Ich habe meine Grenzen und das ist gut so! Wie gehe ich mit mir selbst um? Was möchte ich? Was muss ich verändern?

Ich habe meine Grenzen und das ist gut so!

Ehrlich sein, in meiner eigenen Wahrnehmung

Gestern in der Therapiestunde stieß ich zum 100sten Mal auf das Thema: Grenzen setzen. Seit 5 Jahren arbeite ich an diesem Thema und doch erkenne, achte und halte ich sie oft nicht ein. Es ist ein langer Weg meine eigenen Grenzen überhaupt erst einmal ehrlich wahrzunehmen. Wenn ich sie dann erkenne, ist es ein weiterer langer Weg diese selbst einzuhalten und ein weiterer, diese auch ehrlich zu setzen.

Ich benutze gerade das Wort ehrlich in der Wiederholung, weil gerade das für mich ein Knackpunkt ist.

 

Mein Umgang mit mir selbst

Wie gehe ich mit mir selbst um? Bin ich dabei wirklich ehrlich zu mir selbst? Treffe ich Entscheidungen, die wirklich richtig sind für mich? Oder treffe ich Entscheidungen und handle ich, weil ich es von mir selbst so erwarte, weil es so doch „normal“ ist, weil ein anderer sie von mir so erwartet oder ich sie treffe um es einem anderen Recht zu machen.

Wenn ich diese Fragen ehrlich beantworten möchte, muss ich auf mich selbst achten, mir selbst zuhören. Wie geht es mir gerade? Ich muss tief in mich hineinhorchen, um die richtige Antwort für mich zu finden.

Ich habe meine Grenzen ignoriert

Jeder Mensch hat seine eigenen Grenzen. Jeder Mensch geht damit, auf seine eigene Weise um. Ich habe sie in der Vergangenheit nicht wahrgenommen. Damit habe ich selbst meine Grenzen verletzt und zugelassen, dass andere sie verletzen. Ich denke es geht vielen Menschen so. Doch sind ihre Grenzen und damit Wahrnehmungen und gelernten Normen ganz unterschiedlich. Die einen brechen, so wie ich, eines Tages zusammen und die anderen setzen ihre Grenzen und sorgen so für sich selbst.  

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Ich möchte, dass es mir gut geht. Es liegt in meiner Verantwortung. Ich erkenne, beachte und halte meine Grenzen ein.

Ich möchte, dass es mir gut geht. Dafür bin ich selbst verantwortlich.

- Mein Therapiestunden-Rückblick -

 

Es geht mir schlecht! Warum? Was ist der wirkliche Auslöser? Handle und entscheide ich wirklich so, dass es mir gut geht dabei? Wie kann ich mich verändern, damit es mir nicht mehr schlecht geht? Was möchte ich tun, damit es mir gut tut?

 

Auf der Suche nach dem Auslöser – Warum ging es mir schlecht?

 

Ausgangspunkt meiner heutigen Therapiestunde, war meine Aussage zu Freitagnacht und Samstag, als es mir sehr schlecht ging. Ich konnte die Last auf meinen Schultern sogar körperlich spüren, hatte Beklemmungen, habe mich übergeben, befand mich im Gedankenkarussell und war zu nichts fähig.

Wo war der Auslöser dafür? Meiner Meinung nach lag es daran, dass Michael kurzfristig für einen Tag zu seiner Tochter fuhr. Ich glaubte, dass ich damit haderte, dass für ihn und seine Tochter die Welt in Ordnung war, nur eben meine nicht und das aber nicht von Bedeutung ist. Doch diese Situation, mir ihrer ungelösten Problematik, war nicht der Auslöser. Sie hat nur meinen direkten Auslöser noch wesentlich verstärkt.

 

Mein Gespräch, die Nachfragen und das fortwährende zurücksetzen auf den Punkt, durch meine Therapeutin, brachten mich zu einer anderen Erkenntnis.

 

Auslöser meiner schlechten Phase war, dass Michael am Freitag zwei mal meine Grenzen überschritt, ohne dass ich es ihm ehrlich mitteilte bzw. ich aus der Situation heraus ging. Ich habe meine Grenzen selbst nicht beachtet.

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Ich habe meine Grenzen. Glaube mir, ich tue mein Möglichstes. Hürden und Herausforderungen im Alltag. Grenzen wahrnehmen und einhalten. Veränderungen.

Ich habe meine Grenzen. Glaube mir, ich tue mein Möglichstes!

Das Leben in seiner Alltäglichkeit und Selbstverständlichkeit

Im Leben eines gesunden Menschen, geschehen täglich ganz viele, ganz normale große und kleine Dinge. Ein buntes Durcheinander von Freizeit, Arbeit, Familienalltag, Haushalt, Anforderungen, Entscheidungen, Freude und Ärger, guten und schlechten Kompromissen, Lachen und weinen, von Stille und Aktivität, von Ruhe und lautem Gewimmel, Alleinsein und Gemeinschaft, von guten und schlechten Tagen. So ist das Leben und es wird selbstverständlich gemeistert. Über ganz viele Dinge, im Alltag, wird nicht nachgedacht, weil es schon immer so wahr, weil die Handlungen sich automatisiert haben, weil sie in Fleisch und Blut übergegangen sind, weil sie eben normal sind.

In meinem Leben ist nichts mehr selbstverständlich

Der ganz alltägliche Alltag, ist für mich schon eine riesige Hürde und bedeutet enorme Überwindung und Kraftanstrenung. Nichts ist in meinem Alltag noch selbstverständlich und leicht. Nichts tue ich, ohne darüber nachzudenken, mich selbst anzutreiben, mich selbst zu motivieren. Andere Dinge tue ich weil meine eigene Leistungserwartung, oder die anderer, es fordert. Alles was „normal“ und selbstverständlich im Leben ist, bedeutet für mich eine Herausforderung. Sie zu bewältigen fällt mir mal schwerer und mal leichter, wie mich die Depression gerade beeinträchtigt.

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Im Kampf mit mir selbst - Familie - Grenzen setzen - Sichtweisen - Lernen - Veränderung - Loslassen

Grenzen setzen in der Familie ist Schwerstarbeit

Mein Gedankenkarussell

Warum zur Hölle tut Grenzen setzen so weh? Warum fühle ich mich so schuldig? Warum werden Entscheidungen zum Loslassen, notwendiger Weise akzeptiert, aber nicht verstanden? Warum möchte ich, dass sie verstanden werden? Das ich verstanden werde? Warum setzt mich das unter Druck? Warum zweifle ich immer wieder an mir und meinen Entscheidungen?

Bin ich wirklich auf dem richtigen Weg? Bin ich auf meinem Weg?

Antworten, die ich in der Therapie gefunden habe

Ich bin psychisch krank, weil ich nicht gelernt habe für mich selbst zu sorgen! Ich bin durch zu viele Tiefen des Lebens gegangen und habe überlebt, sie haben mich geprägt. Mein Fass der Verletzungen/Demütigungen ist rand voll und es braucht nicht viel, um es zum überlaufen zu bringen.

 

Ich bin am Beginn meines Lern- und Veränderungsprozesses. Ich bin in meinem Handeln und Denken nicht stabil. Mein innerer Kritiker macht mir immer wieder Druck. Er meldet sich oft zu Wort und macht mich klein, dumm und wertlos. Mein schlechtes Gewissen folgt, noch immer, überholten Glaubenssätzen. Ich glaube nicht an mich und vertraue mir selbst nicht.

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