Posttraumatische Belastungsstörung - Symtome - Auswirkungen

Posttraumatische Belastungsstörung

 

Die Hauptsymptome

einer Posttraumatischen Belastungsstörung sind:

 

  • Das unwillkürliche Erinnern und Wiedererleben des Traumas (Intrusionen und Flashbacks)
  • Vermeidung, Verdrängung und Vergessen des Geschehens
  • Nervosität, Angst und Reizbarkeit
  • Verflachung der Gefühle und Interessen

Die Hauptsymptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung sind:

  • Das unwillkürliche Erinnern und Wiedererleben des Traumas (Intrusionen und Flashbacks)
  • Vermeidung, Verdrängung und Vergessen des Geschehens
  • Nervosität, Angst und Reizbarkeit
  • Verflachung der Gefühle und Interessen

Unwillkürliches Wiedererleben des Traumas (Intrusionen, Flashbacks)

 

Die Betroffenen werden spontan von aufkommenden Erinnerungen an das traumatische Erlebnis überwältigt und können dies nicht willkürlich kontrollieren oder unterdrücken. Bei manchen kommen nur Bruchteile der Erinnerung hoch, während andere unter sogenannten Flashbacks leiden.

 

Flashbacks beschreiben das halluzinationsartige Zurückversetzen in das Geschehen. Die Betroffenen haben das Gefühl, die Situation gedanklich noch einmal zu durchleben. Auslöser sind oftmals sogenannte Schlüsselreize, also wenn ein Kriegsopfer beispielsweise Schreie hört oder ein Brandopfer Rauch riecht.

 

Auch das Wiederkehren der traumatischen Erinnerungen in Form von Albträumen ist typisch für die Posttraumatische Belastungsstörung. Symptome auf körperlicher Ebene wie Atemnot, Zittern, Schwindel, Herzrasen und Schweißausbrüche können sich dann einstellen.

 

Vermeidung, Verdrängen und Vergessen

 

Zum eigenen Schutz vermeiden viele Opfer jene Gedanken, Situationen und Aktivitäten, welche die Erinnerung an das Geschehen wecken könnten. Wer beispielsweise einen Verkehrsunfall miterlebt hat, meidet öffentliche Verkehrsmittel und Autofahren. Brandopfer meiden dann eventuell das Anzünden von Kerzen oder Kaminfeuer. Diese Vermeidung ist auf lange Sicht kontraproduktiv für eine Genesung. Sie verstärkt die Angst und die Posttraumatische Belastungsstörung-Symptome.

 

Nervosität, Angst und Reizbarkeit (Hyperarousal)

Viele Traumaopfer sind sehr reizoffen und ihre Nerven liegen blank. Sie sind überaus wachsam (hypervigilant), da sie sich unterbewusst stets in Gefahr wägen. Die Betroffenen sind sehr schreckhaft und ängstlich. Auf Dauer ist dieser Zustand sehr anstrengend für den Körper, und es kommt zu Konzentrationsschwierigkeiten. Die Aufmerksamkeitsspanne verkürzt sich mit der Zeit immer mehr. Ein Buch zu lesen oder einen Film zu schauen, wird für die Traumaopfer dann manchmal unmöglich. Diese generalisierte Anspannung führt zu leichter Reizbarkeit und unverhältnismäßigen Wutausbrüchen. Angehörige von Betroffenen berichten von einer plötzlichen Wesensveränderung von früher ausgeglichenen und entspannten Menschen.

 

 

Hält diese Daueranspannung auch nachts an, kommt es zu Ein- und Durchschlafstörungen. Zusätzlich leiden einige Betroffene unter Albträumen. Eine nicht vorhandene Nachtruhe ist auf Dauer sehr schädlich. Die Betroffenen können sich nicht mehr richtig entspannen, und der Körper und der Geist bekommen keine Möglichkeit, sich zu erholen. Folglich sinkt meistens die Belastbarkeit im Alltag. Die anhaltende Angst und Anspannung kann mit Sport und Bewegung oftmals ein wenig gelöst werden. Die Überwindung dazu ist für viele Patienten jedoch sehr groß.

 

Verflachung der Interessen und der Gefühle (Numbing)

Die Lebensfreude kann durch eine Posttraumatische Belastungsstörung nachhaltig beeinflusst werden. Oftmals verlieren die Betroffenen jegliche Interessen und ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück. Sie verlieren die Lust am Leben und planen ihre Zukunft nicht mehr. Manche sind auch nicht mehr in der Lage, etwas zu fühlen. Emotionen wie Freude, Liebe oder Traurigkeit können dann nicht mehr richtig erlebt werden. Es kommt zu einer Abstumpfung der Gefühle (Numbing = Taubheitsgefühl). Die Traumaopfer fühlen sich häufig entfremdet und haben das Gefühl, das Erlebte trennt sie von ihren Mitmenschen und Angehörigen. Diese Veränderung des Gefühlslebens endet dann häufig in einer Depression.

 

Die Alltagsbewältigung und Lebensqualität können stark beeinträchtigt sein durch eine Posttraumatische Belastungsstörung. Symptome werden von den Betroffenen anfangs oft nicht mit ihrem traumatischen Erleben in Verbindung gebracht, wodurch es schwierig sein kann, sie zu identifizieren.