In der sächsischen Schweiz unterwegs.

Bad GottLeuba-Berggießhübel, Bad Schandau, Dohna, Dürröhrsdorf-Dittersbach, Gohrisch, Heidenau, Hinterhermsdorf, Sebnitz, Hohnstein, Königstein, Kurort Rathen, Liebstadt, Lohmen, Müglitztal, Neustadt i.Sachsen, Pirna, Rathmannsdorf, Reinhardtsdorf-Schöna, Rosenthal-Bielatal, Stadt Wehlen, Stolpen und Struppen, sind die Orte in der sächsischen Schweiz.

 

Markante Tafelberge in einmaliger Felslandschaft, enge Schluchten, idyllische Wälder, im Tal fließt die Elbe – vor etwa 100 Millionen Jahren entstand diese heute in Mitteleuropa einzigartige Landschaft der Sächsischen Schweiz im Meer. Heute ist der Nationalpark Sächsische Schweiz der einzige in Sachsen und schützt seit 1990 einen relativ naturnahen Ausschnitt des rechtselbischen Elbsandsteingebirges.

Die Nationalparkregion Sächsische Schweiz unterliegt damit großräumig staatlichem Schutz. Ziel des Nationalparks ist es, Einwirkungen durch den Menschen zu minimieren und Landnutzung weitgehend zu unterbinden. Auch die wirtschaftsbestimmte Nutzung der Nationalparkregion ist ausgeschlossen. Dennoch ist die Sächsische Schweiz  aber kein Sperrgebiet. Ein gut ausgebautes Wegenetz macht Wanderungen und Radtouren möglich, sodass der Nationalpark auch als Erholungsraum dient. 

Als Sächsische Schweiz wird der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges in Sachsen bezeichnet. Die durch bizarre Felsformen geprägte Landschaft liegt südöstlich von Dresden beiderseits der Elbe im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Die Sächsische Schweiz wird in die Vordere und die Hintere Sächsische Schweiz unterteilt.

Zur Vorderen Sächsischen Schweiz gehört der gesamte linkselbische Bereich mitsamt den Ebenheiten und den Tafelbergen wie dem Pfaffenstein oder dem Königstein sowie der rechtselbisch liegende Lilienstein, das Basteigebiet und der Brand.

Die Hintere Sächsische Schweiz umfasst die großen rechtselbischen Wald- und Felsreviere östlich von Bad Schandau und südlich des Sebnitztals bis zur tschechischen Grenze.

 

Im Gebiet der Sächsischen Schweiz gibt es eine Reihe von Burganlagen, welche zum Schutz der Handelswege errichtet worden waren. Erhalten geblieben davon sind die Festung Königstein und Burg Hohnstein. Ursprünglich war dieses Gebiet slawisch besiedelt und kam erst im 15. Jahrhundert in ungefähr heutigen Grenzen unter sächsische Herrschaft.

 

Die touristische Erschließung begann im Wesentlichen erst im 19. Jahrhundert. 

Der Name Sächsische Schweiz entstand im 18. Jahrhundert. Die beiden Schweizer Künstler Adrian Zingg und Anton Graff waren 1766 an die Dresdner Kunstakademie berufen worden. „Von ihrer neuen Wahlheimat aus sahen sie ostwärts, etwa einen Tagesmarsch entfernt, ein Gebirge liegen. Es zeigte ein merkwürdig abgeflachtes Panorama, ohne eigentliche Gipfel […]“ (nach Lothar Kempe). Diese fühlten sich von der Landschaft an ihre Heimat, den Schweizer Jura, erinnert und berichteten in ihrem Briefwechsel zur Unterscheidung von ihrer Heimat von der „Sächsischen Schweiz“. Zuvor wurde der sächsische Teil des Elbsandsteingebirges lediglich als Meißner Hochland, Meißnisches Oberland oder Heide über Schandau bezeichnet.

Populär wurde die Bezeichnung durch die Veröffentlichungen von Wilhelm Leberecht Götzinger. In seinen Büchern beschrieb er die Sächsische Schweiz und machte die Bezeichnung einem weiten Publikum bekannt.

Quelle: wikipedia


Wandern in der sächsischen Schweiz

Wandern in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz ist ein Traum. Und wer sich dabei an ein paar einfache Regeln hält, trägt zur Bewahrung einer weltweit einzigartigen Naturlandschaft bei.

 

Selten kommt man der Natur näher als beim Wandern im Nationalpark. Das gilt ganz besonders für Deutschlands einzigen Felsennationalpark – den Nationalpark Sächsische Schweiz. Die formenreiche Landschaft mit ihren bizarren Felsen und kühlen Schluchten ist nicht nur eines der schönsten Wanderreviere Europas. Sie bietet auch eine einmalige Vielfalt an Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Hier gedeihen Arten, die andernorts längst verschwunden sind, und deshalb besonderen Schutz bedürfen.

Verschiedene Zonen – verschiedene Regeln.

 

Die Nationalparkregion besteht aus Nationalpark (93,5 Quadratkilometer) und dem umgebenden Landschaftsschutzgebiet (287,5 Quadratkilometer). Der Nationalpark enthält besonders geschützte Zonen, die sogenannten „Kernzonen“. Wandern darf man fast überall. Doch je nachdem, wo man sich aufhält, gelten besondere Regeln.

 

In der Kernzone nur markierte Wege nutzen

Über 1100 Kilometer markierte Pfade, Steige und Wege laden in der Nationalparkregion zum Wandern ein. 400 Kilometer davon im Nationalpark. Hier darf das Gebiet auf Wegen betreten werden. In der Kernzone gelten strengere Vorschriften: Hier dürfen nur gekennzeichnete Wege benutzt werden.

 

Farbige Wegemarken für schnelle Orientierung

 

Die Wege sind für Wanderer und Spaziergänger durch Wegweiser und farbige Wegemarken (Punkt oder waagerechter Strich auf weißem Grund) in der ganzen Region einheitlich markiert. Blau steht für überregionale, rot für regionale und grün sowie gelb für örtliche Wanderwege. Daneben sind auch Lehrpfade mit speziellen Informationstafeln (grüner Diagonalstrich auf weißem Grund), der Europäische Fernwanderweg E3 (blaue Schrift „E3“ auf weißem Grund), anspruchsvolle Bergpfade (grünes Dreieck auf weißem Grund), Zugangspfade zu Kletterfelsen (schwarzer Pfeil in schwarzem Kreis) sowie der berühmte Malerweg Elbsandsteingebirge (handschriftliches „M“) extra gekennzeichnet. Ein schwarzes „X“ in schwarzem Kreis auf weißem Grund markiert einen gesperrten Weg. Hier soll die Natur gänzlich ungestört bleiben.