Dänemark 2017 - Heute haben wir Saltum, die Saltum Kirche und den Saltum Strand auf dem Plan. Ein ruhiger Tag, in der näheren Umgebung.

30.08.2017 - Aus meinem Dänemarktagebuch

Heute morgen ist der Himmel grau in grau. Wir wollen uns in Saltum umschauen. Dort gibt es eine schöne Kirche, das Dorf soll hübsch und mit Galerien sein und der Strand hat hohe Dünen, habe ich gelesen. Das Dorf hält uns nicht lange auf. Eine viel befahrene Hauptstraße, an der entlang einige Antik-Galerien sind, die uns nicht einladen bzw. die geschlossen sind, ein hyggeliges Bäcker-Cafe und typische dänische Häuschen. Vielleicht braucht man hier aber auch eine Info-Broschüre, um die angekündigten Sehenswürdigkeiten zu finden oder wir waren im falschen Saltum. Wir fanden einfach den Faden zu diesem Örtchen nicht.

 

Das Museum, örtlich historische Sammlung, Egnssamlingen, ist auch geschlossen. Wir haben es erst auf unserem Bummel entdeckt, da uns unser Navi, laut Adresseingabe, in die Wildnis leitete. Ich war enttäuscht, weil ich interessante Informationen dazu gelesen hatte.

 

Wir fahren also weiter zur Saltum-Kirche. Sie ist für Dänemarkkirchen eine große Kirche. Diese Kirche ist auf jeden Fall, eine der schönsten in Dänemark, die wir bisher gesehen haben.

Das Örtchen Saltum

In Saltum Stadt gibt es etliche Läden und einige Esslokale. Wer an Kunst interessiert ist, sollte sich in Saltum umsehen. Hier gibt es u. a. die in einer ehemaligen Molkerei untergebrachte Galerie Saltum, wo Gemälde, Skulpturen und Krüge ausgestellt sind. An der Hauptstraße liegen noch weitere Galerien und Läden für Antiquitäten, Schmuck und Glaskunst. (Quelle: Visit Nordjylland)

Egnssamlingen - Museum

Adresse: Faarupvej 3, Saltum 9493, Dänemark

 

Unser Archiv enthält Datensätze von lokalen Unternehmen, von lokalen Vereinen und von Personen , die das Markenzeichen unserer Gegend gewesen sein. Zusätzlich enthält unsere Museums-Sammlung, Exponate, um das Leben in diesen Landesteil während des 19. und 20. Jahrhunderts zu beschreiben. Viele der Museumsobjekten sind in den permanenten Ausstellungsbereichen zu sehen.  Daneben gibt es Dauerausstellungen und zeitlich begrenzte Ausstellungen über das Jahr. (Quelle: www.egnssamlingen.dk)

Die Saltum Kirche

Adresse: Tinghoejgade 83, Saltum 9493, Dänemark

Internet: http://www.saltumalstrupkirker.dk (Text-Quelle)

 

Wissenswertes zur Kirche (Auszug der Beschreibung)

 

Die Kirche zu Saltum ist die größte und monumentalste des Kreises Hvetbo.

Die Kirche wurde um 1150 als ein romanischer Granitquaderbau mit Turm, Schiff, Chor und Apsis auf profiliertem Sockel errichtet. Der Chor war vom Schiff durch einen schmalen Triumphbogen abgetrennt. Um 1450 wurde die Kirche umgebaut. Das Schiff erhielt 3 Fächer und der Chor 11/2 Fächer und der Chor 1 1/2 Fächer achtteilige Rippen Gewölbe, wozu die romanischen Quadermauern teilweise umgesetzt und mit Klosterziegeln erhöht wurden. 

 

1912 wurden Teile des Inventars restauriert. Eine durchgreifende Restauration der ganzen Kirche fand 1959 statt, wobei auch in Ausgrabungen ihre bauliche Geschichte erforscht wurde.

 

Die Kirche enthält eine Reihe von Spätmittelalterlichen Kunstwerken. Im Chor befinden sich Wandmalereien im Übergangsstil von der Spätgotik zur Renaissance, die um 1520 geschaffen wurden. An der Nordwand ist der Stammbaum Christi (Matthaus-Evangelium Kap. 1). Obwohl die ausgewogene Bildkomposition in den Formen des Rankenwerkes, der Blütenkelche und der Figuren die Stilelemente der Re­naissance zeigt, klingt in ihr die Spätgotik aus. Es gibt nur wenige Darstellungen dieser Art in Dänemark. Die Gewölbe Fächer des Chores sind mit Blatt- und Rankenwerk sowie mit Blütenkelchen bemalt. Dazwischen sind Kinder, Vogel und Fantasiegestalten in der Art von Vexierbildern verborgen. Die gesamte Komposition mit dem schwungvoll und elegant gemalten Rankenwerk ist vollständig vom Geist der Renaissance geprägt.

 

Die Kanzel ist ein sechsseitiger Reliefgeschnitzter Karnapp (Erker) aus der Renaissance, sie wird der sogenannten Aalborgschule zugeschrieben. Sie muss im Zeitraum von 1581 bis 1615 entstanden sein und wurde 1959 restauriert. 

Der schlichte Eichenholzschrein der Altarretabel ist von 1959 und enthalt die Figuren eines Spätgotischen Flügelaltares, die 1887 auf dem Kirchenboden aufgefunden wurden. Sie dürfen gegen 1470 entstanden sein und tragen noch die Reste ihrer ursprünglichen farbigen Fassung. 

Der schlichte Granittaufbrunnen stammt aus dem 12. Jahrhundert, sein Fuß ist neu. Taufhimmel ist eine Renaissance-Arbeit der Aalborgschule und wurde wohl kurz nach 1600 geschaffen.

Am Saltum Strand

Der Saltum Strand ist ein breiter Sandstrand mit Dünen. Ob diese mit den Alpen vergleichbar sind, mag ich nicht sagen. Es sind Dünen, wo es schon ein wenig ostwärts in Lyngby höhere gibt. Wir verbringen eine Stunde am Strand. Ich laufe am Ufer entlang, da nur dort ein paar Steine und Muscheln zu finden sind. Es ist immer wieder wundervoll. Ein riesiger Strand und wir treffen nur vereinzelt Menschen. Nur das Meer und der Wind sind zu hören. Der Himmel öffnet leider seine Schleusen und wir entschließen uns nach Hause zu fahren.

Der breite, kinderfreundliche Sandstrand von Saltum, an dem die Blaue Flagge weht, schließt sich an den Strand bei Blokhus an. Dass die Einheimischen hier von ‚Alpen’ sprechen, mag übertrieben klingen, aber gemessen an dänischen Verhältnissen sind die 100 m hohen Hügel wie Berge. Die herrliche Landschaft, Lebensraum für viele Tiere, kann man in Ruhe und Frieden genießen. (Quelle: Visit Nordjylland)

Da wo der Fluss auf das Meer trifft