Papstststeinwanderung - die sächsische Schweiz ist einfach wundervoll und immer wieder überraschend

Pabststein-Wanderung

Der Papststein (451m) ist ein Tafelberg in der linkselbischen Sächsischen Schweiz in Sachsen.Der Papststein befindet sich etwa vier Kilometer südöstlich von Königstein und etwa drei Kilometer südlich von Bad Schandau, inmitten einer Hochebene, welche noch durch weitere gleichartige Felsberge dominiert wird. Umliegende Berge sind der Gohrisch, der Kleinhennersdorfer Stein und die Lasensteine. Touristisch wird diese Mikroregion in der Sächsischen Schweiz oft auch als das Gebiet der Steine benannt. Am Fuß des Papststein liegt der kleine Ort Papstdorf, welcher zur Gemeinde Gohrisch gehört. Auf dem Gipfel befindet sich ein Berggasthaus und ein für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher Feuerwachturm.

Textquelle: Wikipedia 

Das Meer von blauen und lila Blüten ließ uns das Auto stoppen und schauen. Eine riesiges Meer an Blumen bis zum Horizont, kurz vor Gohrisch. Wir waren total begeistert. Vielleicht sind wir deshalb am Wanderparkplatz zum Papststein vorbei, direkt nach Papstdorf weiter gefahren.

In Papstdorf stellte sich dann die Frage des Parkplatzes, den wir nicht fanden und durch die kleinen engen Straßen, die von einigen wundervollen Fachwerkhäusern gesäumt sind, irrten. Mitten im Dorf, an der Bushaltestelle "Pabstorf-Schule", fanden wir dann sogar einen kostenfreien Parkplatz (nur Samstag/Sonntag). Von dort aus liefen wir rechts die Hauptstraße entlang bis zu einer großen Kreuzung, an der ein Wanderhinweisschild stand. Entsprechend dem Wanderwegweiser gingen wir nur links Bergan. In Sichtweise der großen Hinweistafel bogen wir rechts ab. Hinter der Informationstafel, auf einer Bank genossen wir die Schrammstein-Aussicht, über die Wiesen hinweg. Ach ist unser Land doch schön.

Unser Aufstieg beginnt

Nun führte uns der Weg zum Wildgehege und dann, wie kann es in der sächsischen Schweiz anders sein, an die ersten Treppen zum Aufstieg auf den Papststein. Insgesamt 361 Stufen führten uns 451m hinauf auf den Papststein. Zwischendurch kleine Abschnitte Wanderweg, beständig bergan, ließen uns etwas verschnaufen. Ungefähr zur Mitte des Aufstieges haben wir einen wunderschönen Ausblick über Papstdorf und diese wundervolle blaue Wiese zu Füßen der Kirche.

Der Papststein wurde 1496 als „Bogerßdorfer Stein“ erstmals urkundlich erwähnt. Weitere frühere Namensformen waren „Babsdorffer Stein“ (Anfang 17. Jh.) und „Pabstdorffer Stein“ (1736), bevor Anfang des 19. Jahrhunderts die heute gebräuchliche Namensform aufkam.

Bereits 1780 wurde der Papststein durch einen Weg („Alter Weg“) erschlossen. Wilhelm Leberecht Götzinger empfahl 1812 die Besteigung des Gipfels und schrieb: „Doch erst ist der Papststein zu besteigen (…) Wer auf ihn sich hinauf führen lässt, findet eine vortreffliche Aussicht in die Nähe und auch einige in die Ferne (…).

Textquelle: Wikipedia

Kleine Verweilpause mit Aussicht

Hier fanden wir auch ein kleines Felsplateau, mit einem großen Fels in Form eines Mundes. Die Aussicht über die Dörfer im Tal war fantastisch. An einem der riesigen Felsen vorbei, über die einzige für mich "gefährliche" Fels-Steige dieser Wanderung, waren noch hohe Felswände zu bestaunen.

Nach einer kleinen Verweil-Pause führten uns die letzten ca. 100 Stufen hinauf auf den Gipfel zum Berggasthof Papststein.

Gipfel und Berggasthof

Hier oben auf dem Gipfel, blies der Wind mächtig kalt über das Plateau. Wir kletterten noch hier und da auf Aussichtspunkte und schauten begeistert über das Land, ehe wir uns für eine Kaffeepause ein schönes Plätzchen suchten. Wir gönnten uns einen Latte, Erdbeertorte, Linseneintopf und ein Bier, für schlappe 20,50 Euro. Ups. Nicht nur das es hier oben sehr kalt war, auch die Preise waren, für unsere Vorstellung, überzogen. Schade. Weil uns kalt war, starteten wir nach einer halben Stunde unseren Rückweg. 361 Stufen abwärts und wir waren am Ende unserer wunderbaren Sonntags-Wanderung.

 

Die Wanderung ist mit 30 min ausgewiesen. Wir brauchen für Auf- und Abstieg, inklusive Pause, 3,5 Stunden. Lach. Naja, wir sind im gesetztem Alter und genießen den Aufstieg und die Aussichten. 

Gohrischer Hofladen

Schon auf der Fahrt zum Papststein, ist uns der Hofladen in Gohrisch aufgefallen. Er ist nicht zu übersehen, weil er so wunderbar  bunt und fröhlich am Straßenrand leuchtet und ganz sicher, alle Frauen, wie mich sofort begeistert. Der Hofladen ist Klasse. Eine wunderschöne Fachwerk-Gebäude-Anlage, ein kleiner Hof-Bier-Garten, überall Keramik-Hühner und Vögel sowie Metallkunstwerke machen diese Anlage, für mich zu etwas ganz Besonderem. Der Laden, in dem es von unterschiedlichen komischen Keramikfiguren nur so wimmelt, ist für den Geldbeutel sehr gefährlich. Wir finden hier, nach einigem hin und her der Überlegung für was wir uns entscheiden, ein wunderbares Geschenk für eine Freundin.

Das war ein schöner Abschluss unseres Sonntagsausfluges. Wir werden wieder kommen, ganz bestimmt.

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