Dänemark 2017 - Heute fahren wir nach Logstor, am Limfjord. Kirche, Zentrum, das alte Fischerviertel und der Frederik-Kanal sind immer wieder schön.

29.08.2017 - Aus meinem Dänemarktagebuch

Heute verbringen wir den Vormittag zu Hause. Es ist sehr warm und die Sonne zeigt ihr schönstes Lächeln. Im Schlafanzug Frühstück und Mittagessen. Erst dann machen wir uns fein für einen Ausflug. Wir starten nach Lögstör, am Limfjord. Als erstes besuchen wir die Kirche, die sehr bunt ist und wunderschöne Fenster hat. Wir können auch eine Kerze anzünden, was sehr selten in Dänemark üblich ist. Wir schlendern durch eine kleine Gasse zum „Zentrum“. Die Promenade ist hübsch gemacht und hat eine Reihe von Geschäften, die wir heute aber links liegen lassen. Die kleinen Gassen in Lögstör sind interessanter und hyggeliger, deshalb bleiben wir nicht lange im Zentrum.

Die Lögstör - Kirche

Die Kirche von Løgstør ist 1893 erbaut, wurde aber 1993 umfassend restauriert, als Arne L. Hansen einen ganz neuen, sehr spannenden Kirchraum bildete. An den Giebeln der Stühle stellt er das Leben rund um die Uhr dar, und an dem Vorhang des Altars gibt es sieben Stationen auf dem Weg von Jesus zum Kreuz. Im Kirchenvorraum kombiniert Arne L. Hansen die Sonne der Auferstehung mit die sieben Bitten des Vaterunsers. Die forbenreichen Glasmosaike zeigen neutestamentliche Motiven, und sind von Jais Nielsen 1943 bis 1945 und 1953 gemacht. (Quelle: Visit Nordjylland)

Wissenswertes über Logstor

1514 hieß der Ort noch Løgstedør, was sich aus dem Dorfnamen Løgsted („Ort mit Zwiebeln“) und ør (etwa „Kiesufer“) zusammensetzt. Im 16. Jahrhundert blüte der Ort auf, als die Heringsfischerei ein einträgliches Geschäft versprach. Um die Einforderung von Abgaben zu erleichtern, verfügte Friedrich II. im Jahr 1516, dass am Limfjord nur an zwei Stellen Hering gesalzt werden durfte - in Aalborg und am Strand nördlich des Dorfes Løgsted. Mit der Verordnung begann die Besiedlung von Løgstedør, dessen Name sich später zu Løgstør verkürzte. 

 

Um das Jahr 1980 stellten viele Fischer auf Muschelfischerei um, die bis heute den wichtigsten Erwerbszweig in der Limfjordfischerei darstellt. Das brachte Løgstør den Beinamen Muschelstadt ein, worauf die touristische Vermarktung der Stadt intensiv aufbaut.

 

Der Stadtkern besteht aus alten Häusern, die vor allem im 19. Jahrhundert für Fischer und Seeleute gebaut wurden. (Quelle: Wikipedia)

Wir fahren zum Limfjordmuseum. Dort schauen wir erst einmal über die Düne. Der weiße Muschelstrand ist noch da. Tausende oder vielleicht Millionen von Muscheln liegen hier vereint. Bisher haben wir so etwas nur hier gesehen. Weiter geht es am Frederic-Kanal entlang. Wir schauen uns die vielen Boote an, große und kleine. Vorbei an alten Bootswerkstatt bis hin zur Hafengalerie. Von den wundervollen Kunst-Muscheln sind nicht mehr viele vorhanden, was ich sehr schade finde. Auch einen Blick in die Galerie muss sein. Hier hat sich nicht viel verändert, nur die Ausstellungsstücke im Eingangsbereich.

Am Limfjordmuseeum

Das Limfjordmuseum, das zwischen dem Limford und dem Løgstør-Kanal liegt, ist in der ehemaligen Wohnung des Kanalvogtsuntergebracht und beschäftigt sich mit der maritimen Kulturgeschichte des Fjordes. Vor dem Museumsgebäude am Friedrich VII.-Kanal liegen einige der alten Fischerboote, die von der dazugehörigen Museumswerft instand gehalten werden. Der seit 1958 denkmalgeschützte Kanal ist ebenso Teil des Museums wie die benachbarte, 1861 fertiggestellte Drehbrücke. Die 25 Tonnen schwere Brücke wird einmal monatlich, im Juli wöchentlich, für und von Touristen per Hand geöffnet. (Quelle: Wikipedia)

Das Museum haben wir heute nicht besucht, aber es ist sehr empfehlenswert!

Am Frederik-Kanal entlang

Den Rückweg zum Limfjord-Museum schlendern wir durch die kleine alte Straße, des alten Fischerviertels. Hier hat sich einiges getan. Fast alle Häuser haben einen neuen Anstrich und sehen gepflegt und vor allem bewohnt aus. Wir sind sehr froh darüber, denn es ist ein wundervolles Viertel. Vor drei Jahren, hatten wir den Eindruck, dass alles verfällt und leer steht. Jetzt erstrahlt alles im neuen Glanz. Es ist eine schöne Stadt. Wir begegnen nur wenig Menschen, es ist unheimlich ruhig hier und trotzdem ist Leben in der Stadt. Ein Softeis, für den unglaublichen Preis von 15 Kronen schließt unseren Bummel ab. 

Unser Picknick am Frederik-Kanal lässt uns das Flair genießen und beendet unseren Aufenthalt in Lögstör.

Kaffee-Zeit