Wanderung von Pfaffendorf zum Pfaffenstein, zur Barbarine und zurück. Natur pur. Fantastische Aus- und Einblicke, viele Stufen, enge Felsspalten und wundervolle

Pfaffendorf - Pfaffenstein - Barbarine

Startpunkt war für uns, der Wanderparkplatz in Pfaffendorf. Ein leichter Aufstieg in Richtung Sportplatz, dann eine Weile oberhalb des Ortes in Richtung Pfaffenstein. Dank guter Ausschilderung müssen wir den Weg zum Aufstieg nicht suchen. Hier können wir wählen - links oder rechts. Wir entschließen uns, nach einem netten Gespräch mit einer Wanderin, für den Aufstieg durch das Nadelöhr. 593 Stufen hinauf, aber jede Stufe ist diese wunderbare Natur hier wert. Die Aus- und Einblicke sind immer wieder Atemberaubend, für uns. Dann haben wir den Gipfel bestiegen und werden mit einer tollen Aussicht belohnt.  Weiter geht es am Gasthaus Pfaffenstein mit Aussichtsturm vorbei. Hier haben wir wieder die Wahl. Gehen wir über den Klammweg wieder nach unten oder laufen wir zur Barbarine. Die Entscheidung fällt uns nicht schwer. Wir laufen weiter zur Barbarine und auch hier heißt es wieder Trepp auf und Trepp ab - 271 Stufen. Wir gelangen durch eine enge Schlucht auf ein Plateau. Tolle Aussicht, aber wo bitte ist die Barberine? Sie hat sich hinter einer dunklen Felsspalte versteckt. Wir finden sie nur, weil ich neugierig zwischen die Felsen gelugt hatte und ein Geländer entdeckte. Da kann ich noch was sehen, also durch die Felsspalte hindurch. Das Geländer war meine Rettung, denn nur ein schmaler Überhang sorgt für einen guten Stand, um den fantastischen Ausblick auf die Barberine zu genießen. Nun müssen wir die 271 Stufen zum Gasthaus wieder zurück, um über den Klammweg wieder nach Pfaffendorf zu gelangen. Auch hier gibt es, durch die Klamm noch 181 Stufen, enge Felsspalten bis der Weg dann ein einfacher Wanderweg durch den Wald und am Waldesrand, mit Ausblick auf die Burg Königstein und den Lilienstein, wird. Wir waren insgesamt 3 Stunden unterwegs. Schön war es! Wunderschön!

 

Insgesamt eine mittelschwere Rundwanderung, sehr abwechslungsreich mit wundervollen Panorama-Aussichten, für Kinder geeignet. (Laut: https://www.outdooractive.com/)

Der Pfaffenstein, veraltet auch Jungfernstein, ist ein 434,6 m.ü. NHN hoher Tafelberg. Er liegt links der Elbe Elbe bei Königstein und wird aufgrund seiner vielgestaltigen Struktur auch als „Sächsische Schweiz im Kleinen“ bezeichnet.

Der zerklüftete und von zahlreichen Höhlen durchzogene Berg weist Spuren stein- und bronzezeitlicher Besiedlung auf und diente wegen seiner schlechten Erreichbarkeit später häufig als Zufluchtsort in Krisenzeiten. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Pfaffenstein für touristische Zwecke genutzt. Seit Beginn des 20. Jh. wird das Massiv des Pfaffensteins für den Klettersport erschlossen und zählt mit 32 Kletterfelsen zu den bedeutendsten Teilgebieten des Klettergebiets Sächsische Schweiz. (Wikipedia)

Aufstieg durch das Nadelöhr

Zur besseren Besteigung wurde 1897 das Nadelöhr erschlossen. Auch der Beginn der Erschließung für den Klettersport fällt in diese Zeit, wichtigste Schritte waren die Erstbesteigung des Nordturms 1900 und der Barbarine 1905. Mit dem Klammweg kam 1913 ein weiterer Normalaufstieg auf den Pfaffenstein hinzu. Die Beliebtheit des Pfaffensteins zeigte sich unter anderem darin, dass auch der sächsische König Friedrich August III. den Berg 1915 zusammen mit seinen Töchtern bestieg und in der Bergwirtschaft einkehrte. (Wikipedia)

Oben auf dem Pfaffenstein

Vom Aussichtsturm zur Barbarine

Felsplateau und Barbarine

Die Barbarine ist der bekannteste freistehende Felsen im deutschen Teil des Elbsandsteingebirges. Die 42,7m hohe Felsnadel gilt als ein Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Sie ist am 19. September 1905 erstmals durch Bergsteiger bestiegen worden und wurde am 13. Dezember 1978 zum Naturdenkmal erklärt, nachdem der Felsen drei Jahre vorher für den Klettersport gesperrt worden war. (Wikipedia)

Auf dem Klammweg wieder zurück ins Tal

Als neuzeitlicher Erschließer des Pfaffensteins erlangte Carl Gottlob Jäckel (1803–1882) Bedeutung. Er galt aufgrund seiner guten Ortskenntnisse als sicherer Fremdenführer. Der Volksmund bezeichnete ihn als „Berggeist vom Pfaffenstein“ oder „Rübezahl vom Pfaffenstein“.

Er plante und führte erste Wegausbauten durch. Ihm ist ein 1881 am nach ihm benannten Jäckelfels angebrachtes Marmormedaillon mit seinem lebensgroßen Brustbild gewidmet mit der Inschrift „Dem Erschließer und Hüter des Pfaffenstein’s Herrn Karl Gottlob Jäckel gewidmet vom Vaterländ. Gebirgsv. Saxonia den 2. Oktober 1881“. (Wikipedia)

593 Stufen Aufstieg durch das Nadelöhr - 271 Stufen bis zur Barbarine - 271 Stufen zurück zur Wegkreuzung - 181 Stufen Abstieg durch den Klammweg. Wanderung mit insgesamt 1.316 Stufen!