Prerow - da wo die schönsten Strände sind

Prerow, da wo die schönsten Strände sind

Das Leben in Prerow war bis um 1700 geprägt von Entbehrungen und Abgeschiedenheit. Ein Landstrich aus Seesand, auf dem kaum etwas wächst, das die Bewohner ausreichend ernähren konnte. Der Wald mit Holz, Beeren, Pilzen und Wild, die Gewässer mit Fisch, Wiesen mit Gras fürs Vieh, waren die Quellen, aus denen man nur schöpfen konnte. Röhrichtgürtel lieferten Rohr für die Bedachung der Häuser.

Die Darßer und Fischländer  Segelschifffahrt erreichte zur Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit – aus der in Prerow noch etliche Wohnhäuser erhalten sind.

Zu den ältesten Gebäuden zählen die Seemannskirche, das „Pfarrwitwenhaus“, sowie das „Eschenhaus“. Viele der noch älteren Lehmkaten haben die Zeiten nicht überstanden.

Die Waldstraße entlang

Privates Bernstein-Museum und Lädchen - Ich liebe diesen Ort

Nicht zu übersehen ist dieser wunderbare Bernsteinschmuck-Laden, dem ein kleines Bernstein-Museum angeschlossen ist. Hier trifft man auf die überaus emphatische Familie Moldenhauer. Sie führt eine lange Familientradition mit Liebe und Herz fort. Sie sammeln noch selbst den Bernstein, hier an der Darßer Küste und zaubern aus Bernstein, Kieseln, Fossilien und Strandholz selbst wunderbaren Schmuck. Hier darf der Kunde sich alle Zeit lassen, zum stöbern und schauen. Ein Snack ist auch immer drin. Auch Kunden, die nichts kaufen, wird hier nicht knatzig hinter her geschaut. Wir waren schon oft im Laden wie im Museum, aber wir schauen jedes mal wieder herein. Hier kaufe ich mir meinen besonderen Bernstein-Schmuck, da ich mich hier sehr willkommen fühle und erleben kann, mit wie viel Liebe das Handwerk ausgeübt wird. Schön, dass es euch gibt, Familie Moldenhauer.

„Das Gold der Ostsee“ werden sie genannt, die Bernsteine. Nach einer tausendjährigen Reise durch längst vergangene Wälder, Meere und Wellen landeten viele von ihnen im Darßer Bernsteinmuseum in Prerow.

300 verschiedene Arten gibt es weltweit. Auf dem Darß heißen sie „Baltischer Bernstein“ – benannt nach dem Ort seiner Entstehung. Denn vor Millionen von Jahren bedeckten riesige, subtropische Wälder das Baltikum und verloren hier und da mal ein Tröpfchen Harz, das heute Bernstein ist.

Die Prerower Familie Moldenhauer hat den goldgelben Unikaten ein ganzes Museum gewidmet. In der Waldstraße, nahe dem Darß-Museum, erfahren Sie alles Wissenswerte über diese Schätze der Natur und können so manches ungewöhnliche Stück bestaunen. Ganze Insektenschwärme oder Spinnen aus grauer Vorzeit wurden in den Steinen konserviert.

Seebrücke Prerow

Noch vor 100 Jahren verfügte Prerow nur über einen Steg für kleine Fahrgastboote. Er wurde später durch eine größere, hölzerne Seebrücke ersetzt. Die Naturgewalten, ständiger See- und Eisgang setzten ihr allerdings ganz schön zu. Ständig waren Reparatur- und Wartungsarbeiten von Nöten. Unermüdlich bauten die Prerower die Holzstege immer wieder auf, bis sie nach dem Mauerbau 1961 aufgegeben wurde. Seit 1993 hat Prerow eine neue, sehr massive und 390 Meter lange Seebrücke. 

Am Nordstrand

Die alte Schiffer-Kirche

Die Seemannskirche ist das älteste Gotteshaus auf dem Darß (erbaut 1726/28).  

Wie viele Seemänner hier wohl schon ihr Leid klagten oder – erleichtert noch am Leben zu sein – Kerzen entzündeten? In ihrem fast 300-jährigen Bestehen, war sie für viele Seeleute buchstäblich der Fels in der Brandung: die Seemannskirche von Prerow.

Der einstige Fachwerkbau hat viele Wandel miterlebt, seit 1830 zeigt sie sich – wie heute noch – als Backsteinbau mit hölzernem Turm. Um die Kirche herum stehen uralte, meist aufwendig gearbeitete Grabsteine, die „Lebensgeschichten aus früheren Zeiten“. Der Älteste stammt aus der Zeit um 1690.

Viele Seeleute haben sich aus Dankbarkeit in der Kirche verewigt. Historische Modellschiffe, die sie oft in jahrelanger Feinarbeit gefertigt haben, kann man im Inneren des Baus bestaunen. Den Messingkronleuchter aus dem Jahre 1728 stifteten Prerower Bauern. Den Kristallleuchter erhielt die Kirche von einer geretteten Schiffsmannschaft.