Dänemark 2017 - Jammerbucht - Reisebericht

Dänemarkurlaub 2017 an der Jammerbucht

Dänemark du er unik og hyggelig!

Eine bessere Beschreibung für einen Urlaub in Dänemark gibt es nicht. In diesem Jahr sind wir in Nordjütland, in Rödhus, zu Hause. Haus Akeleje empfängt uns hyggelig. Für zwei Wochen werden wir nun hier leben und glücklich sein. Ach Dänemark, wir haben dich vermisst.

 

Wir fahren zwei Wochen lang, über kleine Straßen. Unser Navi nimmt die Eingabe: Autobahnen sehr wörtlich und meidet auch Hauptstaßen wie die 55 oder 11. Wir fahren von Nr. Vorrupör bis Skagen, von Lögstör bis Lönstrup. Jeder Weg braucht seine Zeit. Wir haben Zeit, denn wir haben Urlaub. Wir fahren vorbei an glücklichen Kühen, Schafen und Pferden, sehen viele Landwirtschaftshöfe, weiße Kirchen leuchten oft schon von weitem. Fahren vorbei an gelben Stoppelfeldern, an Hünengräbern und hohen Dünen. Sind auf Straßen zwischen Limfjord und Nordsee unterwegs. Zwischen Heidedünenlandschaften wo, leuchtend lila, die Heide blüht, bis zum Horizont. Immer und immer wieder entdecken wir die Schönheit der Landschaft, der Natur. Auf den kleinen Straßen ist nicht viel Verkehr. Hier und da ein Auto oder ein paar Radwanderer, Hasen, Rebhuhn und Fasan nicht zu vergessen. Hier ist selbst Auto fahren entspannt.  

Auf all unseren Touren haben wir unseren Campingtisch mit Stühlen und unsere Picknicktasche dabei. Wir machen Rast, wo es uns gefällt. Ein Rastplatz ist in Dänemark leicht zu finden, an den schönsten Orten, mit den wunderbarsten Ausblicken über Land und Meer. Hoch oben in den Dünen, unter dem Seekreuz, am Strand, in der Heide, im Hafen oder am Wegesrand. Wir genießen die Zeit, die Natur, das Meer, den Wind und die Sonne. Mehr und besser geht nicht. Entspannung pur.  

Bemerkenswert ist diese Stille, diese Ruhe über dem Land. Morgens und abends auf der Terrasse, nichts ist zu hören. Nichts, nur die Musik des Meeres, das Säuseln des Windes, das Tropfen des Regens und die fröhlich singenden Vögel. Es liegt Frieden über dem Land und unserer Seele. Egal wo wir uns aufhalten, an den oft leeren Stränden, in den Dünen, im Hafen oder in einem der hyggeligen Orte, überall ist es ruhig, als wenn die Zeit stehen bleibt und jeder Mensch diese Stille achtet, bedacht ist ja nicht laut zu reden oder zu schreien. Selbst die Hunde vertragen sich hier. 

Auf unseren Touren bummeln wir durch kleine und größere Orte. Blokhus, Hune, Lökken, Nr. Lyngby, Lönstrup, Skagen und Lögstör haben ihren hyggeligen Charme. In Blokhus, Lökken, Lönstrup und Skagen, treffen wir auf pures Leben. Es tummeln sich die Menschen in den kleinen Straßen, ohne Hast und Eile, ohne lautes Gedränge oder Geschrei. Kleine Geschäfte und Galerien laden zum hineinschauen und kaufen ein. In Nr. Lyngby und Lögstör dagegen, liegen die Straßen einsam und still vor uns. Die Orte Pandrup und Saltum haben uns nicht zum verweilen eingeladen. In Lönstrup haben wir die Wahl der Auswahl von 17 Galerien, von Bryggekunst, Malerei, Bildhauer bis Glasbläsereien. In Nr. Lyngby sehen wir die Kraft der Natur. Straßen, Häuser und Strandtreppen müssen dem Meer weichen.

Wir besuchen einige kleine Museen und Galerien. In Lökken das kleine Stadtmuseum, in Lönstrup die MogensGalerie und die Glasbläserei, in Skagen das Küstenmuseeum und die Galerie Bo, in Blockhus-Hune den Skulpturenpark, in Tranum die Strandgard-Galerie. Bei Blokhus-Lys, in Mogens Galerie, in der Bo Galerie, bei Kob und Kande und bei Step In, erleichtern wir unseren Geldbeutel.

 

Natürlich besuchen wir auch den Leuchttum Rubjerg Knude, der jetzt wieder zu besteigen ist und ca. 2020 ins Meer stürzen wird. Hier verändert sich nicht nur der Steilhang sondern auch die Größe und Ausdehnung der riesigen Sanddüne. Die Marup-Kirche am Steilhang gibt es nicht mehr. Nur noch ein kleiner Rest des Fundamentes ist zu erkennen. Hier ist für uns am eindrucksvollsten die Macht der Natur zu erkennen.

Am Aggersund, finden wir die Aggersborg, die größte Wikingerringburg Dänemarks.

 

Die Kirchen Öslö, Aggersborg, Lögstör, Saltum und Löngstrup sind eher zufällig gewählte Ziele, auf unseren Touren. Wir sind immer wieder, aufs neue, begeistert und verzaubert. 

Am liebsten waren wir an den Stränden unterwegs, die es hier, wie Perlen an einer Kette, gibt.

In Nr. Vorupör, Klitmöller, Lökken, Lönstrup und Slettestrand ziehen die Fischer ihre Boote noch an den Strand.

 

Die Steilküste in Nr. Lyngby hat ihren besondere Anziehungskraft für uns. Hier zeigt die Natur ihre mächtige Kraft und verändert stetig die Steilhänge. Das Meer frisst sich hier immer weiter in das Land.

Slettestand, Rödhusstrand, Saltumstrand und Tranumstrand sind breite und einsame Strände. Hier ist die Seele frei. In Blokhus, Rödhus und Lökken fahren auch die Autos an den Strand. Blokhus und Lökken sind daher auch sehr „voll“, für unsere Ansprüche.

 

Einen weißen Strand mit Millionen von Muscheln finden wir in Lögstör, am Frederic-Kanal.

Nicht zu vergessen ist der Bulbjerg und sein Strand. Der Bulbjerg ist Dänemarks einziger Vogelfelsen und ragt hoch hinaus. Von oben haben wir einen wundervollen Ausblick und an seinem Strand gibt es Steine in allen Farben und Formen.

 

Wundervoll, aber mit den meisten Menschen gefüllt, ist Greenen – die Landspitze von Jütland. Hier laufen wir am Ostseestrand entlang zur Spitze und am Nordseestrand zurück zum Parkplatz.  

Was bleibt? Dänemark du er unik und hyggelig!

 

Was waren die schönsten bzw. überraschendsten Erlebnisse 2017? Begeistert sind wir vom neugestalteten Skulpturenpark Blokhus und vom Küstenmuseeum Skagen. Nachhaltig beeindruckt haben uns, das leuchtende Lila des Heidekrauts überall, die Steilküste in Nr. Lyngby und die Kalkmalereinen der Saltumkirche.

 

Es war ein wundervoller Urlaub, wo die Seele frei ist, das Herz aufgeht und jeder Tag ein Tag voller Glücksmomente war. Wir kommen wieder.