Ein Stein, der deinen Namen trägt. Abschied nehmen. Loslassen.

Ein Stein, der einen Namen trägt

Warnemünde, am alten Strom.

Ort meiner Liebe, Ort meiner Träume.

 

Ich bin hier. An einem Tag im Januar.

Ein grauer nieseliger Tag.

Die Sonne schafft es nicht durch die Wolken.

Ich sitze hier. Allein.

Mein Blick wandert den alten Strom entlang.

Die Kehrwieder lächelt mich an. Ein Schluck Kaffee.

Nein er kehrt nicht wieder. Nie mehr.

Nie mehr. Er hat es so entschieden.

 

Ich gehe hinunter zur Hafenausfahrt.

Die kleinen Leuchttürme senden Grüße zu mir.

Der Himmel ist im Einheitsgrau.

Selbst das Meer hat heute keine Kraft.

Fast still liegt es da.

Auf den riesigen Steinblöcken brennt eine Kerze.

Rote Rosen beschützen sie.

Anderswo schwimmt traurig eine weiße Rose.

 

Abschied. Loslassen.

 

Ein Stein brennt in meiner Hand.

Ein Stein vom dänischen Strand.

Er trägt einen Namen. Ein Datum.

Ruhe in Frieden, steht darauf geschrieben.

Geschrieben, von meiner Hand.

 

Er kehrt nicht wieder.

 

Erschossen!

Das ist die grausame Wahrheit.

 

 

Er hat es so entschieden.

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Du bist gegangen. Es war deine Entscheidung. Deine Seele hat nun Frieden. Meine Seele heilt, ich höre ihr zu.

Am Meer - Abschied nehmen

Ein wundervolles Foto. Danke Michael Schön.

 

Es ist ein Foto meiner Sehnsucht. Nach dem Ort der meine Seele streichelt. Dem Ort, an dem ich meine Gedanken, dem Wind übergeben kann.

 

Der Weg zum Meer, über die Stufen, durch den Sand.

Der Weg zurück ins Leben. Dessen Ende nicht klar erkennbar ist und doch weiß ich wo er hinführt.

  

Deutlich spüre ich, dieser Weg ist gut für mich.

Verschwommen ist noch mein Blick.

Verschwommen ist noch mein Ziel. 

Doch kann ich hören, wie das Meer mir zu ruft.

Mich freundlich begrüßt.

Der Wind streichelt meine Seele.

 

Heute bin ich hier, am Meer.

Ich nehme Abschied. Für immer.

Abschied von meinem Bruder.

Es wird sein.

 

Ich will meinen Weg weiter gehen.

Schritt für Schritt. 

 

Du bist gegangen. Es war deine Entscheidung

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Meine Trauer schreit in mir. Suizid - Es war deine Entscheidung! Es war dein Weg! Niemand konnte es verhindern. Du wolltest keine Hilfe. Keine!

Meine Trauer schreit in mir

 

Ich möchte so gern weinen.

 

Ich möchte so gern schreien,

so laut dass mir die Stimme versagt.

 

Ich möchte so gern in ein Kissen schlagen,

meine Wut und meine Ohnmacht herauslassen.

 

Ich kann es nicht.

 

Ich bin hier, noch immer fassungslos.

 

Ich bin hier, noch immer dröhnt „erschossen“ im Kopf.

 

Erschossen – Erschossen – Erschossen …

Mein Bruder, das beste Kind der Familie.

Von dir sprachen die Eltern immer voller Stolz.

Ein Polizist im gehobenen Dienst, erfolgreich.

Eine glückliche Ehe, mit Frau und Kind.

Ein Mann, dessen Wort etwas galt, in dieser kleinen Stadt.

Ein starker Mann, der immer wusste, was gut und böse war.

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... hat sich erschossen. Die Depression hatte ihn im Würgegriff. Das Leben hatte für ihn keinen Sinn mehr.

... hat sich erschossen!

 

Als ich in den Erbschaftsunterlagen von Mutter las - …. Uwe … nachverstorben am 18.10.2017, las ich es mehrfach und ohne zu begreifen.

Was stand da? Mein Bruder? Ja, da stand nachverstorben.

Pause. Ein paar Zigaretten. Pause.

Was stand da? Uwe … nachverstorben!!!

Endlich begriff ich. Mein jüngerer Bruder war tot! Das stand da, schwarz auf weiß. 

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Angst aus der Vergangenheit und Angst im Jetzt ergeben einen Suizid-Trigger

Angst aus der Vergangenheit, trifft Angst im Jetzt

Latte und lecker Kuchen zur Entspannung, nach der Therapie.
Latte und lecker Kuchen zur Entspannung, nach der Therapie.

ANGST aus der Vergangenheit und ANGST im Jetzt ergeben einen SUIZID-TRIGGER.

Heute war wieder Therapie. Thema war aber noch mal die Situation von letzter Woche, als die Suizidgedanken auf mich einschlugen. Gemeinsam waren wir auf der Suche nach dem Auslöser – dem Trigger des Traumas.

 

Die Therapeutin war der Meinung, dass meine Panikattacke im Auto ein Auslöser war, der aber durch eine andere Situation oder Menschen noch verstärkt worden sein musste. Ich fand eine Situation, die mich sofort auch wieder triggerte.

Zwei Situationen – Zwei mal ANGST - TODESANGST

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Suizidgedanken auf der Spur. Der innere Kritiker möchte nicht, dass es mir gut geht. Mein Lebenswille ist ungebrochen.

Suizidgedanken auf der Spur. Der innere Kritiker möchte nicht, dass es mir zu gut geht.

Da kämpfe ich seit über sechs Jahren gegen meine Depression. Finde den Weg in die Traumatherapie und endlich geht es vorwärts. Endlich schaffe ich es, an guten Tagen, in der Stadt zu bummeln, ausgedehnte Strandwanderungen zu machen, auf Berge zu steigen... Endlich habe ich wieder ein wenig buntes und aktives Leben.

 

Da kommen diese Suizid - Gedanken kraftvoll daher und wollen mein Leben beenden. Eine grauenvolle Erfahrung. Sie lässt mich gerade nicht los. Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Ich war immer froh, keine Suizidgedanken zu haben, also auch sicher zu sein.

 

Mein Gefühl der Sicherheit ist nur sehr beeinträchtigt. Ich muss mir selbst eingestehen, es selbst annehmen - ich habe Suizidgedanken.

ICH, ja ich, die unbedingt leben will, ICH habe Suizidgedanken.

 

Ich lernen, nehme jede Hilfe an, die ich bekommen kann, ich übe und übe und gebe nicht auf, weil ich irgendwann wieder fröhlich leben möchte. Scheiße! (Verzeihung) Trotzdem kommen diese Suizidgedanken zum mir. Was wollen sie bei mir, sie sollen doch bitte bleiben, wo der Pfeffer wächst! 

Ich kann trotzdem stolz auf mich sein. Ich allein!!!! habe es geschafft mich dagegen zu stellen und die Selbstschädigung zu vermeiden. Ich selbst war es, die instinktiv einen Schritt nach hinten gemacht habe! Ich habe Gedanken-Skills angewendet, um aus der Situation heraus zu finden und insbesondere Handlungsfähig zu bleiben! Und jetzt? Jetzt verwende ich meinen SCHREIB-SKILL, um das Thema, diese Situation, für mich selbst zu klären und zu verarbeiten.

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Suizid hat viele Gesichter. Suizid ist nicht vorhersehbar. Suizidgedanken kommen, gehen und lösen nicht immer einen Suizidversuch aus.

Suizid hat viele Gesichter!

Ich sitze hier und kämpfe immer noch mit mir. Zu heftig war der gestrige Überfall meiner Suizidgedanken. Auch wenn ich eine plausibel Erklärung dafür habe, ist es für mich unglaublich und schmerzhaft.

 

Seit gestern Abend schreibe ich all meine Gedanken dazu auf, viele Seiten hin und her. Ich möchte sie aufschreiben, um Menschen die damit konfrontiert sind, waren oder werden aufzuzeigen, wie unterschiedlich es sein kann.

 

Es kann sein, dass ich mich gegen die Suizidgedanken stellen kann, aber es kann auch sein, dass ich dazu nicht mehr Fähig bin, mein Verstand nicht mehr in mir ist.

Ich breche ein TABU-THEMA - Ich spreche über Suizid

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Plötzlich stehst du am Straßenrand und dein Kopf fordert dich auf ... Suizid-Gedanken kommen oft plötzlich. Gut, dass ich genug Lebenswillen habe.

Plötzlich stehst du am Straßenrand und dein Kopf fordert dich auf ...

Heute hatte ich ambulante Traumatherapie. Zwei Wochen sind inzwischen vergangen. Zwei Wochen in denen ich großes geschafft habe, die mich stolz machen. Ich freute mich auf die Therapie. Ich wollte von meinen vielen Treppen erzählen, voller Stolz.

 

Doch erst einmal war der Weg (Straßenbahn und Bus) zur Therapie zu bewältigen. Der Tag hatte gut begonnen und so machte ich mir keine Sorgen darüber. Ja, ich würde wieder "rumzappeln" und am liebsten nach 3 Stationen am Ziel sein, aber das kenne ich ja. Frohen Mutes machte ich mich auf den Weg.

 

Mein Weg führt mich eine kurze Strecke, direkt an einer Hauptverkehrstraße entlang, die ich, an einer Ampel dann überquere. Dort angekommen, war heute, mit einem Mal, alles anders.

 

 

Suizid-Gedanken am Straßenrand

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Depressionen verschwinden nicht einfach. Depressionen sind ohne Hilfe weder zu verbessern, noch zu heilen. Ich nehme jede Hilfe an, die ich bekommen kann.

Depressionen sind ohne Hilfe weder zu verbessern, noch zu heilen.

Ich bin gerade sehr betroffen, auf Grund einer Diskussion in einer meiner Selbsthilfegruppen, zum Thema Klinikaufenthalt. Es macht mir Angst, weil er einfach strikt abgelehnt wird, nicht in Frage kommt, weil der Hilfebedarf sehr offensichtlich ist. Es ist nicht mein Leben, nicht meine Entscheidung.

 

Ich schreibe meine Sichtweisen zum Thema auf, um so vielleicht dem einen oder anderen die Angst und Abwehr etwas zu nehmen. Ich denke manchmal brauchen wir deutliche und ehrliche Worte. Ich brauchte sie auch.

 

Als ich von meiner Ärztin damals in die Klinik eingewiesen wurde, wollte ich auch nicht und hatte die üblichen Ausreden. Sie fragte mich knallhart (so empfand ich es damals): Wollen sie so weiterleben? Wollen sie, dass es noch schlimmer wird? Sie können so weiter machen oder ihr jetziges Dasein verändern! Wenn sie etwas verändern möchten, dann gehen sie in die Klinik! Bums, das saß und ich ging, zu meinem Glück, in die Klinik. Inzwischen sind 6 Jahre vergangen. 

Seit 6 Jahren kämpfe ich nun mit der Depression und meinen traumatischen Erfahrungen. Ich habe mehrere Klinikaufenthalt bewältigt und bin seit 2012 in ambulanter Therapie, die einmal wöchentlich erfolgt. Ich selbst habe 2016, um die Einweisung in die Traumaklinik gebeten, weil ich mir bewusst war, dass es ohne eine Traumabehandlung keinen Weg der Verbesserung in meinem Lebens geben wird. Meine Klinikaufenthalte waren alle positiv. Sie haben immer eine Verbesserung, meines Lebens mit der Depression, erreicht. Sie haben mir immer gutes Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben. Ich bin dankbar für jeden Klinikaufenthalt!

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Gedanken um Suizid – Selbstmord – Freitod – Wenn das Leben zu viel wird - Wenn du den Glauben an das Leben verlierst

Wenn das Leben zu viel wird

Vorwort:

„Die Zahl der Selbstmorde ist seit den 80er Jahren kontinuierlich gesunken, trotzdem sterben in Deutschland nach wie vor deutlich mehr Menschen durch Suizide als durch Verkehrsunfälle, Mord, illegale Drogen und Aids zusammen.

 

Laut offizieller Statistik nehmen sich jedes Jahr ca. 10.000 Menschen das Leben, weitere 100.000 versuchen es – seit 2010 steigt die Tendenz wieder leicht.“

 

„Das bedeutet, dass sich alle 53 Minuten ein Mensch das Leben nimmt.“

 

Textquelle: www.fuerstenberg-institut.de

Nachricht über einen Suizid

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