Auf dem Zingst, in Zingst. Ein wunderbarer Urlaubsort an der Ostsee

Auf dem Zingst, in Zingst

Unsere Ferienwohnung

Seit drei Jahren sind wir im März in einer Fewo in Zingst, im Müggeberger Weg 41, in der Vermietung von Frau Gerlinde Siems. 

Ein hübsche Fewo mit Blick auf das Meer, in der  wir uns wie zu Hause fühlen. Der Unterschied besteht darin, dass wir einige Haushaltsutensilien suchen müssen, Bratwurst im Kochtopf braten – weil eine Bratpfanne fehlt, bei geöffnetem Fenster - uns die Musik der Wellen begleitet und wir vom Balkon aus, auf das Meer luken können. Kaffee-Rauchpause mit Blick auf das Meer und Meerrauschen im Ohr – früh am Morgen, macht gleich den ganzen Tag besonders. Balsam für Seele und Herz.  

Zingst bietet alles was wir brauchen.den unendlichen Ostsee-Strand, den Barther Bodden, eine Seebrücke, einen kleinen Bodden-Hafen, einen Museumshof und kleine hübsche Straßen zum bummeln und verweilen. Zingst ist ein wunderbarer Ausgangsort für unsere Tagestouren.  Ausgangpunkt für unsere Bummel in Zingst war immer der Parkplatz am Postplatz, der er zentral liegt. Sofort nach der Ankunft muss ein Stadtbummel sein. Nachschauen ob noch alles da ist, ob sich etwas verändert hat. Wie immer, sind viele Geschäfte und Restaurants noch geschlossen, was uns überhaupt nicht stört. Auf der Seebrücke war viel los und das Meer begrüßte uns freudig. Selbst die Möwen flogen einen Freudentanz für uns.

An einem anderen Tag schlenderten wir vom Strandaufgang 6a bis Strandaufgang 15.  Die Sonne schien so warm und nur ein laues Lüftchen wehte, so dass Mütze und Schal schnell in den Rucksack wanderten. Ein herrlicher Tag und das Meer sang seine Weisen dazu. Hinter der Seebrücke entdeckten wir eine Kunstfigur aus Metall, auf einer Bune. Wer achtsam und mehrfach hinschaute, konnte die besondere Schönheit der „nackten Frau“ entdecken. Die Natur malt die schönsten Bilder und hier gab sie der „nackten Frau“ die wunderschönsten Kleider. Immer wieder neu und immer wieder anders, je nach Blickwinkel. Ich war und bin völlig hingerissen von dieser, für mich genialen, Kreation.  

An der Seebrücke machten wir eine kurze Pause zum Durst löschen, um die Strandstraße hinauf zu bummeln zum Café Scubo. Dort sind um diese Zeit die Gartenmöbel schon aufgestellt und die Sonne schaut direkt dort hin. Wahnsinn. Ohne Jacke, in der Sonne ließen wir es uns richtig gut gehen, bei Kaffee und Eis. Den Eisbecher „Zingster Strand“ kann ich sehr empfehlen.  

Für unseren Rückweg nahmen wir den Damm-Fahrradweg, hoch oben mit Ausblicken über die Häuser an der Seestraße entlang. Wir schauen auf kleine und große historische Bauten, neben Legohäusern und modernen gesichtslosen Prunkhotelbauten. Gruselig war für uns, anzuschauen wie auf einem Grundstück eine Vielzahl Bäume gefällt waren und zwei alte Reet-gedeckte Häuser weichen müssen, für ein weiteres modernes Prunkhotel.  

Wenn man zum kleinen Hafen, am Barther Bodden möchte, bummelt man am besten die Hafenstraße hinauf. Auch dort gibt es noch einiges zu entdecken. Der Hafen liegt, um diese Jahreszeit noch im Winterschlaf. Ein alter Segler liegt dort an Land und das Fahrgastschiff ist noch nicht im Hafen. Am Bodden entlang zu Kranich-Ausblicken kann man auf dem Deich-Radweg laufen. An meinem Geburtstag bummelten wir, frohen Mutes zum „Skipper“. „Sie können zum Essen bleiben, wenn sie sich dort dazu setzten. Wir sind heute ausgebucht“. Glück gehabt, wir haben einen Platz im Seemanns-Restaurant ergattert. So einige nach uns, mussten leider unverrichteter Dinge wieder gehen. Wir wählten natürlich Fisch. Das Ambiente wunderbar, Bedienung freundlich und das Essen reichlich und ober legger. Sehr empfehlenswert. Wir werden wieder kommen, aber ganz bestimmt dann reservieren.

Unser kurzer Weg zum Strand

Vom Postplatz durch die Klosterstraße bis zur Seebrücke und durch die Strandstraße zurück

Unser 1. Eis 2018, in der Sonne von Zingst

Geburtstag am Abend - Ein Blick aufs Meer und Essen im Skipper

Im Skipper fühlen wir uns wohl. Ein wunderbares Restaurant, mit allerlei Tüddelkram ausgestattet und einfach urig. Der Service ist freundlich und schnell. Das Essen ist ober lecker und sehr  reichlich, die Preise moderat. Den Skipper kann ich mit sehr gutem Gewissen 100% empfehlen. So muss ein Restaurant am Meer sein, für mich.

OLYMPUS FotoKunstPfad Zingst - Gute Fotos brauchen eine Pointe

In Zingst geschieht wieder etwas Einzigartiges. Die gesamte Fotowelt hat in der jüngsten Vergangenheit mit großem Beifall die Olympus Photography Playgrounds bewundert. Nach den urbanen Indoor-Events an unterschiedlichsten Schauplätzen wird es jetzt erstmals als Outdoor-Installation den Olympus FotoKunstPfad Zingst geben – ein mutiges Experiment mit Alleinstellungsmerkmal. Die internationale Gruppe der teilnehmenden Künstler setzt sich zusammen aus Bildhauern, Möbel- und Interiordesignern, Architekten und Videokünstlern.

Es besteht kein Zweifel an der Tatsache, dass Zingst rund um die Natur geradezu unerschöpfliche Motive zu bieten hat. Um den Foto-Fun-Faktor zu steigern, braucht es aber zusätzliche Impulse. Genau das bietet der Olympus FotoKunstPfad Zingst. Visuelle Überraschungsmomente und die Impulse für fantasievolle Selbstinszenierungen. Hier können Bilder entstehen, die es ohne die Begegnung mit der Kunst nicht geben würde.

Sea Daugther - Bildhauer Rob Mulholland

Der schottische Bildhauer Rob Mulholland wurde international mit künstlerischen Arbeiten in der Natur sowie mit Skulpturen im öffentlichen Raum bekannt. In seinen Werken setzt er sich mit der komplexen Beziehung zwischen uns und unserer natürlichen Umgebung auseinander, sowie mit dem urmenschlichen Verlangen, Spuren für die zukünftigen Generationen zu hinterlassen. Er zelebriert die individuelle Resonanz, die der Mensch in der Natur wahrnimmt und zeigt auf, wie beeinflusst wir uns durch die elementaren Kräfte der Natur fühlen. Sein Kunstwerkt Sea Daughter zeigt sowohl die Verletzlichkeit, als auch die Stärke des Meeres. Nicht nur als wahrhafte Spiegelung, sondern auch als emotionale Metapher wirft die zarte Figur mit ihren kaum greifbaren Konturen ein Bild zurück, welches das fragile Gleichgewicht und gleichzeitig die stetige Veränderlichkeit der Natur zeigt. Sie reflektiert ihr Umfeld und fordert den Betrachter heraus, seine eigene Beziehung mit der Umgebung zu hinterfragen.

Ich bin fasziniert von diesem Kunstwerk. Die schlanke Frau wird sicherlich von vielen Strandwanderern übersehen. Leider. Jeder Schritt von mir verändert sie. Jeder Blickwinkel verändert sie. Die (Spiegelungen) Natur zeichnet die schönsten Bilder und kreiert die besten Kunstwerke. Hier vollendet die Natur das Kunstwerk. Die Natur zieht dieser nackten Frau die schönsten Kleider an. Dann wieder ist ihr gesamter Körper gezeichnet von einem Gewirr an Linien. Sie wechselt die Farben, von hell bis dunkel. Die Natur ist einzigartig, so wie der Mensch auch  einzigartig ist, in jedem Augenblick. 

Die Zingster Seebrücke

In Zingst wurde als letztes 1937 das Familienbad abgerissen. Ein Anlegesteg bestand noch bis 1947, dann war auch er durch Sturm und Eisgang abbruchreif.  Die heutige Seebrücke in Zingst wurde im Mai 1993 eingeweiht. Sie ist 270 m lang und 2,50 m breit.

Oben auf dem Deich entlang mit Blick auf die Häuser an der Seestraße

Foto-Kunst am Postplatz

Zingst hat ein Herz für Fotografie. Hier auf dem Postplatz stehen jedes Jahr andere Foto-Kunstwerke. Ich bin begeistert von den Fotos und auch von der Idee sie beständig im Stadtbild aufzustellen. Daneben gibt es hier auch einige Fotoprojekte, die auch Mitmach-Kurse beinhalten. Wunderbar. Richtig fasziniert war ich von den Pferden. Auf die Idee, Tiere von unten - durch eine Glasscheibe zu fotografieren, ist genial und hat einmalige Blickwinkel eröffnet und für den Betrachter sichtbar festgehalten. Wunderbar!

Der Zingster Hafen am Barther Bodden