Angst aus der Vergangenheit und Angst im Jetzt ergeben einen Suizid-Trigger

Angst aus der Vergangenheit, trifft Angst im Jetzt

Latte und lecker Kuchen zur Entspannung, nach der Therapie.
Latte und lecker Kuchen zur Entspannung, nach der Therapie.

ANGST aus der Vergangenheit und ANGST im Jetzt ergeben einen SUIZID-TRIGGER.

Heute war wieder Therapie. Thema war aber noch mal die Situation von letzter Woche, als die Suizidgedanken auf mich einschlugen. Gemeinsam waren wir auf der Suche nach dem Auslöser – dem Trigger des Traumas.

 

Die Therapeutin war der Meinung, dass meine Panikattacke im Auto ein Auslöser war, der aber durch eine andere Situation oder Menschen noch verstärkt worden sein musste. Ich fand eine Situation, die mich sofort auch wieder triggerte.

Zwei Situationen – Zwei mal ANGST - TODESANGST

Situation 1:

Autobahn auf dem Weg nach Mainz. Viel Verkehr und eine enge Baustelle. Anders als sonst und trotz meiner Bitte, fuhr Michael links und überholte zwei Lkws. Natürlich überholten diese uns dann wieder. Noch eine Bitte rechts rüber zu fahren. Keine Reaktion von Michael. Mehrfaches Anschreien, ergaben auch keine Änderung meiner Situation. Ich schaltete ab. Nichts ging mehr, ich hatte einfach nur noch ANGST.

 

Situation 2:

Autobahn bei Kopenhagen 2003. Mein Exmann (psychisch krank) fuhr das Auto, da ich mir unterwegs den Fuß verletzt hatte. Auch hier fuhren wir in eine Baustelle. Mein Exmann fuhr ebenfalls links und überholte mit hoher Geschwindigkeit Lkw. Ich bekam Todesangst und schrie ihn an: „willst du uns umbringen?“ In mir bebte nur noch ANGST.

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Suizidgedanken auf der Spur. Der innere Kritiker möchte nicht, dass es mir gut geht. Mein Lebenswille ist ungebrochen.

Suizidgedanken auf der Spur. Der innere Kritiker möchte nicht, dass es mir zu gut geht.

Da kämpfe ich seit über sechs Jahren gegen meine Depression. Finde den Weg in die Traumatherapie und endlich geht es vorwärts. Endlich schaffe ich es, an guten Tagen, in der Stadt zu bummeln, ausgedehnte Strandwanderungen zu machen, auf Berge zu steigen... Endlich habe ich wieder ein wenig buntes und aktives Leben.

 

Da kommen diese Suizid - Gedanken kraftvoll daher und wollen mein Leben beenden. Eine grauenvolle Erfahrung. Sie lässt mich gerade nicht los. Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Ich war immer froh, keine Suizidgedanken zu haben, also auch sicher zu sein.

 

Mein Gefühl der Sicherheit ist nur sehr beeinträchtigt. Ich muss mir selbst eingestehen, es selbst annehmen - ich habe Suizidgedanken.

ICH, ja ich, die unbedingt leben will, ICH habe Suizidgedanken.

 

Ich lernen, nehme jede Hilfe an, die ich bekommen kann, ich übe und übe und gebe nicht auf, weil ich irgendwann wieder fröhlich leben möchte. Scheiße! (Verzeihung) Trotzdem kommen diese Suizidgedanken zum mir. Was wollen sie bei mir, sie sollen doch bitte bleiben, wo der Pfeffer wächst! 

Ich kann trotzdem stolz auf mich sein. Ich allein!!!! habe es geschafft mich dagegen zu stellen und die Selbstschädigung zu vermeiden. Ich selbst war es, die instinktiv einen Schritt nach hinten gemacht habe! Ich habe Gedanken-Skills angewendet, um aus der Situation heraus zu finden und insbesondere Handlungsfähig zu bleiben! Und jetzt? Jetzt verwende ich meinen SCHREIB-SKILL, um das Thema, diese Situation, für mich selbst zu klären und zu verarbeiten.

Der innere Kritiker sendet Suizidgedanken

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Suizid hat viele Gesichter. Suizid ist nicht vorhersehbar. Suizidgedanken kommen, gehen und lösen nicht immer einen Suizidversuch aus.

Suizid hat viele Gesichter!

Ich sitze hier und kämpfe immer noch mit mir. Zu heftig war der gestrige Überfall meiner Suizidgedanken. Auch wenn ich eine plausibel Erklärung dafür habe, ist es für mich unglaublich und schmerzhaft.

 

Seit gestern Abend schreibe ich all meine Gedanken dazu auf, viele Seiten hin und her. Ich möchte sie aufschreiben, um Menschen die damit konfrontiert sind, waren oder werden aufzuzeigen, wie unterschiedlich es sein kann.

 

Es kann sein, dass ich mich gegen die Suizidgedanken stellen kann, aber es kann auch sein, dass ich dazu nicht mehr Fähig bin, mein Verstand nicht mehr in mir ist.

Ich breche ein TABU-THEMA - Ich spreche über Suizid

Ich spreche laut und deutlich über Suizid und Suizidgedanken. Ich habe es bisher nicht getan, weil ich glaubte mich betrifft das Thema nicht wirklich. Ich habe zu wenig eigene Erfahrungen damit. Dem ist nicht so, wie mir meine SKILL-Auseinandersetzung mit dem Thema aufzeigt. Ich spreche darüber, um Stigmatisierung aufzuweichen, Betroffenen aufzuzeigen wie ich damit lebe. Ich spreche darüber, um Angehörigen vielleicht die eine oder andere Antwort auf ihre Fragen zu geben, ihre Schuldgefühle positiv zu beeinflussen, denn sie haben keine Schuld, sie hätten es nicht verhindern können.

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Plötzlich stehst du am Straßenrand und dein Kopf fordert dich auf ... Suizid-Gedanken kommen oft plötzlich. Gut, dass ich genug Lebenswillen habe.

Plötzlich stehst du am Straßenrand und dein Kopf fordert dich auf ...

Heute hatte ich ambulante Traumatherapie. Zwei Wochen sind inzwischen vergangen. Zwei Wochen in denen ich großes geschafft habe, die mich stolz machen. Ich freute mich auf die Therapie. Ich wollte von meinen vielen Treppen erzählen, voller Stolz.

 

Doch erst einmal war der Weg (Straßenbahn und Bus) zur Therapie zu bewältigen. Der Tag hatte gut begonnen und so machte ich mir keine Sorgen darüber. Ja, ich würde wieder "rumzappeln" und am liebsten nach 3 Stationen am Ziel sein, aber das kenne ich ja. Frohen Mutes machte ich mich auf den Weg.

 

Mein Weg führt mich eine kurze Strecke, direkt an einer Hauptverkehrstraße entlang, die ich, an einer Ampel dann überquere. Dort angekommen, war heute, mit einem Mal, alles anders.

 

 

Suizid-Gedanken am Straßenrand

"Siehst du den Lkw, wenn du jetzt einen Schritt machst, ist es ganz schnell vorbei! Los, es tut nur einmal weh!" 

Instinktiv, machte ich einen Schritt zurück!!! (Bilde ich mir ein) Ich konnte gerade nicht glauben, was da in meinem Kopf vorging. Noch einen Schritt zurück und meinen Kopf innerlich anschreien: "NEIN! GANZ BESTIMMT NICHT! ICH WILL LEBEN!" Doch mein Kopf widersprach ganz deutlich. "Da ein LKW, in voller Fahrt, los es geht ganz schnell. Dann ist alles vorbei. Los, der ist schnell. Dann hast du deine Ruhe!" Ich stand da und kämpfte mit meinen eigenen Gedanken. Ein Glück, ist mein Lebenswille sehr stark.

 

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Depressionen verschwinden nicht einfach. Depressionen sind ohne Hilfe weder zu verbessern, noch zu heilen. Ich nehme jede Hilfe an, die ich bekommen kann.

Depressionen sind ohne Hilfe weder zu verbessern, noch zu heilen.

Ich bin gerade sehr betroffen, auf Grund einer Diskussion in einer meiner Selbsthilfegruppen, zum Thema Klinikaufenthalt. Es macht mir Angst, weil er einfach strikt abgelehnt wird, nicht in Frage kommt, weil der Hilfebedarf sehr offensichtlich ist. Es ist nicht mein Leben, nicht meine Entscheidung.

 

Ich schreibe meine Sichtweisen zum Thema auf, um so vielleicht dem einen oder anderen die Angst und Abwehr etwas zu nehmen. Ich denke manchmal brauchen wir deutliche und ehrliche Worte. Ich brauchte sie auch.

 

Als ich von meiner Ärztin damals in die Klinik eingewiesen wurde, wollte ich auch nicht und hatte die üblichen Ausreden. Sie fragte mich knallhart (so empfand ich es damals): Wollen sie so weiterleben? Wollen sie, dass es noch schlimmer wird? Sie können so weiter machen oder ihr jetziges Dasein verändern! Wenn sie etwas verändern möchten, dann gehen sie in die Klinik! Bums, das saß und ich ging, zu meinem Glück, in die Klinik. Inzwischen sind 6 Jahre vergangen. 

Seit 6 Jahren kämpfe ich nun mit der Depression und meinen traumatischen Erfahrungen. Ich habe mehrere Klinikaufenthalt bewältigt und bin seit 2012 in ambulanter Therapie, die einmal wöchentlich erfolgt. Ich selbst habe 2016, um die Einweisung in die Traumaklinik gebeten, weil ich mir bewusst war, dass es ohne eine Traumabehandlung keinen Weg der Verbesserung in meinem Lebens geben wird. Meine Klinikaufenthalte waren alle positiv. Sie haben immer eine Verbesserung, meines Lebens mit der Depression, erreicht. Sie haben mir immer gutes Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben. Ich bin dankbar für jeden Klinikaufenthalt!

Ich kann notwendige Hilfe nicht annehmen – es passt gerade nicht

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Gedanken um Suizid – Selbstmord – Freitod – Wenn das Leben zu viel wird - Wenn du den Glauben an das Leben verlierst

Wenn das Leben zu viel wird

Vorwort:

„Die Zahl der Selbstmorde ist seit den 80er Jahren kontinuierlich gesunken, trotzdem sterben in Deutschland nach wie vor deutlich mehr Menschen durch Suizide als durch Verkehrsunfälle, Mord, illegale Drogen und Aids zusammen.

 

Laut offizieller Statistik nehmen sich jedes Jahr ca. 10.000 Menschen das Leben, weitere 100.000 versuchen es – seit 2010 steigt die Tendenz wieder leicht.“

 

„Das bedeutet, dass sich alle 53 Minuten ein Mensch das Leben nimmt.“

 

Textquelle: www.fuerstenberg-institut.de

Nachricht über einen Suizid

Heute erschreckt mich die Freitod-Nachricht eines Promis.

Sie ist in allen Nachrichten, in aller Munde.

Wer berichtet über die vielen anderen Menschen, die des Lebens müde?

Niemand. Vielleicht die Todesanzeige in der regionalen Tageszeitung.

Jede Stunde geht ein Mensch freiwillig aus dem Leben.

Jeder dieser Menschen, ist einer zu viel.

Er hinterlässt Angehörige und Freunde, in tiefem Schmerz und

mit unbeantworteten Fragen, die ein Leben lang in der Seele bohren.

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