24.02.1983 - als du über die Regenbogenbrücke gegangen bist. Es ist als wenn es gestern war. Immer noch.

Es ist, als wenn es gestern war, noch immer.

Februar 1983
Februar 1983

Heute, ja heute …

24.02.1983 der Tag, nein die Nacht, in der dein Stern am Himmel aufging.

Eine Nacht, die ich niemals vergessen kann.

Die Erinnerung lebt in mir, in Bild und Ton.

Die Erinnerung lebt in mir, meine lauten Schreie, meine Hilflosigkeit, meine Angst.

Die Erinnerung lebt in mir, dein lautes Weinen, dein letzter Atemzug, dein lebloser Körper.

Die Erinnerung lebt in mir, die Stimme des Arztes und seine Worte „es tut mir leid ...“, dieser riesige graue Metallsarg, die schwarzen langen Mäntel der Männer,

Die Erinnerung lebt in mir, diese riesige Stille, diese wahnsinnige Leere in mir, die folgte als ich dann allein war.

Es ist, als wenn es gestern war. Noch immer.

  

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Loslassen-Ich gehörte nicht in diese Familie

Loslassen-Ich gehörte nicht in diese Familie

Ein Tod, ein Nachlass - Brief! Eiskalt zeigt er mir, dass ich nicht dazu gehörte. Nicht in meine Familie gehörte.

Es ist vorbei! Endgültig vorbei. Es ist niemand mehr da, für den ich mich verbiegen muss, dem ich gefallen möchte, für den ich perfekt sein möchte, von dem ich mir Liebe, Zuneigung, Verständnis und Vertrauen wünschte und es nie bekam.

 

Eine Tür hat sich geschlossen. Ich werde sie verschließen, mit Brettern vernageln und den Schlüssel ins Meer werfen, damit sie nie wieder aufgeht.

 

„Was wäre, wenn du niemanden und nichts für deinen Zustand verantwortlich machen könntest? Was wäre, wenn du die Verantwortung und die Kontrolle für dein Leben in DEINE Hände nehmen würdest? Was würde dann aus dir werden? Was würdest du tun? Lass diesen Gedanken einmal zu. Beobachte und spüre, was er mit dir macht. Und finde für dich heraus, welch wertvolle Botschaft er für dich bereit hält.“ Anke Vogler - Coaching

 

Meine Antwort: Ich glaube, das genau das, hast du für mich geschrieben. Ich übernehme die Verantwortung und Kontrolle - ich werde jetzt genau hinschauen - zurück in die Kindheit. Ich werde es aufschreiben, ich werde es bearbeiten und ICH WERDE LOSLASSEN. Denn mein Leben ist nicht die Kindheit, mein Leben ist jetzt.

 

Wo beginne ich, wo fange ich an? Es sind so viele abertausende Gedanken in mir. Gedanken die weh tuen, dich mich wirr machen. Zweifel, die sich bestätigt haben. Schuldgefühle – ja ich habe Fehler gemacht. Erinnerungen – ja es ist geschehen, ich habe es zugelassen. Mein Leben zieht an mir vorbei – doch mein ICH war tief verborgen.

 

Die Depression hat alles hervor geschleudert, unsortiert, unvorbereitet. Sie hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Ja, durch diese Krankheit bin ich sehr beeinträchtigt. Und doch wage ich zu sagen, sie hat auch eine positive Seite. Ja, nach 6 Jahren Krankheit, harter Arbeit an mir selbst und immer auf der Suche nach Informationen und Wissenswertem, bin ich heute sicher, die Depression gibt mir auch. Sie gibt mir die Chance viel Neues über mich und meine Gedanken zu lernen, mich selbst zu finden, mich selbst anzunehmen und zu lieben. Sie sagt mir, so kannst du nicht weiter leben. Sie zeigt mir, mein wirkliches ICH. Und das ist gut so.

Ich werde lernen, ich werde mich selbst kennen lernen, werde lernen meine Gedanken auf neue Wege zu leiten, ich werde als ICH leben. LEBEN SO WIE ICH BIN.

 

 

Ich weiß, es ist ein langer Weg. Aber das ist mir egal. ICH bin ein guter, liebevoller und wertvoller Mensch, der es verdient hat, glücklich zu sein. Glücklich für mich, glücklich für Michael und glücklich für unsere Familie.

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Ein Nachlassbrief - Es ist zu Ende

Ein Nachlassbrief - Es ist zu Ende

Meine Familie und ich haben nicht zueinander gepasst! Nur weil ich genetisch mit ihnen verbunden bin, bedeutet es nicht, dass ich das auch als Mensch bin. Es gibt einen Haken, der mich leiden lässt.

 

Welcher nicht erfüllte Wunsch, lässt mich so fühlen? Welcher Glaube lässt mich trauern? Wäre ich überzeugt, von meinem Denken, würde es nicht weh tun.

 

Ich habe die Gedanken gefunden, mit denen ich mir selbst Schmerz zufüge:

Der Gedanke, dass ich die Liebe meiner Eltern wollte und brauchte. Sie aber nie bekam.

Der Gedanke, dass ich nie meinen eigenen Weg gegangen bin, ohne die Abhängigkeit von den Gedanken und Wünschen meiner Eltern.

Der Gedanke, dass ich mein wirkliches ICH ein Leben lang versteckt habe, weil ich nicht wusste wie ich mich selbst annehmen und lieben sollte.

Der Gedanke, dass ich immer glaubte, ich wäre nicht gut genug.

 

Bei all diesen Gedanken und den daraus folgenden Lebenswegen hatte ich selbst die Entscheidung und Verantwortung! Egal, welche Schuld ich habe oder auch nicht, ich habe es so entschieden. Es war nicht alles richtig, ja ich habe Fehler gemacht, doch ich habe mein Bestes geben. Ich habe jetzt die Möglichkeit es anders zu machen. Ich muss die vergangenen Entscheidungen annehmen. Sie sind getroffen! Sie sind nicht veränderbar, es ist vorbei! Ich darf jetzt anfangen mich selbst zu lieben. Ich nehme den Kopf jetzt hoch!!!! Das ist etwas, was ich tun kann, im JETZT.

 

Ja, ich kann den Kopf hoch nehmen. Ich brauche mich nie wieder für mein Leben, bei meinen Eltern entschuldigen. Entschuldigen dafür, dass ich nicht geworden bin wie sie es wollten, wie sie mich hätten lieben können. Ich habe es versucht und es nicht erreicht! All meine Zweifel, gegenüber meinem Handeln im Bezug auf meine Mutter, kann ich in den Müll werfen, dahin wo auch die Nachlassunterlagen sind.

Ich kann lernen den Menschen in mir anzunehmen und ich selbst zu sein, ohne schlechtes Gewissen. JAWOHL!!!!

 

Mach das auch körperlich, dann folgen die Gefühle noch besser. Mache ich, ich werfe alle Erinnerungen, an eine Familie die keine war (Bücher, Deko, ein Fotobuch), in den Müll. Es ist wie eine Last abwerfen. Jetzt will ich anfangen leben zu lernen, loslassen zu lernen. Ich fange mit dem Loslassen meiner Kindheit an. JETZT.

(Grundlage, ein Chat mit Anke Vogler)

 

12.02.2017

Was bleibt? Es ist wie es ist! Erinnerungen, Verletzungen und Demütigungen. Der Wille neue und freie Wege zu erkennen und zu gehen.

Was bleibt? Erinnerung und neue, freie Wege!

Ja, das ist sie wieder. Die Depression, die mir meine Gedanken vernebelt, sie nicht ruhen lässt, die Zweifel an mir selbst hervor holt, neu Gelerntes verblassen lässt, mich in mein Schneckenhaus kriechen lässt, mir das einfachste Leben schwer macht.

 

Wollte ich zu viel? Wollte ich zu hoch fliegen? Ich kann die Fragen nicht beantworten. Ja, vielleicht war das alles, einfach nur zu viel.

Es ist wie es ist! 

 

Vier Wochen habe ich mich strikt an meine Tagesstruktur und die Bewältigung meiner Alltagsaufgaben gehalten. Trotz schlechter Nachrichten, habe ich es geschafft, weiter zu gehen. Ich habe zwei Wochen der Leichtigkeit meines Lebens erleben dürfen. Erst die Tatsache, dass mich meine Geschwister, von der Beerdigung meiner Mutter ausgeschlossen haben, brachte mich aus dem Gleichgewicht. Oder war es die Therapiestunde? Oder war mein Aktivitätenpaket (die schlechte Nachricht, ein Wochenende bei den Enkeln, Montag Wege erledigen in der Altstadt, Dienstag Therapie und am Abend für 2 Tage die 3 Enkel zu Besuch) einfach zu viel des Guten?

Ich weiß es nicht.

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Ich nehme Abschied. Meine Mutter ist über die Regenbogenbrücke gegangen.

Abschied vom Abschied

Du bist über die Regenbogenbrücke gegangen.

Der Regenbogen hat einen neuen Farbstern bekommen.

Du weißt jetzt, ob man sich wieder sieht, dort im Himmel.

Ich vertraue manchmal darauf, weil ich mein Kind wieder sehen möchte.

Ja, irgendwie sehen wir uns sicher wieder, denn wir haben eins gemeinsam, wir sind tot.

Tod, ein Wort, das mich triggert. Ich kann damit nicht wirklich umgehen.

Das erste Mal als der Tod zu mir kam, war ich zu jung dafür und mein Kind starb.

Es war niemand da, der mich hielt, der mir Kraft gab, der mich in den Arm nahm.

Auch du konntest es nicht.

 

Jetzt bist du gegangen, eingeschlafen, tot.

Ich habe mich schon vor geraumer Zeit von dir verabschiedet.

Doch jetzt ist alles anders.

Ich gönnte dir dein Leben, so wie es war.

Du solltest leben, froh sein und die Welt sehen.

Ich konnte es nicht aushalten in deinem Leben.

Ich konnte nicht leben, wie du es wolltest.

Ich konnte dir nie gerecht werden, habe nie deine Liebe gespürt.

Es war dein Leben, nicht mein Leben.

Du hast gegeben, was du konntest und für dich normal war.

Jetzt ist es anders.

Ich weiß nicht mehr, dass es dir gut geht.

Jetzt bist du nicht mehr im Leben.

Du bist tot.

Das ist endgültig.

Ein Endgültiger Abschied.

 

Wie nehme ich Abschied?

Abschied, von meiner Sehnsucht nach dir, deiner Liebe.

Wie nehme ich Abschied vom Abschied?

Ich weiß es nicht.

In mir wühlen die Gedanken.

Gedanken der Sehnsucht, der Erinnerung, der Vorwürfe, meiner Liebe zu dir.

Was ändert es? Nichts. Du bist tot.

Ich werde die Sehnsucht und die Erinnerung immer in mir tragen.

Ich werde sie verarbeiten und aufarbeiten, damit ich leben kann.

Was bleiben wird, ist meine Liebe zu dir, trotz alle dem.

Und das ist gut so.

 

Ich bin mir sicher, du wolltest nur das Beste für mich.

Du hast gegeben, wozu du selbst in der Lage warst.

Sicher hast du dich auch mal über mich gefreut.

Das ich meinen Weg gehe, war für dich selbstverständlich.

Doch all die „Gefühlsduselei“ war dir sehr unangenehm.

 

Aber genau so ein Mensch bin ich.

Gefühlsduselig – liebevoll, warmherzig, offen, mitfühlend und wertschätzend.

All das, was du mir nicht geben konntest, weil du es selbst nie bekommen hast.

Du wusstest nicht, wie schön die Welt der Gefühle ist.

Ich aber, weiß jetzt ganz genau, das ich viele Gefühle in mir habe.

Die Depression hat mir hart gezeigt, was falsch in meinem Leben läuft.

Sie hat mir gezeigt, dass da ein ganz anderer Mensch in mir wohnt.

Meine Gefühle werden wieder hervorkommen.

Ich werde sie leben und nie mehr verstecken.

Ich bin einzigartig, etwas Besonderes und das ist gut so!

 

Danke Mutti, dass du mich geboren hast.

Danke, für alles, was du mir geben konntest.

Ich liebe dich.

 

17.01.2017  

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Du bist gegangen, über die Regenbogenbrücke.

Du  bist gegangen, über die bunte Regenbogenbrücke

Ein Abschied für immer, kommt stets unverhofft,

auch wenn er vorhersehbar war und egal was uns getrennt hat.

Heute, ich war auf meinem Fotospaziergang, erreichte mich die Nachricht.

Die Nachricht, dass du voraus gegangen bist.

Du bist eingeschlafen, in einem Hospiz.

 

Ich hätte dir noch viele fröhliche Jahre gewünscht.

Doch es sollte nicht sein. Das Schicksal hatte anderes vor.

Es kam diese heimtückische Krankheit über dich.

Jetzt hast du es geschafft, brauchst dich nicht mehr quälen.

Du bist gegangen, über den bunten Regenbogen.

 

Ich habe mich von dir verabschiedet, vor langer Zeit.

Es war für mich unerträglich, ich konnte es nicht mehr aushalten.

Deine Kälte machte mich Krank.

Du hast dich, nie wirklich für mich interessiert.

Ja, ich war deine Tochter, einfach so.

 

Du hast meine Krankheit stets ignoriert und als Schwäche gewertet.

Ein Anruf, ein Besuch von dir, war sehr selten.

Wenn ich nicht anrief, blieb mein Telefon still.

Ich entsprach nie deinen Erwartungen, war nie gut genug.

Und doch traf mich die Nachricht heute, bis ins Herz.

Du bist gegangen, über den bunten Regenbogen.

 

Ich denke an dich, du bist meine Mutter.

Egal was geschehen ist, es tut weh, dass du gegangen bist.

Egal was geschehen ist, ich liebte dich trotzdem.

Nun ist das letzte Band, im Jetzt, zerrissen.

Es ist gut so, wie es ist.

Ich habe dich gesund und fröhlich in meiner Erinnerung.

Du bist nicht mehr da.

Du bist gegangen, über den bunten Regenbogen.

 

Ich werde nicht an deinem Grab stehen, nie.

Ich kann nicht, nicht dem Tod ins Angesicht sehen.

Ich kann es nicht. Ich will es nicht.

Ich weiß, du erwatest es auch nicht. DANKE

Gerade jetzt, kann ich eine Trauma - Konfrontation nicht brauchen.

Ich bin gerade ein Stück voran gekommen, in meinem Leben.

Ich will leben, irgendwann wieder fröhlich leben. Ich habe es verdient.

 

Auf meinem Weg, wirst auch du, da sein.

Auf meinem Weg, werde ich irgendwann, mit dir sprechen.

Du bist nicht im Jetzt, aber in meinem Herzen.

Es tut weh! Du bist gegangen.

Irgendwann sehen wir uns wieder, auf der anderen Seite des bunten Regenbogens.

Alles Gute auf deinem Weg, liebe Mutti.

 

16.01.2017

Brief an mein Sternenkind. Ich liebe dich. Du bist ganz tief in meinem Herzen.

Liebe Daniele, mein Sternenkind, mein Engel

Heute wurdest du geboren.

Schon bei deiner Geburt schrillten die Alarmglocken.

Die Ärzte retteten dein Leben.

Dein kleines Herz war viel zu schwach.

Doch du wolltest leben.

Du hast gekämpft.

Ich durfte dich nur durch das Fenster sehen.

Du warst so unheimlich klein und dünn.

Deine Haut war bläulich gefärbt.

Ich habe dir alle meine Kraft gesendet.

Später durften wir dich besuchen.

Viele Monate lang.

Es waren Stunden voller Freude.

Dein Lächeln blieb in meinem Herzen.

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Ich habe heute ein Licht angezündet. Ein Licht für mein Sternenkind. Es tat gut ganz nah bei dir zu sein.

Ein Licht für dich, Daniele

Ich habe heute ein Licht angezündet.

Dort unter den Engeln.

Dort wo ich mit dir reden kann.

Ich denke an dich, so oft.

Du bist in meinem Herzen.

Ich habe heute ein Licht angezündet, für dich.

Ich sehe dich in meinen Träumen,

wie du zu den Engeln gehst.

Du siehst so friedlich aus.

Aber du schläfst nicht, nein.

 

Du gehst deinen Weg zu den Sternen.

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