Dänemark 2017 - Heute sind wir an der Marup Kirche und im lebendigen Städtchen Lönstrup unterwegs.

26.08.2017 - Aus meinem Dänemarktagebuch

Am Grab der Marup Kirche

Auch heute ist der Himmel im einheitsgrau, aber es ist windstill und warm. Wir starten in Richtung Marup Kirke und Lönstrup. Wieder geht es, ohne Probleme durch die Straßenbaustelle.

 

Schon als wir auf dem Parkplatz der Marup Kirke ankommen, sehen wir die Naturveränderungen. Unser eigentlicher Weg zur Marup Kirke ist nicht mehr da. Am Anker beginnt heute unsere Runde. Der riesige Anker, der stolz der Natur trotzt und von ihr gezeichnet ist. Nur noch ein kleines Stück der Grundfläche der Kirke ist noch zu erkennen. Der Abgrund ist hier bedenklich nahe. Auch unser Weg an der Kirche vorbei, in Richtung Lönstrup, ist weg. Der Abgrund hat ihn gefressen. Jetzt wird der Blick auf die Abhänge sichtbar, die sichtbar weiter ins Land gerückt sind. Auch hier stehen einige Ferienhäuser bedenklich nah am Abgrund. Mit zwei kleinen Steinen der Marup Kirke in der Tasche, machen wir uns auf den Weg nach Lönstrup.

Dünen-Spaziergang

Stadtbummel Lönstrup

Wir parken, wie immer auf dem Strandparkplatz. Er ist für uns ein guter Ausgangspunkt sowohl die Stadt zu erwandern, als auch an den Strand zu gelangen. Lönstrup ist wunderschön, oft malerisch und hyggelig. Aber es ist sehr lebendig. Auf der engen Straße, die vom Strand bis zum Ortsausgang, vorbei an allen Galerien führt, fahren die Autos, die Radfahrer und laufen die Touristen. Manchmal ist es sehr eng und Autofahrer wie Touristen müssen aufeinander aufpassen.

 

17 Galerien schlängeln sich die Straße entlang, Schmuck, Malerei, Bildhauer, Keramiker, Glasbläser ...  Hier und da schauen wir hinein und haben Freude am schlendern und hygge Häuschen schauen.

 

Am Nordstrand finden wir viele Ruhemöglichkeiten und ein neuer Picknickplatz ist entstanden. Dort werden auch die Fischerboote an Land gezogen. An einem Samstag meiden wir Lönstrup, da hier auch einige Ferienhaus-Büros ansässig sind und so das Wuseln von Mensch und Auto, für uns einfach zuviel ist.

 

Einen Besuch von Lönstrup empfehlen wir unbedingt. Für mich ist er der hyggeligste Ort an der Jammerbucht, der Kunst, Strand und Stadtflair am besten vermittelt.

Der Galerienwegweiser

 

 

Alle Galerien auf einen Blick. Ich habe es im Fenster der Glasbläserei fotografiert. Es gibt im Tourist-Bureau aber eine Broschüre dazu.

 

 

Unsere Ziele, sind wie immer, Kera Moda - unsere Lieblings Keramikwerkstatt, die Glasbläserei Rikke Precht und die Keramikerin Kari Giebelhausen. Auch in die eine oder andere Galerie schauen wir flüchtig.

 

Unser Besuch bei Kera Moda bringt eine traurige und eine frohe Nachricht. 

 

Die Besuche der anderen Galerien anschließend, fallen irgendwie kurz aus. Der Sinn für die Kunst ist uns gerade abhanden gekommen. Doch wir schauen bei Rikke hinein und auch bei Kari. Karis Keramik ist so anders, wie die von Mogens. Ihre Keramik ist kunterbunt, lustig und verspielt.

Keramikwerkstatt - Kera Moda

Adresse: Strandvejen 56, 9800 Hjørring, Dänemark

Nichts hat sich verändert. Kera Moda lädt zu staunen und schauen ein, freuen wir uns bei unserer Ankunft. Doch als wir hinein gehen, sehen wir einen fast leeren Raum. Auf einer Hinweistafel lesen wir vom Tod Mogens Falkenberg. Wir sind betroffen und schauen uns um. Viel ist nicht mehr da. Einzelne Teile und die teuren wundervollen Skulpturen oben unter dem Dach.

 

Einen Teller nehmen wir mit. Während wir bezahlen kommt Vibe und wir unterhalten uns eine Weile sehr nett. „Wir müssen uns zusammen reißen und alle zusammen halten. Ich habe im Juni wieder geöffnet, doch alles braucht seine Zeit, die Öfen sind nicht schneller. Ich brenne und brenne immer Mogens Sachen. Ja, ich werde hier weiter machen, ich bin auch Töpferin. Mogen hat alles aufgeschrieben, wie hoch, wie breit, welche Farbe... So können wir seine Kunst weiter geben.“

 

Ich bin tief beeindruckt von dieser Frau, die so viel Liebe zu ihrem Vater ausstrahlt und auch so viel Trauer. Ich bin sehr dankbar für das Gespräch und dafür, dass es hier weiter gehen wird. Wir werden in zwei Jahren wieder kommen.

ÜBER KERAMODA sagt Mogens Falkenberg:

 

Keramoda in dem kleinen Fischerdorf Lønstrup Rubjerg Knoten in dem alten Wrack Hof.

 

Ich habe viel Zeit damit verbracht Glasuren und Form und schaffen ein gutes Design in Einzelstücke und Utensilien zu entwickeln. Setzen Sie, dass die Arbeit gut, sind benutzerfreundlich, sauber in Linien mit Farben und Texturen inspiriert durch das Meer, Sand und Dünen.

 

Neben Hand gedreht, Töpfe, Geschirr, Teeservice, usw. sind auch Reliefs, Skulpturen und Brunnen aus.

 

Der Workshop mit Steinzeug arbeitet bei 1270 ° gebrannt. Die Keramik ist ungiftig, Ofen-fest und Spülmaschinen geeignet.

 

Quelle: www.keramoda.dk

https://www.facebook.com/keramoda.dk/

 

 

Vibe Falkenberg hat eine eigene Homepage, auf der ich neugierig nach ihren Kunstwerken geschaut habe. Auch ihre Werke gefallen mir sehr gut. 

 

Vibe Falkenberg: http://www.vibefalkenberg.dk

 

Glaspusteriet Rikke Precht

Adresse: Strandvejen 49, 9800 Hjørring, Dänemark

Internet: http://rikkeprecht.dk/

 

Schauen Sie zu, wie 1110 Grad heißes Glas nach 2000 Jahre alten Traditionen und Techniken geblasen und geformt wird. Das glühende Glas wird mit einer Eisenstange (Pfeife) aufgenommen, in der gewünschten Farbkombination gerollt und mit verschiedenen Hilfsmitteln geformt. Die Luft wird durch die Pfeife geblasen, und das Glas nimmt Form an. Erleben Sie faszinierendes Handwerk mit eigenen Augen.

(Quelle: Visit Nordjylland)

Kari Giebelhausen Keramik

Adresse: Rubjergvej 5, 9800 Hjørring, Dänemark

 

 

Spielerisch, humorvoll und leichte Phantasie werden in der gemütlichen Töpferwerkstatt in Lønstrup freigegeben. Das Steingut wird von Hand mit Slip geschmückt und bei 1.180 Grad gebrannt. Von skandinavischer Tradition schafft einzigartiges Kunsthandwerk. Erleben Sie den Zauber von Ton, den fröhlichen Keramiken in Form von Engeln, Hühner und Bienen etc ...

Quelle: http://www.loenstrup.dk

Lönstrup-Kirche

Adresse: Lønstrup Kirkevej 8, 9800 Hjørring, Dänemark

 

 

Geweiht in 1928 mit teilweise älterem Inventar von Maarup Kirche. Romanisches Taufbecken. Malerei vom 16 -1700 Jahrhundert. Holzschnitzereien vom 1520.

(Quelle: Visit Denmark)

 

Wir machen uns auf den Weg zum Strand. Da fällt mein Blick auf den Kirchturm, hoch oben über der Stadt. Bis dorthin haben wir uns noch nie verirrt. Heute suchen wir den Weg, zwischen den Grundstücken hindurch und erklimmen den Berg. Der Aufstieg hat sich gelohnt, die Kirche ist offen. Das innere dieser Kirche besticht durch das Gold oder Messing an Kerzenhaltern, Deckenleuchtern und Kreuz. Es ist blitze blank, so dass wir uns darin spiegeln können. In der unteren Leuchterkugel, am Eingang, kann man die gesamte Kirche sehen. Wunderbar. 

Am Nordstrand

Nun geht es weiter, zurück zum Strand. Mit Tisch und Picknicktasche machen wir uns auf zum Nordstrand, wo die Boote am Strand liegen. Auch hier hat man das Ufer befestigt und viele Sitzmöglichkeiten gestaltet. Ob ich es so richtig schön finde, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall gibt es dadurch viele Möglichkeiten das Strandflair zu genießen. Alle "Lönstrup"-Bänke sind leider besetzt, aber wir schnell einen anderen Picknickplatz mit Aussicht. Sogar die Sonne kommt neugierig aus den Wolken hervor. Nach dem Picknick wollen wir noch am Strand, in Richtung Rubjerg Knude laufen. Doch unser Weg findet schnell ein jähes Ende. Der hohe Wasserstand heute, versperrt uns den Weg. So bleibt uns nur ein Blick aus der Ferne. Schön wars. Auf Wiedersehen.