Dänemark 2017 - Bummel in Lökken, Lökken-Museum und Strand. Was kann schöner sein?

22.08.2017 - Aus meinem Dänemarktagebuch

Lökken-Bummel

Nach dem Frühstück auf der Terrasse geht es heute nach Lökken.

Wir fahren die kleinen Straßen entlang, über Hune und Saltum. Ups da wird eine Baustelle angezeigt. Kein Problem in Dänemark. Keine Absperrung, nur ein Hinweisschild auf eine hohe Kante. Die Straße von Saltum nach Lökken wird neu asphaltiert, auf beiden Seiten. Wir fahren eine Strecke, die schon abgeschreddert ist, dann fahren wir um die Baufahrzeuge herum. Es gibt keine Sperrung, keine Regelung und keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Es liegt allein in der persönlichen Verantwortung wie jeder durch die Baustelle fährt. Es funktioniert reibungslos und ohne Stau, selbst bei wechselseitigen fahren in der Baustelle. In Deutschland unvorstellbar. Wir können uns das Lachen nicht verkneifen. Autofahren ist trotz Baustelle hygge.

Wir bummeln durch die Straßen der Stadt. Schauen hier hin und dort hin. Es ist immer wieder schön, durch diese recht lebendige Stadt zu schlendern. Am Lädchen "Step In" komme ich nicht vorbei. Das Angebot von 50% auf alle Waren hat seine Wirkung getan. Mit einem neuen Nisser für mich und Wichtelgeschenken verlasse ich den Laden sehr zufrieden. Alle Sitzgelegenheiten für eine Pause und viele Plätze in den zahlreichen Restaurants sind besetzt. Ein Blick in die Kirche bleibt uns heute verwehrt, aber in den schönen alten Gassen fühlen wir uns sehr wohl. Wir genießen das Flair des hyggeligen Ortes.

Lökken - Bummel

Wissenswertes über Lökken (Quelle: Wikipedia)

Løkken entwickelte sich kräftig aufgrund des Seehandels zwischen Nordjütland und Südnorwegen. Der Beginn des Seehandels bei Løkken lag im 17. Jahrhundert. Løkken war der größte Landungsplatz in der Jammerbucht und erlebte eine Blütezeit im frühen 19. Jahrhundert.

 

1821 hatte Lokken 235 Einwohner. 1860 erhielt Løkken eine eigene Zollstation, 1871 eine eigene Sparkasse und eine Postkutschenverbindung nach Hjørring.  Das letzte Handelsschiff wurde 1908 in Løkken an Land gezogen und verschrottet.

 

Küstenfischerei und Tourismus entwickelten sich seitdem zu den vorherrschenden Wirtschaftszweigen.  In Løkken errichtete die Wehrmacht 1942/44 Bunker für den Atlantikwall. Ihre Ruinen sind am Nordstrand erhalten, jedoch im Zuge der Küstenerosion von den Dünen auf den Strand abgerutscht.

 

Bekannt ist Løkken für den feinen Badestrand mit 485 weißen Badehäuschen, die von Mai bis Oktober am Strand stehen. Sie befinden sich in Privatbesitz, Genehmigungen werden von der Kommunalverwaltung nach Wartelisten vergeben. Die Standgebühr beträgt rund 280 Euro pro Saison. 2014/15 wurde die Strandmole saniert und das direkte Umfeld aufgewertet. 

Lökken - Museum

Løkken Museum

Nørregade 12

9480 Løkken

www.loekkenmuseum.dk

 

Eintritt: 10,00 Kronen - Kinder unter 15 Jahre: Kostenlos

Öffnungszeiten: 05/06/2017 - 31/08/2017 - Montag - Sonntag - 13:00 - 16:00 Uhr

In diesem Jahr, haben wir Glück. Das kleine Lökkenmuseum ist auf. Eines dieser kleinen hyggeligen Museen, dass das Leben von 100 Jahren zeigt. Auch einen kleinen hübschen Garten hat das Museum, wo man seit diesem Jahr auch eine Badehütte besichtigen kann. Dort werden wir sehr freundlich und auskunftsbereit empfangen. Das Museum ist wunderbar und ein Besuch ist sehr zu empfehlen.

Danach statten wir dem Wasserturm unseren Besuch ab und genießen den Blick über die Dächer der Stadt. 

Im Hafen angekommen, begrüßen uns mit Hej Hej die Fischerboote, die am Strand ihre Pause halten. Eine Surfschule gibt Kindern gerade Unterricht.

Am Seezeichen in Dünen, finden wir unsere Bank wieder und machen dort Picknickpause mit Ausblick über die Dünen und das Meer.

Frisch gestärkt wandern wir nun von hier aus den Strand entlang bis hin zu den Bunkern. Wir genießen das Laufen, Muscheln sammeln und die Ausblicke die sich immer wieder neu entwickeln. Dazu spielen die Wellen ihr Lied. 

Am Wasserturm

Der Wasserturm stammt aus dem Jahre 1917 und beinhaltete 140.000 L. Wasser als er in Gebrauch war. Neben dem Wasserturm steht die Sonnenwendesäule, die den Untergang der Sonne zur Sommerwende und zur Winterwende markiert. (Quelle: Visit Nordjütland)

Hafenblick

Rast am Seezeichen Lökken

Strand-Bummel

Die Geschichte der Badehäuser (Quelle: Visit Nordjütland)

Beim Anblick der Badehäuschen, die hier im Sommer entlang der Dünen aufgereiht sind, kann man sich in die Zeit vor 100 Jahren zurückversetzen, als von weither angereiste Gäste hier Badevergnügen genossen. Damals wohnten Sie u.a. im Badehotel, das noch immer aum Maktplatz zu finden ist. Die Häuschen waren damals auf Räder und wurden zum Strand gezogen, damit die Hotelgäste die Häuschen zum Umkeiden benutzten konnten.

 

Ab 1925 fing der Bau von privaten Strandhäuser statt. Sie wurden schnell beliebt und wurde als Ferienhäuser und für Übernachtung benutzt. 1933 hörte diese Form von Gebrauch von den Häuser jedoch auf, und es wurde verboten, in den Strandhäusern zu übernachten.

 

Heute sind die meisten Häuser noch im Privatbesitz und meist sind die Eigentümer Einheimischen oder Personen, die ein Ferienhaus in Løkken besitzen. Das sogenannte Strandrecht wird bei der Gemeinde verkauft und das Haus lässt man selber nach bestimmten Vorschriften bauen.

Oft werden die Häuser geerbt und dadurch wird die Warteschlage jahrelang. Das Verbot gegen Übernachtung gilt immer noch, aber die Besitzer genießen im Sommer die Häuser, die Stimmung um den Häusern herum und die Aussicht zum Nordsee bis in den Abend rein.

Am Abend fällt uns der Sonnenuntergang in letzter Minute ein. Aber früh genug, um ins Auto zu steigen, an den Strand zu fahren und die letzten 10 Minuten Tag, im orangen Farbenspiel, zu erleben.