Mein Weg der kleinen Schritte

Eine Depression stellt das Leben auf den Kopf. Nichts ist mehr wie es war. Alles, was für mich normal und selbstverständlich war, wird zu Herausforderungen. Nichts ist mehr leicht. Es braucht unendlich viel Geduld und unendlich viel Achtsamkeit, für mich selbst. So viele "ganz normale" Dinge nehme ich nicht wahr. Doch sind sie für mich wichtig, um zu erkennen wie weit ich doch schon gegangen bin, seit meinem Zusammenbruch ins Nichts. Kleine Schritte sind auch Schritte voran. Voran in ein Leben ohne Depressionen, irgendwann. 

 

In einer Therapiestunde hatte ich große Mühe meine Fortschritte aufzuzählen. Noch immer ist es für mich, leichter, aufzuzählen was ich nicht kann. So habe ich zu Hause viele Stunden mit dem Thema gekämpft. Das Ergebnis ist nun auf dieser Seite zu lesen. Ich bin ganz stolz auf mich.  

 

Nach dem ich meinen Text "Mein Leben mit Meilensteinen und kleinen Schritten" fertig gestellt hatte, habe ich wieder kleine Schritte gemeistert. Damit auch sie und die vielen Schritte die noch kommen werden, nicht vergessen werden, schreibe ich sie nun auf dieser Seite auf. 


Wege im Leben mit Depressionen-Das Leben mit Meilensteinen und kleinen Schritten. Jeden Tag ein Kampf mit und für mich selbst

Mein Leben mit Meilensteinen und kleinen Schritten

Vorwort:

Ich habe nie im Leben daran geglaubt, dass ich so viele Dinge inzwischen gelernt und wieder kann. Es sind so viele kleine Schritte und ich schreibe sie alle auf, damit ich sie hervor holen kann, wenn ich wieder einmal daran glaube, es nie aus der Depression heraus zu schaffen.

Darüber hinaus auch für dich, der du gerade diesen langen Text liest. Vielleicht hilft es dir ja, wenn du meine Liste gelesen hast, deine eigenen Erfolge zu sehen, um den Glauben an dich selbst zu finden. Darüber würde ich mich für dich freuen.

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Wie es weiter geht. Kleine Schritte voran, in ein Leben ohne Depressionen, irgendwann.

Es geht weiter! Schritt für Schritt!

Vorwort:

Meine selbst gewählte "Hausaufgabe" war gerade fertig. Schon bin ich weitere Schritte voran gegangen. Diese werde ich, in diesem Blog, fortlaufend ergänzen. Für mich! Es tut mir gut mich zu erinnern.

 

August 2017

  • Auf meinem kurzen Weg zur Ergotherapie, bemerkte ich, dass es mir nicht gut ging und mein Körper streikte. Trotz Zeitnot setzte ich mich auf einen Stein und machte eine Pause, überlegte was ich nun tue. Nach einer Weile ging ich weiter, nicht ohne, sehr konzentriert auf den Autoverkehr zu achten, um sicher über die Straße zu kommen. Ich habe gut für mich gesorgt! Ich habe eine mögliche Dissoziation vermieden.
  • Ich habe ein sehr aktiven Samstag, mit einer Freundin verbracht. Sonntag habe ich mir Ruhe gegönnt!
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Ich geh dann mal ... - Ein notwendiger Arztbesuch stellt mich vor Herausforderungen - Ich habe es geschafft - Wieder ein Schritt voran

Ich geh dann mal . . .

Es muss auch mal etwas Neues in meinem Leben geben. Unerträgliche Schmerzen im Ohr, beim Schlucken und auf Druck. So blieb mir keine Wahl, ich musste zum HNO-Arzt. Ich suchte mir eine Praxis, wohin ich den Weg kannte, wusste wie viele Straßenbahnstationen ich fahren musste und so ungefähr das Haus kannt.

Mein Kopf spielte seine Spielchen – das schaffe ich nicht – ich komme bestimmt nicht dran – das geht doch von allein wieder weg – ich bin so müde – ich geh morgen … Der Angstschweiß floss in den Strömen und ich wäre am liebsten in den Boden versunken. Doch ich musste los, ich hatte Schmerzen.

 

Angekommen, stand ich vor dem Eingang. Ich stand da, einfach nur da. Ich war nicht in der Lage hinein zu gehen. Erst mal eine Zigarette und dann gehe ich hinein. Lieber noch eine Zigarette, aber dann gehe ich hinein. Ein Stück Pfefferminzschokolade und ich ging hinein. Ich hatte es geschafft. Ich war angekommen. Mühsam erklärte ich mein Kommen. Doch ich wurde einfach abgeblockt - „Nein, wir können keine unbestellten Patienten annehmen“. Da stand ich nun. Schneller als die Polizei erlaubt, war ich wieder auf der Straße.

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Bus fahren zur Therapie - Herausforderung - Triggersituation zum Thema Gewalt - Geht mich doch nichts an

Gewalt - Geht mich doch nichts an

Erlebnis auf einer Busfahrt zur Therapie.

 

 

Ich kann wieder, ohne mehrere Anläufe und ohne zwischendurch aus zu steigen, Bus fahren. Es ist noch immer sehr schwer für mich diese Situation auszuhalten, aber ich habe keine Wahl. Der Bus fährt mich, in 25 min, zur Therapie.

 

Im allgemeinen sitze ich am Fenster und konzentriere mich stark auf die Haltestellen, um den Ausstieg nicht zu verpassen. Meine Beine wackeln vor sich hin, der Schweiß läuft in Strömen und ich starre aus dem Fenster, damit ich niemanden anschauen muss. Ein Gegenüber oder Nachbar, laute Gespräche, lautes telefonieren oder Kindergruppen sind nur sehr schwer auszuhalten.

 

Ich bin immer froh, wenn die Haltestelle erreicht ist und ich aussteigen kann. Luft holen. Kopf sortieren.

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