

Unbeachtete Aussagen des Historiker Wolfgang Schaarschmidt

Dresden hatte 1939 631.000 Einwohner. Im Laufe des Krieges richtete die Wehrmacht Hilfs- und Reservelazarette ein. ... Offiziere und Mannschaften in Schulen, Turnhallen oder Privatquartiere eingewiesen. Das öffentliche Leben war im Vergleich zu westdeutschen Städten weniger beeinträchtigt. Rekonvaleszente Soldaten wurden auch privat untergebracht, dazu kamen durchreisende Zivil- und Militärpersonen... Kriegsgefangene und ausländische Arbeitskräfte. 

Anfang des Jahres 1945 erfolgte eine weitere und erhebliche Verdichtung der Bevölkerung in Dresden... Die Reichsbahn hatte Probleme, da sie schon mit dem Flüchtlingstransport überlastet war... In Dresden blieben Züge mit Flüchtlingen stehen, da es an Lokomotiven fehlte... Auf dem Dresdner Hauptbahnhof trafen Flüchtlingszüge aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien ein. In Lazarettzügen lagen Verwundete, die auf Weiterfahrt warteten. In vielen Haushalten waren Durchreisende oder rekonvaleszente Soldaten, Verwandte aus den bombenbedrohten Westgebieten, Ausgebombte durch die Angriffe am 9. Oktober 1944 oder 16. Januar 1945 untergebracht und vor allem Flüchtlinge aus den von der Roten Armee bedrohten und inzwischen besetzten östlichen Gebieten.  

 

... ich nicht abschließend beurteilen, ob es Tiefflieger gab. Es gibt aber einfach noch zu viele Zeitzeugen in Dresden, die solche Angriffe erlebt haben, erlebt haben wollen oder sich einbilden, sie erlebt zu haben. Angriffe alliierter Jagdflugzeug auf deutsche Zivilisten sind in unzähligen anderen Fällen unbestritten, insofern ist es auch für Dresden denkbar. Wie auch immer es aber tatsächlich gewesen sein mag...

Die Art des Angriffs in Dresden war wesentlich konzentrierter. So vergingen etwa in Hamburg nach dem Feuersturm fast zwei Tage bis zum nächsten Angriff, während es in Dresden nur drei Stunden waren. Das heißt, in Dresden wurden die Rettungskräfte und die aus den Kellern kriechenden Überlebenden gezielt noch einmal bombardiert. In Hamburg beträgt zum Beispiel die offizielle Zahl der von den Feuerwehren gerettete Menschen 80.000 Personen, in Dresden sind es nur 600.

 

Historiker Dr. Wolfgang Schaarschmidt

geboren 1931 in Dresden, erlebte die Luftangriffe auf seine Heimatstadt am 13./14. Februar 1945 im vom Feuersturm verschonten Stadtteil Prießnitz. Seit 1984 studierte er Geschichte, quellenkritisch erforschte er seit 1996 die Umstände nach der Zerstörung Dresdens und die Zahl der Opfer. Sein Buch „Dresden 1945. Zahlen, Daten, Opfer“, ist im Herbig-Verlag erschienen. Fast 600 Fußnoten unterstreichen den wissenschaftlichen Anspruch des Werkes „Dresden 1945“. Für alle Behauptungen, die Schaarschmidt aufstellt, legt er nachvollziehbar Archivunterlagen, Aktennotizen oder Zeitzeugenaussagen zu Grunde.

Aussagen von Hans-Joachim von Leesen

Tatsächlich kennen wir die genaue Zahl der Opfer nicht. Amtliche Dokumente über die Endzahl, die zuverlässig wären, fehlen. Der immer wieder herangezogene „Tagesbefehl Nr. 47“ des Befehlshabers der Ordnungspolizei liegt im Original nicht vor. Ob Unterlagen der Stadtverwaltung oder anderer Behörden beiseite geschafft und nach Russland verschleppt wurden, ist unbekannt, aber nicht unmöglich.

Sowohl die DDR als auch die Sowjetunion nutzten die Angriffe auf Dresden in den Jahren des „Kalten Krieges“ als Propagandawaffe gegen die Anglo-Amerikaner. Jene hingegen, die Verursacher des Massenverbrechens, waren verständlicherweise an hohen Verlustzahlen nicht interessiert und übten vermutlich dementsprechend ihren Einfluss aus.

 

Der letzte DDR-Oberbürgermeister von Dresden, Wolfgang Berghofer bestätigte, bei der Zahl von 35.000 Toten handele es sich um eindeutig identifizierte, während die Anzahl der nicht mehr identifizierten Toten unbekannt sei, insgesamt höchstens 60.000. Diese Zahl scheint realistisch zu sein, auch im Vergleich zum Feuersturm in Hamburg. Die genaue Zahl der Opfer ist auch in Hamburg nicht bekannt, doch dürfte die amtliche Zahl von 45.450 Toten den Tatsachen am nächsten kommen.

Hans-Joachim von Leesen

Das Erlebnis der Luftangriffe hat ihn jahrzehntelang beschäftigt. Vielleicht hat Hans-Joachim von Leesen deshalb über sechzig Jahre nach dem verheerenden Bombenangriff 1943 auf seine Heimatstadt Hamburg, den er als 13jähriger überlebte, dieses Trauma publizistisch noch einmal aufgearbeitet (Bombenterror – Der Luftkrieg über Deutschland, 2005). Der Ausgebombte nahm auch am Schicksal seines neuen Wohnortes Flensburg regen Anteil... Gegen die 68er-Kulturrevolution wirkte von Leesen auch

publizistisch seit den siebziger Jahren als Criticón-Autor und in anderen konservativen Medien und fand 1991 zur "Jungen Freiheit". Er kehrte 1980 als hauptamtlicher Landesgeschäftsführer des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes, in den Norden zurück und wurde dafür von Heide Simonis mit der Schleswig-Holstein-Medaille geehrt –, wirkte er wieder effektiv in Hamburg

Quelle: https://jungefreiheit.de/

Weitere kritische Aussagen

Den Bericht der Kommission hat Karin Zimmermann unter die Lupe genommen. Die von der Kommission ermittelte Bombenopferzahl von 25.000 ist für sie nicht plausibel. In einer eigenen Untersuchung weist sie nach, dass diese Zahl nicht stimmen kann. Allenfalls könne das die „Summe der registrierten Toten“ sein, also ohne alle jene Opfer, die nicht mehr nachweisbar seien.  Ihrer Untersuchung lässt sich entnehmen, dass es mindestens 250 000 Tote waren, also zehnmal mehr. 

Ferner tritt sie der Behauptung entgegen, dass es in jenen drei Bombentagen keine Tieffliegerangriffe gegeben habe. Diese Behauptung sei falsch.

 

Aber auch die Regierung der Bundesrepublik Deutschland habe ein nachvollziehbares Interesse daran, die Anzahl der Bombenopfer möglichst gering zu halten. Als Partner im Nato-Bündnis seien immense Opferzahlen nicht hilfreich. Frau Zimmermann schreibt: „Wie sich aus den Äußerungen verschiedener Oberbürgermeister der Stadt Dresden und auch aus den Äußerungen des (späteren) Leiters der Historikerkommission Müller ergibt, bestand das Interesse des Auftraggebers der Stadt Dresden darin, eine möglichst kleine Anzahl von Opfern zu ermitteln, um das durch die Alliierten begangene Völkerrechtsverbrechen zu relativieren. Den jährlich in Dresden stattfindenden Demonstrationen sollte – so weit als möglich – der ‚Wind aus den Segeln genommen’ werden.“ 

 

Aus der Tageszeitung Die Welt vom 3. März 1995 (Seite 8): „Als die Städte zu Krematorien wurden”

Am Dresdner Altmarkt fanden sie in ausgegrabenen Kellern drei Meter unter Straßenniveau Verfärbungen des Sandsteins von Weißbeige nach Rot. Partienweise ist der Stein verglast. (…) Der Berliner Archäologe Uwe Müller: "Wir können daraus erkennen, dass Temperaturen von 1300 bis 1400 Grad und Sauerstoffmangel geherrscht haben…, dass oberirdisch sogar noch weit höhere Temperaturen von bis zu 1600 Grad geherrscht haben…, dass von den Menschen nur Asche übrig blieb.“

 

Man kann nur schätzen, wie viele sich in den Tagen in Dresden aufhielten. Dresden liegt in einem Talkessel. Wenn man hier massiv Brandbomben auf ein mit Menschen überfülltes historisches (gut brennbares) Stadtzentrum in mehreren Angriffswellen abkippt, gibt es kein Entrinnen.

 

sich lediglich auf die identifizierten / aktenkundig belegten Toten zu berufen. Wenn beispielsweise eine komplette Familie auf der Straße bei über 1000°C verbrannte – wer will aus dem Häufchen Asche hernach noch feststellen, wie viele Menschen das waren: 2 oder 4 oder 10? Wo sind denn dann noch “Akten” übrig, die den Verbleib der genannten Familie überhaupt nachvollziehen lassen?

 

Fest steht, dass nur der (noch) vorhandene Bestand der Todeslisten aus den bereits genannten Dresdner Archiven verwendet wurde. Ein weiterer, viel umfassender Aktenbestand ging in den ersten Tagen nach dem Einmarsch der Russen verloren. ich selbst bin im Besitz einer Sterbeurkunde vom 30.April 1945 aus der Bezirksverwaltung IV (Plauen). Es trägt die Nr. 472/1945 und ist auf den Namen Franz Otto Schmidt ausgestellt, der in der besagten Angriffsnacht am 13./14. Februar in der Nachtigalstraße 8 durch Fliegerangriff gefallen ist. Seine Wohnhaftadresse war in Dresden, Altplauen 15. Ein zweites Exemplar in den Archiven ist mir nicht aufgefallen. Laut der Historiker-Kommission hat es einen Franz Otto Schmidt nicht gegeben.


Unvollständigkeit der Historikerkommission liefert der Historiker Wolfgang Schaarschmidt in seinem Buch DRESDEN 1945. Auch seine Quellenlage hat die Historikerkommission nicht zur Kenntnis genommen.   

 

TextQuellen: http://www.bombenkrieg.net/dresden und http://www.gegenfrage.com/bomben-auf-dresden

Quellen-Verzeichnis

"Die ganze Stadt verbrennen" Der Historiker Wolfgang Schaarschmidt über die Zerstörung Dresdens 1945 und die Tabus in der Debatte um den Bombenkrieg von Moritz Schwarz (http://www.bombenkrieg.net/dresden_neu.htm)

 

"Hochgerechnet und heruntergelogen" - Die genauen Opferzahlen der anglo-amerikanischen Bombenangriffe auf Dresden können bis heute nur vermutet werden von Hans-Joachim von Leesen (http://www.bombenkrieg.net/dresden2.htm)

 

"Genugtuung über die riesige Zahl von Toten geäußert" Am 13. und 14. Februar 1945 fand mit den Luftangriffen auf Dresden der alliierte Bombenkrieg seinen schrecklichen Höhepunkt von Lothar Groppe SJ

(http://www.bombenkrieg.net/in_dresden_1945.htm)

 

"Das Ende der Legenden" Von Hans Michael Kloth (http://www.spiegel.de/)

"Die dreifache Schändung der Toten" (https://www.focus.de/politik/deutschland/) 

 

Abschlussbericht der Experten-Kommission 2008: http://www.dresden.de/media/pdf/infoblaetter/Historikerkommission_Dresden1945_Abschlussbericht_V1_14a.pdf 

 

Der ganze Knobloch-Bericht ist hier zu lesen: http://www.mmnews.de/index.php/politik/12065-die-feuerhoelle-von-dresden

Karin Zimmermann-Untersuchung http://kpkrause.de/wp-content/Bombardierungg-Dresden-Untersuchung-Karin-Zimmermann.doc